Corona-Tipps für zuhause
24.03.2020 Kind & Kegel

Tipps für Eltern & Kids: Mit Regenbogen-Farben gegen den Corona-Blues

Aktion: Wir malen einen Regenbogen
Seit gut einer Woche sind Schulen und Kitas in Bayern geschlossen. Die Kinder zuhause bei Laune zu halten, stellt so manche Eltern vor große Herausforderungen. Was tun, wenn alle Bücher vorgelesen, alle Legosteine verbaut und sämtliche Eisenbahnschienen verlegt sind? Ein paar Tipps, was sich mit Farbe und Pinsel so alles anstellen lässt.

Melanie Probst malt mit ihren Kindern riesige Regenbögen an ihre Fenster. Dafür verwendet sie Fingerfarben. Die Idee stammt wie derzeit viele kreative Corona-Aktionen aus Italien: „Dort malen Kinder Regenbögen an ihre Fenster. So sehen andere Buben und Mädchen, die spazieren gehen oder an ihrem Fenster sitzen: Da leben andere Kinder, denen es geht wie mir.“ Die Italiener würden noch „Andrá tutto bene“ dazuschreiben – „alles wird gut“. In der Region habe Probst das bereits vereinzelt beobachtet – und findet es schön: „Das erzeugt ein Wir-Gefühl.“

Pssst: Das macht auch ohne Kinder Spaß

Auch mit Wasserfarben kann man Kinder länger beschäftigen, als es auf den ersten Blick scheint, hat der Autor dieses Artikels bemerkt. Wenn die Lust am alleine Malen nachlässt, bringt Folgendes Schwung in die Pinsel: Nachwuchs und Eltern setzen sich gemeinsam ans Papier. Das Kind legt los und schmiert freudig drauf los. Mama oder Papa steigen ein und versuchen, in dem modern anmutenden Gekritzel Formen wiederzuerkennen. Könnte das eine Nase sein? Das Bein eines schrecklichen Monsters? Die elterliche Hand zeichnet diese Formen fort. Gemeinsam schafft man so fantastische Wesen – und füllt Blatt für Blatt. Nicht wundern: Das kann eine ziemliche Dynamik entwickeln, wenn alle gleichzeitig malen. Ein Tipp für ganz mutige Erwachsene: Das macht auch ohne Kind Spaß …

Ob Wasserfarben, Wachsmalkreide oder Buntstifte: Sie alle kann man bei der nächsten Idee einsetzen. Die Kinder malen gern, wissen aber nicht mehr, was? Die Kinder lassen sich gerne vorlesen, kennen aber schon alle Geschichten auswendig? Warum nicht Beides kombinieren? Mama oder Papa (oder bei heiserer Stimme der CD-Player) lesen vor – und die Kinder malen die Szenen aus der Geschichte nach.

So ein Kater Findus aus Kinderhand macht sich übrigens gut, wenn er danach gemeinsam mit dem Nachwuchs an den Kinderkleiderschrank geklebt wird: Er erinnert noch lange an die Wochen, als Mama und Papa während der Corona-Krise so viel Zeit hatten.

Aufruf: Wir suchen Tipps unserer Leser
Jeder macht sich zur Zeit so seine Gedanken, wie man das weitgehend kontaktlose Leben am besten gestaltet. Eltern im Hinblick auf ihre Kinder, Angehörige wegen Kranken oder zu pflegender Senioren, viele andere einfach deshalb, damit ihnen gedanklich nicht die Decke auf den Kopf fällt. Haben Sie Tipps, die anderen bei all dem helfen können? Vielleicht sogar Fotos davon, wie Sie die Situation selbst meistern? Schicken Sie der Redaktion Texte und Bilder (im JPG-Format und mindestens einem Megabyte) unter Angabe ihres Namens und Wohnorts in einer E-Mail an redaktion.lokales@azv.de
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