Sichtung am Waldrand
18.02.2020 Hier & Heute

Frau will Wolf in Kaufbeuren gesichtet haben

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Bereits vergangenen Donnerstag will eine Frau im Kaufbeurer Ortsteil Kemnat am Waldrand einen Wolf gesehen haben. Das hat Oberbürgermeister Stefan Bosse am Montagabend im Umweltausschuss des Stadtrats berichtet. Das Umweltamt hat die Angaben der Frau überprüft und hält sie für plausibel.

Die Bürgerin hat ihre Beobachtung der Stadtverwaltung am Freitagmittag gemeldet, wie der Leiter des Umweltamtes, Andreas Schmal, in der Sitzung sagte. Daraufhin habe eine Biologin geprüft, ob es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt haben kann. 

Am Ende hielt sie die Angaben für plausibel. Das Tier sei aus dem Wald herausgekommen und habe am Waldrand entlang geschnüffelt. Konkrete Spuren, wie etwa Kot, wurden aber nicht gefunden. Schmal erläuterte, dass ein Wolf täglich eine Marathondistanz zurücklege. Er sei also vermutlich inzwischen über alle Berge.

Laut Schmal gibt es derzeit in Deutschland über 100 Wolfsrudel. Im Ostallgäu seien vergangenes Jahr zwei Wölfe gemeldet worden - vor zwei Jahren auch in Marktoberdorf. Es liege also durchaus im Bereich des Möglichen, dass auch auf Kaufbeurer Flur ab und an ein solches Tier umher streife. 

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