Es ist zu mild!
14.01.2020 Hier & Heute

Wetter im Allgäu: Kommt am Wochenende (endlich) der Winter?

Die Sonne scheint ...
Wer am Dienstag in weiten Teilen des Allgäus mit der dicken Winterjacke unterwegs war, der kam schon mal gehörig ins Schwitzen. 12 Grad am Nachmittag in Kempten - vom Allgäuer Winter, geschweige denn von Schnee, keine Spur! Bleibt das jetzt etwa so? Oder schlägt der Winter bald doch noch zu? Der Wetter-Experte verrät's...

Zwei bis drei Grad wärmer als gewöhnlich fällt die erste Hälfte des meteorologischen Winters (vom 1. Dezember bis 29. Februar) im Allgäu aus. „Nur 2006/2007 war es noch milder“, sagt Diplom-Meteorologe Joachim Schug von Meteogroup. Wintersportler erinnern sich: Damals lag noch weniger Schnee als jetzt.

Während weniger hoch gelegene Skigebiete in diesem Winter zum Teil noch keinen einzigen Tag in Betrieb waren, herrschen in höheren Lagen überraschend gute Pistenverhältnisse – beispielsweise an den Oberstdorfer und Kleinwalsertaler Bergbahnen. Die vielerorts mit Kunstschnee präparierten Pisten haben die lang anhaltende milde Witterungsperiode gut überstanden, weil die Luft sehr trocken ist und es in den meist klaren Nächten kalt war.

Wie bemerkenswert das Winterwetter bisher war, zeigt ein Blick in die Statistik: So gab es in Kempten noch keinen einzigen Eistag – so nennen Meteorologen Tage mit durchgängigem Dauerfrost.

Samstag und Sonntag Neuschnee möglich

Laut Schug bleibt es bis Freitag meist sonnig und tagsüber sehr mild. Zum Wochenende aber nähert sich eine Kaltfront, die etwas Schnee bis in tiefe Lagen bringt. Zur Freude der Wintersportler könnte es in den Bergen am Samstag und Sonntag eine Ladung Neuschnee geben.

„Anschließend bekommen wir eine Hochdruckwetterlage, allerdings mit kaltem Ostwind“, prognostiziert Schug. Es sei aber unwahrscheinlich, dass diese winterliche Episode länger andauert. Nach den meisten gängigen Wetter-Computerberechnungen wird wohl auch der Februar zu mild ausfallen – im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt.

Und auch der erste Trend für die Frühjahrmonate verwundert kaum: zu mild.

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