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29.11.2019 Hier & Heute

Gerichtlicher Streit: Aus für das Hahnenkamm-Skigebiet?

Auch bei Wintersportlern aus dem Allgäu ist das Skigebiet Reutte-Höfen beliebt. Die Bergbahn führt bis auf 1.900 Meter hinauf. Doch jetzt gibt es Zoff - der sogar zur Zwangspause des Hahnenkamm-Lifts in diesem Winter führen könnte! Was dahinter steckt...

Der Hahnenkamm-Lift steht diesen Winter möglicherweise still. Grund dafür ist ein Streit zwischen der Tiroler Gemeinde Höfen und Lifteigentümer Peter Gerber, der mittlerweile bis vor Gericht ging. Es geht dabei um die Verträge für das Überfahrtsrecht, die Regeln, dass die Bergbahn die Hänge als Pisten nutzen darf, und die Wasserrechte für die Beschneiungsanlage.

Erstere sind laut Berichten von Tiroler Medien aus Sicht der Gemeinde erloschen, weil die Bergbahn die jährliche Abgeltung für das Überfahrtsrecht in Höhe von 12.000 Euro nicht rechtzeitig bezahlt hat. Das Geld kam nach einer Stellungnahme der Bergbahn auf deren Homepage deshalb nicht rechtzeitig, weil wegen hoher Investitionen neu mit der Gemeinde Höfen verhandelt werden sollte. Ein Gespräch sei aber nicht zustande gekommen. Also habe man schließlich gezahlt, wenn auch verspätet.

Einen neuen, von der Gemeinde aufgesetzten Vertrag für das Überfahrtsrecht will Bergbahnchef Gerber nicht unterzeichnen, da er Forderungen enthalte, die aus sicherheitsrelevanten und betriebswirtschaftlichen Gründen nicht erfüllbar seien. Das Überfahrtsrecht ist aber nötig, um die Genehmigung für das Wasser zum Betrieb der Beschneiungsanlage zu erhalten. Ohne neuen Vertrag, verweigerte die Gemeinde diese nun. Eine Beschneiung ist laut Bergbahn aber Voraussetzung für den Skibetrieb am Hahnenkamm.

Mittlerweile hat sich der Planungsverband Reutte und Umgebung in die Sache eingeschaltet, da die Bergbahn für das gesamte Gebiet bedeutend ist. Ob der Lift am Hahnenkamm diese Saison läuft, ist bislang offen.

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