#bergliebe mal anders
17.05.2018 Sport & Action

Webcam filmt Paar beim Sex vor Berghütte - und so cool reagiert die Allgäuer Wirtin

Da bekommt der Hashtag "#bergliebe" doch eine ganz andere Bedeutung. In Pfronten spricht man derzeit über pikante Aufnahmen einer Bergpanorama-Webcam von der Ostlerhütte. Ein Pärchen nahm den Alp-Leitspruch "Die Hütte mit Herz" wohl zu genau und vergnügte sich auf der Aussichtsterrasse des 1.838 Meter hoch gelegenen Berggasthauses. Prompt landeten die (un-)scharfen Webcam-Bilder vom Breitenberg im Internet. "Mei, des isch halt a schee's Plätzle", lacht Hüttenwirtin Andrea Heiligensetzer im allgaeu.life-Interview.

Wortspiele gäb's ja genug: "Alarm auf Plattform 'Sex'"... "Das ist ja wohl der Höhepunkt!" ... "Auf der Alp gibt's doch a Sünd'" oder "Liebesgrüße von der Ostlerhütte"... Bähäää!

Schluss damit!  

Denn Gesprächsthema in Pfronten ist das Schäferstündchen auf der Alp, das auf Ende April datiert, ohnehin schon genug. Pächterin Andrea Heiligensetzer wird von Einheimischen und Gästen immer wieder darauf angesprochen.

Zu den "harten" Fakten (*sorry, wieder bähää!*):

Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen? Wie auf vielen bewirtschafteten Alpen gibt es auf der Ostlerhütte eine fest installierte Wetter- und Panoramacam, die ihre Aufnahmen ins Internet überträgt. Auf der Seite https://ostlerhuette.panomax.com können Bergwanderer rund um die Uhr nachschauen, ob auf dem Breitenberg das Wetter für einen Ausflug passt oder ob an besonders belebten Tagen gerade "reger Verkehr" herrscht (*okay, jetzt ist aber gut!!!*).

Pech für unser liebestolles Pärchen: Von der Kamera wussten die beiden wohl nichts. Doppeltes Pech: Auf der Panomax-Webseite werden die Aufnahmen in ein Archiv gespeichert - über ein Jahr lang kann man zurückverfolgen, was Tag für Tag auf dem Breitenberg los war. Dort muss irgendjemand zufällig die Aufnahmen vom Liebesspiel auf der Terrasse entdeckt, Screenshots angefertigt und weiterverbreitet haben. 

Pächterin Heiligensetzer erfuhr von dem "Drama in mehreren Akten" (*och nee!!*) erst später. "Mir hat das jemand geschrieben. Ich schaue ja eher weniger auf meine Webcam." Die Allgäuerin, die die Ostlerhütte seit 2015 bewirtet, nimmt das flotte Treiben auf ihrer Terrasse locker. "Da gibt's schlimmere Sachen. Ich kann darüber schmunzeln."

Sie hofft sogar, dass das ihr unbekannte Pärchen nicht noch größere Probleme durch die Veröffentlichung der Aufnahmen bekommt. Sozusagen ein polizeiliches Nachspiel zum luftigen Vorspiel (*sie können's nicht lassen bei allgaeu.life...*).

Doch damit ist wohl nicht zu rechnen. Jürgen Krautwald, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, klärt auf: "Damit wir wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses tätig werden, ist die Grundvoraussetzung, dass sich jemand dadurch gestört fühlt und den Vorfall der Polizei meldet." Doch die Hüttenwirtin winkt ab - zumal dank der unscharfen Aufnahmen die beiden Hauptdarsteller bisher nicht erkannt wurden. Urlauber vielleicht? Ach, diese Touris, tzzzz... 

Sportliche Höchstleistungen der anderen Art...

Dass sie nicht ertappt wurden, verdanken die Turteltauben vor allem aber der Tatsache, dass Heiligensetzer und ihr Bewirtungsteam an jenem 30. April die Ostlerhütte schon verlassen hatten. "Wir sind gerade eine Stunde vorher runter." Die Webcam-Aufnahmen zeigen, dass es von 17.40 bis 18 Uhr rund 20 Minuten bei 5,3 Grad Celsius Außentemperatur rund ging. Für seine "speziellen Aufwärmübungen" bewies das Pärchen immerhin eine gute Kondition: "Um die Zeit fährt ja auch die Bergbahn nicht mehr. Die mussten danach noch rund zwei Stunden wieder runterlaufen", staunt die Hüttenwirtin. Vielleicht ganz gut zum "runterkommen" (*HA!*)...

Inzwischen sind die pikanten Aufnahmen aus dem Archiv der Seite gelöscht. "Das hat das Gästeamt in Pfronten bei den Betreibern der Panomax-Webseite veranlasst", verrät die Pächterin. 

Trotzdem: Ein paar Wochen, nachdem allgaeu.life darüber berichtet hatte, wie die Kult-Erotikkomödie "Liebesgrüße aus der Lederhose" in dem Kurort gedreht wurde, sorgt Pfronten schon wieder für "stimulierende" Schlagzeilen. Irgendwas scheint da in der Luft zu sein...

Weitere Artikel