Ausflugsziel zu Ostern
18.04.2019 Sehen & Hören

Ostereiermuseum Nesselwang: Hier dreht sich alles ums Ei

Ostereiermuseum von Monica Meyer-Nusser
Museen gibt es viele. Eines, das besonders in diesen Tagen aber für viele sprichwörtlich das Gelbe vom Eis ist, ist das Ostereiermuseum in Nesselwang. Dort sammelt Monica Nusser Ostereier aus der ganzen Welt. Rund 2.700 Exponate hat sie bereits, viele davon aufwändig gestaltet. Und nicht alle Eier stammen von Vögeln...

Etwa 15 Millimeter messen die Figuren auf dem Osterei - wie der Skifahrer, der über die Ziellinie düst. "Es ist ein besonderes Ei. Das Motiv passt perfekt zu uns ins Allgäu", sagt Monica Nusser, die Gründerin des Ostereiermuseums in Nesselwang (Landkreis Ostallgäu). Das Straußenei hat die 70-Jährige von einer Künstlerin aus Coburg bekommen.

Rund um die Ostertage erwartet Nusser großen Andrang im Museum. In 22 Glasvitrinen reihen sich die rund 2.700 Eier ihrer Sammlung. Viele hat sie selbst gestaltet: bemalt, beklebt, bestickt, gesägt, gefräst, gebohrt. Ein Gänseei hat sie mit einem Zahnarztbohrer 2.160 Mal durchlöchert.

"Es ist faszinierend, wie vielseitig man Eier gestalten kann", sagt Nusser. Die Exponate kommen aus der ganzen Welt, aus Argentinien, Japan, Jordanien, Rumänien, dem Oman und dem Iran.

Vor 40 Jahren begann Monica Nussers Sammelleidenschaft

Mit einem bestimmten Ausstellungsstück aber kann keines konkurrieren: ein Ei, auf das ihre Familie gemalt ist. Ihre Schwester hat es zur Geburt von Nussers Sohn geschenkt. Knapp 40 Jahre ist das her - der Beginn aller "Eierfreuden", wie die Renterin ihr ausgefallenes Hobby bezeichnet.

Für 14 Eier, auf denen die Stationen des Kreuzwegs zu sehen sind, hat sie 1.100 Euro bezahlt - ihr teuerstes Set. Viele Stücke sind aber auch Geschenke von Ausstellern des Ostereiermarkts in Oy (Oberallgäu), den Nusser 31 Jahre lang mit viel Herzblut und großer Ausdauer organisiert hat. Mit 70 Jahren hat sie nun beschlossen, diese Aufgabe in jüngere Hände zu geben.

Seither sammelt sie nicht nur Vogeleier von Henne, Gans, Pfau, Auerhuhn und Pinguin, sondern auch Natureier von Krokodil, Schildkröte und verschiedenen Schlangenarten. "Das kleinste ist nicht größer wie eine Stecknadel: ein Nacktschneckenei", erzählt Nusser.

"Schrumpeleier" seien ihre Lieblinge: "Diese sind deformiert und manchmal länglich wie eine Wurst", erklärt die Expertin. Wer genau in die Regale schaut, findet außerdem noch einen weiteren Exoten:

Eine Nikolausfigur mit der Aufschrift: "Ich habe mich wohl verirrt." 

Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Es befindet sich im Hotel Post in Nesselwang, Hauptstraße 25.
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