100 Millionen TV-Zuschauer
06.11.2019 Sehen & Hören

Größte Auftritt ihres Lebens: Unterallgäuer Musikanten spielen in Shanghai

Bierzelte, Festhallen und Umzüge - wohl jeder Musiker aus der Region würde das gewissermaßen als "natürliche Habitate" bezeichnen. Außergewöhnlich dagegen, wo eine Musikkapelle aus dem Unterallgäu jetzt aufgetreten ist: Die Egger Musikanten spielten in Shanghai groß auf. Wie das kam und was die Allgäuer am meisten beeindruckt hat, erfährst Du hier.

Für den wohl größten Auftritt ihres Lebens reisten die Egger Musikanten und einige Aushilfen aus Musikkapellen der Umgebung in die 24-Millionen-Metropole Shanghai. Grund dafür war die Einladung von Rose Zhao, die das 30. Tourismus-Festival der größten chinesischen Stadt organisiert.

Direkt nach der Landung in Shanghai folgte für die 24 Musiker aus dem Unterallgäu die Generalprobe für die große Eröffnungsparade. Die Probe dauerte bis kurz vor Mitternacht und verlangte den Musikern nach dem langen Flug einiges ab.

350.000 Zuschauer an der Straße, 100 Millionen vor dem Fernseher!

Am Tag darauf besuchten etwa 350.000 Zuschauer die Parade, das größte Event des Festivals. Neben 60 weiteren Musik- und Tanzgruppen passierten auch zahlreiche bunt-glitzernde Festwagen die zweieinhalb Kilometer lange Strecke mit vier Tribünen. Das Spektakel mit seiner Vielfalt an Kulturen verfolgten auch rund 100 Millionen Menschen vor dem Fernseher. In den Pausen knüpften die Egger Musiker Kontakte mit Teilnehmern anderer Gruppen, darunter Taiwanesen, Neuseeländer und Hawaiianer.

Völlig überwältigt von den vielen Eindrücken, den gigantischen Dimensionen – und dank der nächtlichen Temperaturen von 30 Grad völlig nassgeschwitzt – beendeten die deutschen Musiker diesen Tag. In der folgenden Woche spielte die Gruppe aus Egg Konzerte im Ocean Park und im Konzertsaal eines Community-Centers. Der Pearl Tower, wo das letzte Konzert stattfand, war für die Egger Musikanten ebenso außergewöhnlich wie die blonden deutschen Musikerinnen für das chinesische Publikum – daher waren sie ein beliebtes Foto-Motiv für die asiatischen Zuhörer.

Chinesische Mauer erklommen

Auch die Sehenswürdigkeiten Shanghais lernten die Musiker kennen. Bei einem Besuch in der „Barstraße“ genehmigte sich die Gruppe eine kleine Pause im deutschen Lokal „Paulaner“. Nach sechs Tagen reisten die Musiker mit dem Nachtzug weiter nach Peking. In der chinesischen Hauptstadt mit rund 22 Millionen Einwohnern stand vor allem Kultur auf dem Programm.

An ihre Grenzen kamen die deutschen Besucher beim Erklimmen der Chinesischen Mauer: Sie war mit über 1000 unterschiedlich hohen Stufen deutlich schwerer zu bewältigen als erwartet. Mit Erinnerungen an eine einzigartige Reise kehrten die Egger Musikanten und ihre Aushilfen nach zehn Tagen in die bayerische Heimat zurück.

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