Besserung an den Feiertagen
24.12.2018 Hier & Heute

Weihnachts-Wetter im Allgäu: Hochwassergefahr vor Heiligabend

Nass und stürmisch, so präsentierte sich das Wetter schon am Tag vor Heiligabend in unserer Region. An der oberen Iller wurde deshalb sogar vor Hochwasser gewarnt. Die Bahnstrecke zwischen Kempten, Immenstadt und Oberstdorf musste gesperrt werden, viele Züge fielen aus. Im benachbarten Kleinwalsertal gab es wegen des anhaltenden Regens einen Murenabgang, der ein Hotel traf. Verletzt wurde niemand. Hier erfährst Du, wie es mit dem Wetter im Allgäu weiter geht und wie die Aussichten für die Weihnachtsfeiertage sind.

Gibt es statt einer schönen Bescherung an Heiligabend eine böse Überraschung? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Kemptener Wasserwirtschaftsamt jedenfalls haben am Sonntag vor einem drohenden Hochwasser an der oberen Iller gewarnt. Auch kleinere Gewässer könnten wegen des prognostizierten Dauerregens und Tauwetters in höheren Lagen über die Ufer treten.

Heftige Sturmböen aus Südwesten hatten bereits in der Nacht zum Samstag Schäden angerichtet. Ein umgefallener Baum blockierte in der Nacht zum Samstag die B 19 südlich von Sonthofen. Weitere Bäume drohten auf die Fahrbahn zu stürzen. Deswegen entschieden Feuerwehr und Staatliches Bauamt, 25 Bäume in Straßennähe zu fällen. Daher war die Bundesstraße fast acht Stunden lang gesperrt. Auf der A 96 zwischen Memmingen und Aitrach stürzte am frühen Samstagmorgen eine Fichte auf die Autobahn. Ein Lkw-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Beim Zusammenprall mit dem Baum wurde der Lkw erheblich beschädigt. Der Fahrer blieb unverletzt.

An Heiligabend noch nass, dann zunehmend trockener

Der ergiebige Regen am Wochenende und milder Wind haben die Wintersportverhältnisse in Lagen unterhalb von 1.300 bis 1.500 Metern deutlich verschlechtert. Ganz oben dagegen gab es viel Neuschnee. An Heiligabend soll die Schneefallgrenze anfangs noch weit oben liegen, im Laufe des Tages aber rasch sinken. An der oberen Iller könne es zu Überschwemmungen, Ausuferungen und vereinzelt zu Überschwemmungen von bebauten Gebieten kommen, warnte das Wasserwirtschaftsamt gestern. Möglicherweise könnten im südlichen Oberallgäu die Meldestufen drei bis vier erreicht werden. Die exakte Lage und Höhe der vorhergesagten Dauerniederschläge in den Staulagen der Alpen seien noch nicht genau absehbar.

Im Laufe des Nachmittags soll sich der intensive Dauerregen in Richtung Berge zurückziehen und auch nachlassen. Im höheren Allgäu könnte es bei sinkenden Temperaturen sogar noch eine weiße Überraschung zur Bescherung geben: Die Niederschläge könnten in Schnee übergeben, dann aber rasch nachlassen. Am ersten und zweiten Feiertag soll es meist trocken bleiben. In den Niederungen sei mit häufigem Dunst und Nebel zu rechnen. In den Bergen dagegen werde häufig die Sonne scheinen.

Richtiges Winterwetter sei bis Neujahr nicht mehr zu erwarten, prognostiziert der DWD.

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