Projekt mit Jugendlichen
22.01.2019 Hier & Heute

Mach mit: In 72 Stunden Gutes tun

Ein soziales Projekt – und nur 72 Stunden Zeit für die Umsetzung. Das ist die Aufgabenstellung der deutschlandweiten "72-Stunden-Aktion", die von 23. bis 26. Mai auch im Landkreis Ostallgäu und in der Stadt Kaufbeuren stattfindet. Mitmachen können Kinder- und Jugendgruppen, die Lust haben, sich sozial zu engagieren. Wie dieses soziale Projekt aussieht, liest Du hier.

"Neun Gruppen mit insgesamt 200 Jugendlichen haben sich schon angemeldet", sagte Lukas Hofmann vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Ostallgäu bei der Vorstellung der Aktion in Marktoberdorf. In der Region koordiniert der BDKJ die Aktion gemeinsam mit der Katholischen Jugendstelle in Kaufbeuren. Bundesweit ist der BDKJ-Dachverband für die Organisation verantwortlich.

Einige Jugendliche hätten bereits konkrete Ideen, wo und wie sie sich engagieren wollen: Eine Ministranten-Gruppe plant einen Naturrundweg mit Insektenhotel, Holzmöbeln und Barfußpfad. "Man muss aber nicht unbedingt handwerklich aktiv werden", sagt Hofmann. So wie eine Ortsgruppe der Katholischen Landjugend: Sie will einen Nachmittag für Senioren anbieten.

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, an der Aktion teilzunehmen. Bei der Anmeldung muss eine Variante ausgewählt werden:

+ Do-it-yourself-Variante Gruppen können ihre eigene Projektidee vorschlagen und selbstständig umsetzen. Die Vorschläge sollten den Kriterien der 72-Stunden-Aktion folgen, also herausfordernd sein, einen Bezug zur Region haben oder international ausgerichtet sein. Wer schon eine Idee hat, aber noch nicht genau weiß, wie er sie umsetzen soll, kann sich vom regionalen Koordinierungskreis beraten lassen.

+ Überraschungsvariante Außerdem ist es möglich, sich eine Überraschungsaufgabe geben zu lassen – am Tag des Aktionsstarts. Um die Ausarbeitung und die nötigen Kontakte kümmert sich zuvor der Koordinierungskreis.

+ Kooperation Gruppen können sich außerdem zusammenschließen und ein Projekt gemeinsam umsetzen.

Die 72-Stunden-Aktion fand bereits einmal im Jahr 2013 statt. Schon damals engagierten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche aus der Region: Die Katholische Landjugend Bernbeuren verteilte beispielsweise Hackschnitzel auf den Römerrundwegen des Auerbergs. Die Johanniterjugend Marktoberdorf veranstaltete ein Generationenfest im Haus der Begegnung.

Die Sozialaktion wird aus verschiedenen Fördertöpfen und durch Sponsoren finanziert. "Wir suchen noch Unterstützer", sagt Christian Lieb, Jugendreferent der Katholischen Jugendstelle Kaufbeuren. Beispielsweise für die Verpflegung der Freiwilligen. Es sei auch möglich, einzelne Projekte zu fördern – damit keine Gruppe auf möglichen Kosten sitzen bleibt.

"Es ist wichtig, junge Erwachsene zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren", sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, die gemeinsam mit dem Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse die Schirmherrschaft der Aktion übernommen hat. Beide unterstützen das Projekt mit Kontakten und Räumlichkeiten, beispielsweise wird der Start am 23. Mai im Landratsamt gefeiert. "Es dürfen sich weiterhin viele Jugendgruppen anmelden und sich der Herausforderung stellen", sagt Lukas Hofmann. Denn die 72-Stunden-Aktion könne nicht nur der Startschuss für neue Freundschaften, sondern auch viele weitere gemeinnützige Projekte sein.

Jugendgruppen können sich noch bis 19. Februar auf der Homepage der Aktion registrieren: www.72stunden.de
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