Bezirksmusikfest im Allgäu
20.03.2020 Sehen & Hören

Musikkapelle Frechenrieden fiebert Bezirksmusikfest 2020 entgegen

Unterallgäu: In diesem Jahr feiert die Musikkapelle Frechenrieden 145-jähriges Bestehen und richtet das Bezirksmusikfest des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) aus. Die Vorfreude darauf ist groß.

Hohe Geldumsätze und immens viele Teamstunden hatte die Musikkapelle Frechenrieden bereits 2019 für ihr bevorstehendes Bezirksmusikfest im Mai. So zog sich das 145-jährige Vereinsbestehen auch durch die Jahresversammlung wie ein roter Faden. Ziel ist es laut dem Vorsitzendem Christoph Fackler, mit dem Großereignis das Dorf- und Vereinsleben weiter wachsen zu lassen. „Es wird ein Fest für das ganze Dorf und eine Stärkung der Dorfgemeinschaft“, sagte er.

Fackler erinnerte an die Auftritte im vergangenen Jahr, etwa bei der Eröffnung der neuen Rinderbesamungsstation Hitzenhofen oder den Dorffesten des Sportvereins und der Landjugend. Eigens für ihr geplantes Musikfest pilgerten die Musiker zur Maria-Schneekapelle und machten Station bei der Mariengrotte Altisried. Beim Stadelfest war der „Blasmusikpartyabend“ besonders beliebt. Auch die Nachbarkapellen durften auftreten und die Frechenrieder erschienen in ihrer neuen Tracht.

Die Kapelle zählt derzeit 49 Aktive, davon sind 22 Frauen. Neu spielen Ramona Moser, Tamara Meixner, Hannes und Philipp Stiegeler bei der Stammkapelle mit. Auf jeder von 54 Proben war Theresa Arnold.

Kathrin Schilling und Bernd Fackler berichteten von der hohen Qualität der Nachwuchsförderung, die sich bis heute in der Stammkapelle auswirke, in die dadurch immer wieder gute Nachwuchsmusiker nachrücken. Mit dem Aus der Musikschule Günz-Kammel sei eine Lücke entstanden. Auf Eigenregie mussten Musiklehrer eingesetzt werden, auch Ehrendirigent Anton Blank hat sich engagiert. Um die hohen Kosten für die Eltern der 15 Musikschüler abzufedern, soll bei der Gemeinde ein Beitritt zur Musikschule Unterallgäu-Mitte erreicht werden. Das Jugendorchester hatte mehrere Auftritte. Marina und Paul Thalhofer, Stefan Bittmayer und Daniel Hieber absolvierten den D1-Kurs, Tamara Meixner, Philipp und Hannes Stiegeler war im D2-Kurs erfolgreich.

Gute Kameradschaft

Dirigent Armin Boxler berichtete von enormen Leistungen bei 21 Auftritten und der guten Kameradschaft in der Kapelle. Ein Höhepunkt war für ihn das gute Abschneiden bei den Wertungsspielen, nun freut er sich auf den Marschmusikwettbewerb.

Als „Riesenehre“ bezeichnete der scheidende Bürgermeister Alfons Weber seine Schirmherrschaft beim Bezirksmusikfest. Er bedauerte, wie zeitraubend die Bürokratie inzwischen bei solchen Veranstaltungen sei.

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