Bewegung & Ernährung
09.01.2020 Wissen & Quizzen

Tipps von Allgäuer Expertinnen: So kommt der Weihnachtsspeck wieder runter

Fitness und Rehapark
So, liebe Allgäuer: Das große Fressen... Die Advents- und Weihnachtstage sind vorüber, das neue Jahr beginnt für viele Menschen in der Region mit guten Vorsätzen. Die Pfunde müssen wieder runter, mehr Sport soll's sein und eine gesündere Lebensweise. Aber wie packt man das am besten an? Und hält es dann auch langfristig durch? Wir lassen drei Expertinnen aus dem Ostallgäu zu Wort kommen. Ihre Tipps...

Glühwein, Plätzchen und weitere Kalorienbomben prägen die stade Zeit. Wer kein großer Nahrungsverwerter ist, der findet den Nikolaus im Januar nur leider auf den Hüften wieder. Abnehmen ist daher ein gerne gewählter Vorsatz für das neue Jahr. Dazu gehört eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung. Wie man den Jojo-Effekt umgeht, langfristig sein Gewicht hält und welche Gewohnheiten dabei helfen können, erklären drei Fachfrauen.

„Das Allerwichtigste ist, dass man es schafft, in ein regelmäßiges Sporttreiben reinzukommen“, erklärt Martina Zollitsch, Diplomsportlehrerin bei der AOK. Dabei rät sie zu kleinen Schritten. Zum Beispiel, eine Busstation früher aussteigen und den Restweg laufen oder öfter spazieren gehen. „Bewegung soll ritualisiert zum Alltag dazugehören“, findet Zollitsch.

Wer trainieren möchte, um an den Speck zu kommen, dem rät sie im Wechsel zu Ausdauer-und Krafttraining. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Sport ist, solle mal Schwimmen, Nordic Walking oder Joggen versuchen. Bei diesen Tätigkeiten werde der ganze Körper belastet. Wichtig dabei sei, nicht allzu oft durchzuschnaufen, sondern „den Körper möglichst lange am Stück ohne Pause zu belasten“. Zollitsch rät, sich mit Freunden zum Sport zu treffen und einem Verein oder Fitnessstudio beizutreten.

Kaufbeurer Fitnessstudioleiterin rüstet sich für Ansturm

Tatsächlich denken viele nach der Jahreswende in eine ähnliche Richtung: „Normalerweise kommen die Leute mit den guten Vorsätzen immer nach Heilig Drei Könige“, erzählt die Studioleiterin des Kaufbeurer Fitness- und Rehaparks, Katrin Immler. Die Neuanmeldungen würden zu dieser Zeit immer steigen. Für Abnehminteressierte empfiehlt sie „Ausdauerkurse oder Intervalltraining“.

Wer mehr Sport treibt, ist auf einem guten Weg, doch Bewegung allein reicht nicht – auch die Ernährung muss sich anpassen. Dabei sollten Essen und Genuss trotzdem weiter Hand in Hand gehen, meint Manuela Bier, Hauswirtschaftsrätin und stellvertretende Schulleiterin der Kaufbeurer Technikerschule. „Man darf die Freude am Essen nicht verlieren, sonst macht man das nicht lange“, erklärt sie. Einige Gewohnheiten müssen Abnehmwillige allerdings hinterfragen. So sollten sie versuchen, öfter einfache Gerichte frisch selbst zuzubereiten. Dabei dürfe man es nicht zu weit treiben, denn der Mensch soll täglich mindestens 1.000 bis 1.500 Kalorien zu sich nehmen. „Ansonsten haut der Jojo-Effekt rein“, meint Bier. Bei diesem Phänomen kommt der Betroffene nach Ende der Diät nur auf ein höheres Ausgangsgewicht.

Auch wenn man sein Zielgewicht erreicht hat, stellt sich die langfristige Herausforderung: Wie halte ich das jetzt? Bier hat keine guten Nachrichten für diejenigen, die nach einer Abnehmphase wieder so weitermachen wollen wie früher: „Viele meinen, sie machen die Diät und dann ist gut – aber das stimmt nicht. Man muss sich dauerhaft neue Verhaltensmuster antrainieren“, erklärt sie. Bier hält den Winter übrigens nicht die optimale Zeit zum Abnehmen. Ins Frühjahr hinein sei man viel aktiver und gehe lieber raus, was bei Abnehmen von Vorteil ist.

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