allgaeu.life-Interview
05.12.2018 Sehen & Hören

"Der beschde Witz der Welt": Comedian Olli kommt nach Dietmannsried

"Ein Sonntagskracher der Extraklasse", sagt Olli und beginnt schon Tränen zu lachen, bevor er überhaupt zum Witz kommt. Malermeister Oliver Gimber aus Pforzheim ist mit seinen Scherzen zum Internetstar geworden. Über 40 Millionen Klicks gab es bisher für seine YouTube-Videos ("Witz vom Olli"). Sein Markenzeichen: der südfränkische Dialekt. Am heutigen Donnerstag, 6. Dezember, kommt der 55-Jährige nach Dietmannsried. Mit uns hat er davor über seinen unerwarteten Erfolg, sein planloses Programm und die besondere Beziehung zum Allgäuer Unternehmen Abt gesprochen - und natürlich hat er uns auch einen Witz erzählt.
Treffen sich zwei Rosinen auf der Straße. Sagt die eine zur anderen: "Warum hast du denn einen Helm auf?"
Sagt die andere: "Ich muss heute noch in den Stollen."
Ein Klassiker von Olli zur Weihnachtszeit

Angefangen hat alles mit einer WhatsApp-Gruppe, in der Sie Kumpels Videos geschickt haben. Inzwischen zählt die über 100 Mitglieder, Ihre Clips laden Sie auf Ihrem eigenen Channel "Witz vom Olli" hoch und  geben im Jahr um die 80 Auftritte.

Gimber: Das war alles überhaupt nicht geplant. Ich habe es aus Freude am Witze erzählen gemacht und weil es bei meinen Kumpels so gut ankam. Plötzlich meinte ein Freund, dass ich Fans in Stuttgart habe und doch mal eine Botschaft schicken soll. Im September 2015 habe ich dann den YouTube-Kanal gegründet - und es kam zur Explosion. Aber selbst da war mir noch nicht klar, wo sich das hin entwickelt.

Seither haben Sie in Ihren Clips über 400 Witze erzählt. Wie fallen Ihnen überhaupt noch welche ein?

Gimber: Ich habe noch nie einen Witz selbst erfunden: Meine Fans beglücken mich jeden Tag aufs Neue mit super Vorschlägen. Manche schicken bis zu 40 Stück im Monat.

Wie wählen Sie aus?

Gimber: Alles was mit Politik oder Rassismus zu tun hat, fällt raus. Genauso Witze, die ich schonmal erzählt habe. Manche schicken auch bis zu zwei DIN A4-Seiten, das ist leider viel zu lang für uns. Wir wollen weiterhin ein kurzes Format bleiben.

Eines der beliebtesten Videos von Olli (über 750.000 Aufrufe):

Sie bezeichnen sich selbst als "Minijob-Comedian".

Gimber: Es ist ein riesiger Luxus, dass ich nicht hauptberuflich Comedian und damit finanziell davon abhängig bin - sondern als selbstständiger Lackier-und Malermeister zwei Handwerksbetriebe und eine Unternehmensberatung habe.

Und dann haben Sie noch Zeit für Ihre Auftritte und mindestens zweimal die Woche ein Video hochzuladen?

Gimber: Das ist schon ein Spagat. Aber es funktioniert, weil das Team im Hintergrund gut funktioniert - auch ohne mich. Und ich bin jung und brauche das Geld (Vorsicht! Das ist ausnahmsweise ein Scherz.)

Mit dem Allgäuer Unternehmen Abt verbindet Sie eine besondere Beziehung, Sie haben das Logo sogar auf Ihre Kopfstütze einsticken lassen. Wie kam´s dazu?

Gimber: Ich war schon immer sehr Auto-und Rennsport-affin. Vor 16 Jahren habe ich mir mein erstes Auto von Abt gekauft. Damals war ich noch ein Niemand im Hause Abt und bin trotzdem toll behandelt worden. Ich finde die Marke und den familiären Umgang einfach super. Später lernte ich Geschäftsführer Hans-Jürgen Abt kennen. Inzwischen sehen wir uns regelmäßig, ich werde auch oft zu den Rennen eingeladen. Vor dem Auftritt in Dietmannsried schaue ich auf jeden Fall bei den Abts vorbei.

Und noch ein "Potpourri der guten Laune von Olli" zum Nikolaustag:

Wie gefällt es Ihnen sonst im Allgäu?

Gimber: Früher hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich mich in den Bergen mal wohler fühle als am Strand. Jetzt denke ich mir: So ein Ferienhaus im Allgäu, nah an den Bergen, ein See und vielleicht noch ein Golfplatz in der Nähe - da wäre alles geschwätzt. Hier ist es einfach entspannter, entschleunigter und bodenständiger als in der Großstadt.

Was haben Sie sich für Ihren Auftritt in Dietmannsried überlegt?

Gimber: Ehrlich gesagt: gar nichts. So wie immer, nach meinem Motto "Planlos durch die Nacht" habe ich kein Programm. Das hat meinem Manager zwar die ein oder andere schlaflose Nacht gebracht, aber es kommt ganz manierlich an. Mir ist der spontane Kontakt mit den Besuchern sehr wichtig, ein paar Klassiker von mir sind aber auf jeden Fall dabei.

Los geht´s am heutigen Donnerstag, 6. Dezember, um 20 Uhr in der Festhalle Dietmannsried, Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.
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