Tausend Teilnehmer
29.05.2018 Sport & Action

Toll! Traumhafter Trailrun im Tannheimer Tal

Wir haben's Dir ja gesagt: Im Tannheimer Tal schlagen die Herzen von Trailrunnern höher! Den eindrucksvollen Beweis lieferte am Wochenende die Premiere des ersten Trail-Wettkampfs mit über 1.000 Teilnehmern. Umrahmt von Bergen wie Gimpel, Rote Flüh, Kellespitze oder Gaishorn ging es durch Wälder, Alpflächen und über felsige Gipfeln. Bei der Königs-Trailrun-Distanz über 28 Kilometer und 1.340 Höhenmeter waren über 180 Sportler am Start. Hier erfährst Du, wie ihr Urteil ausfällt.

Der Kemptener Spitzenläufer Thomas Miksch (56) bringt es auf den Punkt: "Es wäre doch schade, im Tannheimer Tal nur flach zu laufen." Recht hat er. Der zehnmaliger Teilnehmer des einwöchigen Transalpin-Runs - und da immer ganz vorne mit dabei - steht am Samstagnachmittag am Start zum ersten Trailrun in Tannheim. Wie bisher gibt es wieder einen fast flachen Seen-Lauf über zehn und 22,7 Kilometer. Aber nun eben auch eine Trailrun-Distanz über 28 Kilometer und 1.340 Höhenmeter bergauf und bergab.

Früher nannte man es Berg- oder Geländelauf, heute heißt es Trailrunning. Und diese eigentlich also gar nicht so neue Sportart boomt ohne Ende. Entsprechend gibt es immer mehr Trailruns im Allgäu. Wohl auch, weil sich die Landschaft zwischen Bodensee und Königsschlössern anbietet für kürzere oder längere Läufe über Stock und Stein und von Gipfel zu Gipfel. 

Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder, 2002 selbst Olympia-Silbermedaillengewinner, war schon einige Tage vor dem Wettkampf als Instruktor mit einer Gruppe von Trailläufern in den Tannheimer Bergen unterwegs. "Traumhaft" findet auch er die Landschaft mit dem ständigen Wechsel von Wäldern, Alpflächen und felsigen Gipfeln - umrahmt von Bergen wie Gimpel, Rote Flüh, Kellespitze oder Gaishorn: Das also ist die Kulisse für die Premiere des Trailruns in Tannheim.

Dabei sein ist alles, Hauptsache finishen

Über 180 Teilnehmer stehen am Start. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, laufen über 1.000 Sportler um die Wette. "Wir freuen uns riesig über die große Teilnehmerzahl", sagt Cheforganisator Michael Keller. Bei 26 Grad, Sommersonne und einigen Gewitterwolken kommen die Trailrunner an diesem Nachmittag gleich zu Beginn ganz schön ins Schwitzen.

Die Strecke oberhalb des Tals quert die Skigebiete von Zöblen und Schattwald und führt schließlich über die Skipiste hinunter nach Schattwald. Dann geht´s lange bergauf: Zuerst über Wiesen, dann durch den Wald und schließlich über grüne Alpflächen auf den 1.500 Meter hohen Pirschling. "Mein Gott, würde es mich grausen - bei der Hitze", sagt unten in Schattwald eine Passantin. Die Bergläufer freilich sehen das ganz anders. "Tolle Landschaft, super Lauf", urteilt beispielsweise Andrea Schlickenrieder aus Schliersee. Dass es zwischendurch mal blitzt und donnert, kann die gute Laune der Läufer nicht stören.

Mittlerweile ist es 18 Uhr und die Strecke führt auf einem Forstweg unterhalb des Einstein-Gipfels entlang allmählich zurück nach Tannheim. Dort hatte der Schweizer Adrian Brennerwald als Erster die Ziellinie nach sagenhaften zwei Stunden und 21 Minuten überquert.

Die letzten brauchen fünf Stunden bis sie ins Ziel einlaufen: Dabei sein ist alles, Hauptsache finishen, lautet ihr Motto. Mindestens genauso froh wie jeder einzelne Läufer am Ziel ist Organisator Keller: "Es hat alles reibungslos funktioniert." Fast alle Teilnehmer sind von der Strecke begeistert. Einziger kleiner Schönheitsfehler: Die letzten mehr oder weniger flach verlaufenden Kilometer vor dem Ziel hätte man sich sparen können.

Alle Ergebnisse unter www.seen-lauf.com
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