Illertissen kommt
30.10.2019 Sport & Action

Fußball-Regionalliga an Halloween: Richtungsweisendes Derby für den FC Memmingen

Nein, bislang ist es wirklich nicht die Regionalliga-Saison des FC Memmingen! Nach 16 Spieltagen steht der klassenhöchste Allgäuer Fußballclub nur auf dem 13. Tabellenplatz - dahinter beginnt die Abstiegszone. An diesem Donnerstag aber bietet sich dem FCM die Chance, viel Negatives der letzten Wochen ins Positive zu drehen: Denn um 19.30 Uhr steigt in der Memminger Arena das Derby gegen den FV Illertissen. Ein Sieg würde nicht nur die Stimmung im Umfeld steigern, sondern wäre auch extrem wichtig fürs Punktekonto. Unsere Vorschau...

Für den Fußball-Regionalligisten FC Memmingen könnte das Derby gegen den FV Illertissen am Donnerstag zu einer richtungsweisenden Partie werden. In der Tabelle belegt der FCM mit 16 Punkten den 13. Rang - nur einen Zähler vor den Relegationsplätzen. Der FVI steht als Zehnter zwar nur unwesentlich besser da, ist den Memmingern aber schon acht Punkte enteilt. Um die prekäre Lage weiß auch der Sportliche Leiter der Maustädter, Bernd Kunze. Im Heimspiel gegen den Lokalrivalen (Beginn 19.30 Uhr) seien Punkte „fast Pflicht.“

Die Partie ist für den FCM der Start in die Rückrunde. Kunzes Fazit zur ersten Halbserie fällt ernüchternd aus: „Da kann man nichts schönreden: 16 Punkte aus 16 Spielen sind einfach sehr wenig – zu wenig. Mit so einem Schnitt kommt man immer in Gefahr.“ Die „nackten Zahlen“ seien „nicht wirklich positiv“. In den letzten sechs Partien vor der Winterpause gelte es, sich einen Puffer auf die Abstiegszone zu erarbeiten. Kunze stellt klar: „Dabei dürfen wir nicht auf die anderen Mannschaften hoffen. Den müssen wir uns selbst erkämpfen, sonst wird’s eng.“ Er gibt aber zu bedenken: „Die nächsten Gegner sind zum Teil richtige Bretter.“

Da kann man nichts schönreden: 16 Punkte aus 16 Spielen sind einfach sehr wenig – zu wenig.
FCM-Sportchef Bernd Kunze

Einen kleinen Vorteil sieht Kunze zwar noch gegenüber der Konkurrenz in den hinteren Tabellenregionen: Weil das Spiel beim VfR Garching verlegt wurde, haben die Allgäuer noch eine Partie weniger absolviert als die meisten anderen Teams. „Das haben wir noch in der Hinterhand, klar. Aber wir können ja nicht davon ausgehen, dass wir dort auch punkten, das wird sehr hart.“

Das Verletzungspech lässt er als Ausrede nicht gelten

Bei der jüngsten 0:3-Schlappe beim FC Augsburg II sei der FCM „fast chancenlos“ gewesen, betont er: „Der FCA hat uns technisch und taktisch dominiert. Nach diesem Spiel haben wir Tacheles geredet. Ich bin da offen und ehrlich: Von jedem einzelnen muss mehr kommen. So reicht das nicht.“ Ausreden wie Verletzungspech und schwierigen Spielplan will er nicht mehr gelten lassen: „Das trifft viele andere auch. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die nötige Qualität haben. Jetzt zeigt sich, wer sich mal an die eigene Nase fasst und Leistung abruft. Nur so können wir Erfolg haben.“

Illertissens Formkurve zeigte zuletzt stark nach oben: In den letzten acht Begegnungen gab es für den FVI fünf Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. „Sie haben in letzter Zeit einige Punkte geholt - jetzt wird’s auch bei uns mal wieder Zeit“, erklärt Kunze.

Im Hinspiel unterlagen die Memminger auswärts mit 0:2. „Aber das war eine Partie, die man eigentlich nicht verlieren muss. Wir waren die bessere Mannschaft“, erinnert sich Kunze. Zählbares sei demnach im Rückspiel machbar, zumal der FCM im Pokalspiel mit 2:0 die Oberhand behielt. „Wir müssen mehr Torgefahr ausstrahlen, dann klappt das auch“, glaubt Kunze.

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