Wichtig für Besucher
07.08.2019 Hier & Heute

Sicherheit auf der Allgäuer Festwoche: Alle sind gefragt!

Am Samstag geht's los: Die Vorbereitungen für die 70. Allgäuer Festwoche laufen auf Hochtouren, „die Betriebstemperatur und die Vorfreude steigen“, sagt Kemptens dritter Bürgermeister Josef Mayr. Für eine friedliche Atmosphäre spiele auch die Sicherheit im Stadtpark eine große Rolle. Laut Mayr ist dafür aber nicht nur die Polizei zuständig: „Jeder Besucher ist ein Stück weit für die Sicherheit mitverantwortlich.“

Weil darauf allein aber nicht Verlass ist, gibt es auch heuer wieder ein den aktuellen Anforderungen angepasstes Sicherheitskonzept. Wegen der Neugestaltung des Kemptener Stadtparks habe es diesbezüglich Änderungen gegeben, sagte Festwochenchefin Martina Dufner-Wucher. Zum Beispiel beim Brandschutz in der neuen Gastronomie „Heels Alpe“, in der 300 Besucher Platz haben – 100 weniger als zuvor. Am Sicherheitskonzept habe sich ansonsten nichts verändert. Die vor drei Jahren als Reaktion auf die allgemeine Sicherheitslage eingeführten Maßnahmen hätten sich bewährt, sagte Dufner-Wucher.

So werden auch heuer wieder während des Tagbetriebs ab 10 Uhr Taschen an den Eingängen kontrolliert, ab 17 Uhr dürfen nur noch solche mit Maßen von maximal 20 mal 15 mal zehn Zentimeter aufs Gelände mitgenommen werden. Wer doch größere Taschen oder Rucksäcke dabei hat, kann sie ab 16.30 Uhr an zwei Garderoben abgeben und bis spätestens 1 Uhr wieder abholen.

Nur kleine Taschen mitbringen

Diese befinden sich am östlichen (ZUM/ Zentrale Busumsteigestelle) und am südlichen Eingang (Königstraße/AOK). Um zu verhindern, dass Autos oder Lkw auf das Festgelände fahren, gibt es zudem wieder sogenannte Beton-Poller an den Zufahrten an der Salzstraße, Königsstraße und Bodmanstraße.

Obwohl die Festwoche für die Kemptener Polizei immer ein personeller Kraftakt und „sehr viel Arbeit“ sei, überwiege die Vorfreude, sagte der stellvertretende Polizeichef in Kempten, Markus Asbach. Die Beamten werden zudem von einem externen Sicherheitsdienst sowie an mehreren Abenden von der Bayerischen Bereitschaftspolizei und den Beamten aus Neu-Ulm unterstützt. „Nur mit den eigenen Kräften wäre das nicht zu schultern“, sagte Asbach. Wie in den vergangenen Jahren werde in Bayern zudem nach wie vor eine „hohe abstrakte Gefährdungslage“ angenommen. „Es gibt aber keine konkreten Hinweise für die Festwoche“, betonte Asbach.

Jugendamt checkt Alkoholmissbrauch

Auch die Festwochen-Wirte haben ihre Mitarbeiter zum Thema Sicherheit und Jugendschutz geschult. Zudem gebe es einen Fluchtplan für das Festzelt, sagte Festwirt Hans Schmid. „Ich hoffe natürlich, dass wir den nicht brauchen.“ In der alten Turnhalle wird es außerdem wieder das Sicherheitszentrum geben. Unter anderem die Kemptener Polizei ist dort täglich ab 10 Uhr bis zum Ende des Festbetriebs vertreten. An drei Tagen werden zudem Mitarbeiter des Amts für Jugendarbeit vor Ort sein, um einen Blick auf Themen wie Alkoholmissbrauch zu werfen. Gemessen an den Besucherzahlen sei die Festwoche hier aber sehr friedlich, sagte Alina Alltag von der kommunalen Jugendarbeit.

Sowohl Josef Mayr als auch Markus Asbach appellierten zudem an die Besucher, die angebotenen Abendbusse zu nutzen. „So kommt jeder sicher und gemütlich nach Hause“, sagte Asbach. Für den einen oder anderen gehe die Party dort ja auch gerne noch weiter, fügte Mayr mit einem Grinsen hinzu.

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