Gaudiwurm MOD im Video
11.02.2018 Land & Leute

Hee! Du! HEEEEEEE!

1.600 Teilnehmer, zigtausende Zuschauer - und allgaeu.life mittendrin! Wir präsentieren Dir hier unser Live-Video und die schönsten Bilder des Gaudiwurms in Marktoberdorf. Viel Spaß!

Die Narren sind los in Marktoberdorf: Schon am späten Vormittag parken fahrbare Partyhütten, Western-Saloons, überdimensionale Bobs, hölzerne Caddys, „Auerberg-Airline“-Flugzeuge und andere futuristische Fasnachtswagen in der Innenstadt. Partymusik ist vielerorts zu hören – und allerlei knallbunt verkleidete Gesellen huschen durch die Stadt – treffen letzte Vorbereitungen für den 52. Oberdorfer Gaudiwurm.

Gaudiwurm in Marktoberdorf

Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert
Megaparty in MOD! 1.600 Teilnehmer und über 30.000 Zuschauer feiern den Gaudiwurm. Ralf Lienert

Allmählich, es ist 13 Uhr und bis zum großen Faschingsumzug ist es nur noch eine halbe Stunde, nähert sich die Stadt dem gut gelaunten Ausnahmezustand. Massen pilgern zu den sechs Sprecherstellen sowie zu anderen Punkten, von denen sie sich die beste Sicht auf versprechen. Die Partystimmung ist prächtig. Partylieder wie der ewige „Anton aus Tirol“ tragen ihren Teil dazu bei. Vor dem Umzug scheint zeitweise sogar die Sonne, das angekündigte Mistwetter bleibt während des Umzugs aus. Auch das hilft.

Über 32.000 Zuschauer sind laut Fastnachter-Präsidentin Claudia Bestler gekommen. Doch wer feiert da eigentlich? Ein erstes Indiz liefert die Optik der Zuschauer: Kind und Kegel, Frau und Mann lassen heuer auffällig oft „die Sau raus“ beziehungsweise tragen Tier: Löwen-, Leoparden-, Zebras-, Ziegen- und Bienenkostüme dominieren. Wer es minimalistischer mag – darunter viele junge Frauen – beschränkt sich auf Hirschgeweihe oder verschiedenstartigen Kopfschmuck.

Fasnachtssprecher Thomas Schmid, als elegante Dame gewandet, versucht an der Ecke Tigau-/Meichelbeckstraße eine andere Annäherung. Findet raus, dass etliche Besucher bis aus Landsberg, Schwabsoien oder Wildpoldsried regelmäßig zum Oberdorfer Gaudiwurm kommen. Aus der Marktoberdorfer Gegend sind Wald, Leuterschach und Stötten am stimmkräftigsten vertreten. Neben „He du Hee“, dem Marktoberdorfer Fasnachtsruf, erschallt denn auch ein lautes „Stedda hauruck!“

Dann, gewissermaßen mit einem Paukenschlag, beginnt der Umzug. Denn neben dem von den Oberfasnachtern begleiteten Gaudiwurm-Gefährt fahren gleich ein paar der 33 Wagen-Giganten vor. Darunter der Friesenrieder „Schuh des Manitu“ samt Marterpfahl – einer von insgesamt drei hölzernen Western-Saloons –, der Hopferauer „Eiffelturm“ oder die tollen Trolle, die die Lellabätscher ins Rennen schicken – verbunden mit dem Werbehinweis auf den 20. Untrasrieder Rockfrühling am 6. und 7. April. Viel Antriebsarbeit für ihr archaisches Steinzeitgefährt leisten die Ebersbacher Narren als Fred Feuersteins.

Mit Humor präsentieren sich auch viele Musikapellen, wie die aus Leuterschach, die als die ersten von gleich mehreren Sieben Zwergen an diesem buten Nachmittag aufmarschieren oder die musikalischen Tiere aus Stötten. Der FCT mit seinem menschlichem Löwenzahn hat einen– von insgesamt zwei – Peter-Lustig-Wohnwagen gestaltet.

Trotz einzelner Dubletten: Der Gaudiwurm ist diesmal besonders vielfältig. Viel Märchenhaftes,viele Kinderhelden, überhaupt viel unpolitischer Frohsinn und Heiterkeit prägen das Bild – garniert indes immer wieder mit mystischen, mit geheimnisvollen und schaurigen Elementen. Letztere sorgen immer wieder für Gruseln bei vielen Kindern. Wie der unheimliche Toten-Saloon, den die Fratzenschmierer aus Leuterschach fahren. Garniert mit Spinnweben, Totenköpfen, abgehackten Kunststoffhänden. „Lasst uns leben“ erschallt dazu – ausgerechnet – aus den Boxen.

Lokalpolitik: Auch Thema in MOD 

Neben heiterem und gruseligem Schabernack greifen die 1.600 Akteure lokale Themen in einigen der 66 Zugnummern auf. Der Freude über den wiederbelebten Königswirt in Bertoldshofen wird ebenso Ausdruck verliehen wie der über den baldigen dritten Bahnhalt in Marktoberdorf-Nord. „Steig ein und fahr mit. Der Moosrock-Blitz. Das ist der Hit.“ Die leere Stadtkasse soll wiederum mithilfe des prall gefüllten Geldspeichers von Dagobert Duck gefüllt werden, empfiehlt die Hattenhofener Dorfgemeinschaft augenzwinkernd.

Ihre Trauer über die Schließung – und die Hoffnung auf Wiederbelebung – der Kultgaststätte Zanker tragen die Leuterschacher Agenten mit ihrem „Zanker reloaded“ Rechnung. Noch mehr als die nachgebaute Gaststätte sorgen freilich die wandernden Weißlacker für ein großes Hallo bei den Gaudiwurm-Zuschauern: Kinder als lebender saurer Käse! Die Stöttener Gruppe „Allat d’rbei“ hadert derweil immer noch mit der Krankenhausschließung beziehungsweise den dafür Verantwortlichen.

Gigantisch ist auch die Ritterburg der Marktoberdorfer Feuerwehr, der aus Ton gefertigte Riesen-Gargamel ebenso wie das Riesen-Glücksschwein, mit dem Carpe Noctem aus Marktoberdorf einem frischgebackenen Hochzeitspaar aus seinen Reihen die Ehre erweist. Oder auch der Lucky-Luke-Saloon des früheren Oberthingauer Streitwagenteams – samt aufgeknüpftem Dalton-Ganoven. Wie groß die Gigantomie bei den Wagen ist, zeigt die Tatsache, dass oft zeitgleich mehrere nachgebaute Schlösser im Bild sind.

Immer wieder verrichten die Akteure selbst Schweißtreibendes, sausen auf Rampen mit Bobby Cars runter (statt auf einer Formel-Eins-Rennstrecke beziehungsweise der bald vierspurig ausgebauten B 12), radeln wie der TSV Bertoldshofen im Grusel-Karussell, pardon -Kabinett. Täuschend echt hier die hingeschminkten tödlichen Halsverletzungen der hübschen Grusel-Puppen. Toll auch das schwarz-weiße Spiegelkabinett der Marktoberdorfer Gaukler oder die Samurais und Geishas aus Friesenried. Den Vogel schießt am Ende aber die Steadar und Hofar Hütte ab mit ihrer ganz persönlichen Firmenübernahme: „Aus Air Berlin wird Auberg-Line.“

Ein großer Publikumsliebling ist freilich auch der Elvis-Cadillac, den die Hüttenfreunde Lengenwang ganz aus Holz gefertigt haben. „Das hat mich – neben den Musikern am Anfang, die auswendig gespielt haben – am meisten beeindruckt“, betont Nicky Rau aus Marktoberdorf nach dem Umzug. Brigitte Lepnik aus Stötten und Stefanie Auhorn geben ihm recht.

„Der Caddy war am besten.“ Insgesamt war es aber wieder ein sehr schöner Umzug, sagen die beiden Frauen noch. Das wiederum sagen fast alle. Fast alle feiern danach in Lokalen beziehungsweise auf Partys weiter. Ganz euphorisch sind auch die Verantalter: „Es war ein bunter, ein toller, ein ganz beeindruckender Umzug“, schwärmt Oberffasnachterin Bestler. „Und passiert ist zum Glück auch nichts.“

Weitere Artikel