Warnung von Experten
24.01.2019 Hier & Heute

Obacht auf Allgäuer Gewässern - Eis noch zu dünn!

Rettungsleiter am Öschlesee
Es ist kalt, sehr kalt sogar - an vielen Orten im Allgäu rauschen die Temperaturen nachts in den zweistelligen Minusbereich. So manch einen lässt das leichtsinnig werden im "Eisschrank Allgäu". Deshalb warnen die DLRG in Memmingen und die Wasserwacht in Kempten eindringlich davor, derzeit schon Eisflächen auf stehenden und fließenden Gewässern zu betreten. Das Eis ist noch zu dünn - Lebensgefahr!

Trotz der sehr kalten vergangenen Nächte und des Dauerfrosts am Tag seien die Eisschichten noch nicht stark genug, sagte Jürgen Bonnemann von der DLRG in Memmingen. Er gehe davon aus, dass sich erst im Laufe der kommenden Woche tragfähige Eisschichten ausbilden – falls es kalt genug bleibt und nicht zuviel Schnee fällt. Schnee auf dem Eis hat eine isolierende Wirkung und verzögert das Zufrieren selbst bei sehr tiefen Temperaturen ganz erheblich.

So weit sollte es gar nicht erst kommen - Übung für den Notfall der DLRG:

Johannes Weizenegger von der Wasserwacht in Kempten hat am Mittwoch Eisbohrungen am Stadtweiher in Kempten gemacht. Dort sei das Eis oberflächlich weich und mit Schnee vermischt, darunter sei die Konsistenz besser. Doch auch bei diesem relativ kleinen Gewässer kann Weizenegger nach eigenen Worten noch nicht empfehlen, das Eis zu betreten. Der Kemptener Wasserwachtler will in den kommenden Tagen weitere Eisflächen auf Seen untersuchen.

Um ein Gewässer gefahrlos betreten oder mit Schlittschuhen befahren zu können, sollte die Eisfläche auf einem See mindestens 15 Zentimeter, auf Fließgewässern mindestens 20 Zentimeter dick sein.

Im Tannheimer Tal soll am Mittwoch der Haldensee offiziell freigegeben worden sein. Laut Tourismusinformation liegt derzeit aber noch Schnee auf der Eisfläche, der vorerst auch nicht weggeräumt wird. Denn kommendes Wochenende findet im Tannheimer Tal der Ski-Trail statt

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