Zirkus Knie im Allgäu
26.07.2019 Sehen & Hören

Manege frei! Reporter René im "Todesrad"

The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Die gute Nachricht vorweg: Kollege René hat seinen Ausflug in den Zirkus unbeschadet überstanden! Ein wenig Bammel hatte er aber schon - zurecht, wie die Bilder zeigen. ;-)

„Irgendwas stimmt jetzt nicht“, denke ich noch, als ich auch schon ins Straucheln komme. Statt weiterzulaufen, setzte ich mich instinktiv hin. Zehn Meter unter mir sehe ich die weiß-rote Bodenplane. Das „Todesrad“ stoppt. „Nochmal gut gegangen“, schießt es mir durch den Kopf. Das Rad dreht sich weiter.

AZ-Reporter im "Todesrad"

The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
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Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker
The fabulous René: Die fabelhafte Zirkuswelt des René
Respekt! Was unser Kollege René Buchka im Zirkus über sich ergehen lassen hat, siehst Du hier. :-) Matthias Becker

Ein leichter Luftzug geht durch das schwül-heiße Zelt von Zirkus Knie in Kempten. Es ist Probezeit, darum sind die Sitzreihen leer, in der Manege steht ein Metallgerüst mit einem Rad an jedem Ende – das „Todesrad“. Dass meine Hände schwitzen, liegt nicht nur an der Hitze. Bei dem Gedanken, dass ich gleich wie ein Hamster in zehn Meter Höhe im Rädchen laufe, schlägt mein Herz schneller. Einer der Artisten hilft mir, einzusteigen.

Der Zirkuskünstler am anderen Ende des „Todesrads“ fängt an zu laufen, ich tue es ihm mit vorsichtigen Schritten gleich. Der Boden entfernt sich immer weiter, es fällt mir schwer, aufrecht stehen zu bleiben und gleichzeitig weiterzulaufen. Am höchsten Punkt befinde ich mich zehn Meter über dem Boden und nur knapp unter dem Zeltdach. Nach meinem Strauchler drehen wir noch eine Runde. Unglaublich, dass das „Duo Vanegas“ freihändig inner- und außerhalb des Rades springt – und sogar Salti schlägt.

Die zwei Kolumbianer bringen das „Todesrad“ aus dem Zelt. Stattdessen rollt eine Stahlkugel in die Manege. Ihr folgen zwei Motorradfahrer mit Protektoren und Helm. Ich stelle mich in die Mitte des Käfigs, die zwei Motorradfahrer bringen sich rechts und links neben mir in Position. Sie wippen einmal vor und zurück. Die Motoren heulen auf und die Brasilianer rasen neben mir die Seitenwände entlang. Einer der Fahrer ruft etwas – dann fährt er einen Looping über meinem Kopf.

Benzingeruch steigt mir in die Nase. Ich kann nicht anders: „Was passiert, wenn einer von denen in mich reinfährt?“, schießt es mir durch den Kopf. Auf ein Kommandobremsen die zwei aus „Diorio’s Team“ . Dass einfaches Stehen so viel Überwindung kosten kann, hätte ich vor meiner Zirkusprobe nicht gedacht.

Die Motorradkugel wird ausgetauscht: Ein kleines, weißes Podest steht nun in der Mitte des Zelts. Zirkuskünstler Marek Jama schmunzelt: „Jetzt kommt das, was am harmlosesten aussieht, aber am heftigsten für dich wird.“

Ein Mann und eine Frau betreten die Manege. Die Frau hält einen Koffer in den Händen. Sie öffnet ihn und man sieht – Rollschuhe. Bis jetzt nicht bedrohlich. Die zwei betreten das Podest, um sich die Rollschuhe anzuziehen. Sie seien Geschwister, sagt Jama. Der Bruder fragt: „Bist du der, den wir im Kreis drehen?“ Wohl schon, sage ich und steige zu den beiden hoch.

„Stemm die Arme fest in die Hüften und stell deine Füße eng nebeneinander“, weist der Rollschuhartist mich an.

Die zwei greifen meine Arme und Beine, heben mich hoch, sodass ich zwischen ihnen in der Luft liege. Die Welt um mich herum beginnt, sich immer schneller zu drehen. Alles verschwimmt. Die Füße fangen an, zu kribbeln. Für einen Moment bin ich wieder der fünfjährige René im Karussell. Mein Lachen schallt durch die Luft. Als die Geschwister mich wieder abstellen, kippt der Horizont nach rechts. Die Akrobaten müssen mich stützen, damit ich nicht vom Podest taumle.

Wahrscheinlich verliert der Zirkus nie seine Faszination. Es ist eine eigene Welt, in die ich einen Blick werfen dürfte. Die Artisten lassen ihre Kunststücke so leicht aussehen, dass man schnell vergisst, wie viel Übung dahintersteckt.

Die echten Artisten kann man an folgenden Terminen in Aktion sehen: In Kempten am Platz an der Allgäuhalle von 27. bis 29. Juli, in Füssen auf dem Volksfestplatz von 31. Juli und 1. August, in Kaufbeuren auf dem Tänzelfestplatz von 3. bis 6. August und in Memmingen im Stadtpark Neue Welt von 8. bis 11. August.

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