Coronavirus-News
09.04.2020 Hier & Heute

Coronavirus: Juristische Zweifel am Ausflugsverbot im Ostallgäu - Reihentests in Kemptener Seniorenheim - jetzt 1.117 Infizierte

AZ
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Kempten Coronavirus Allgäu
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Aktion: Wir malen einen Regenbogen
Corona-Virus: Test in einem Infektmobil in Füssen Allgäu
Die Corona-Pandemie hat auch das Allgäu weiter fest im Griff. 31 Menschen mit Corona-Infektion starben bislang in der Region. Das öffentliche Leben bleibt stark eingeschränkt. In diesem Newsblog berichtet die Redaktion der Allgäuer Zeitung aktuell über Corona und Covid-19 im Allgäu.
  • Im Allgäu sind aktuell nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und der Behörden vor Ort offiziell 1.117 Menschen (Vortag: 1.077) am Coronavirus erkrankt: Im Landkreis Oberallgäu gibt es 147 Infektionsfälle, in der Stadt Kempten 66. Im Landkreis Ostallgäu 368 Fälle, in der Stadt Kaufbeuren 69. Im Landkreis Unterallgäu 220, in der Stadt Memmingen 40 sowie im Landkreis Lindau 207. (Quelle: LGL & Mitteilung der Landratsämter und Gemeinden, Stand 9. April, 15 Uhr. Warum die Zahlen bisweilen abweichen, lesen Sie hier.)
  • 31 Personen sind bislang im Allgäu infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.
  • In Deutschland bestätigte das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen 108.202 Fälle (Mittwoch: 103.228), 2.107 Todesfälle (Vortag: 1.861) und 49.926 Genesene (Vortag: 46.263). Hochrechnungen der Johns Hopkins University gehen am Donnerstagabend von 115.500 Corona-Fällen in Deutschland aus. Über 2.450 Deutsche seien laut US-Universität bislang an der Infektion gestorben.
  • Weltweit gibt es laut Johns Hopkins University jetzt fast 1.58 Millionen Infizierte.
    Knapp 94.600 von ihnen starben, rund 347.000 gelten inzwischen wieder als gesund (Stand: Donnerstagabend).

<< Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Entwicklung in der Region und in der Welt. >>

Donnerstag, 09. April, 22.30 Uhr: Das ist am Donnerstag passiert

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Karfreitag für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

Donnerstag, 09. April, 21.30 Uhr: Lebenshilfe Kempten bekommt Corona-Schutz-Schilder aus 3-D-Drucker und Lasercutter

Im Allgäu sind derzeit 34 Besitzer von privaten 3-D-Druckern und Lasercuttern nahezu rund um die Uhr am Drucken von sogenannten „FaceShields“. Am heimischen 3-D-Drucker entstehen ein verstellbarer Kopfriemen und der Gummi-Abschluss für den Gesichtsschutz. Von der Firma Südpack kam eine große Rolle der durchsichtigen PET Folie, die dann mit dem Laser auf Maß zugeschnitten wird. „Wir haben derzeit zwei Sammelstellen in Kempten und Memmingen eingerichtet, wo die Maker ihre fertigen Schilder abliefern und ihren Materialnachschub abholen können“, erklärt Stefan Keppeler von der Aktionsgruppe makervsvirus.org.

Anfragen kommen im Allgäu von den humanitären Organisationen, Einrichtungen für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung wie die Lebenshilfe, aber auch Zahnärzte, Ärzte, Physiotherapie Praxen. Auch die ersten Gastwirte melden schon Bedarf für die Zeit an, wenn Sie wieder öffnen dürfen. Bis Donnerstagabend wurden 500 Gesichtsschilde gefertigt.

Donnerstag, 09. April, 20.50 Uhr: Allgäuer Filmemacher Thomas Pfaus versorgt Senioren- und Pflegeheime zu Ostern mit Videos aus Memminger Kirchengemeinden

Viele ältere Menschen in der Region müssen die Osterfeiertage in den Senioren- oder Pflegeheimen ohne die Besuche ihre Liebsten verbringen. Wegen Corona gibt es strikte Betretungsverbote. Vor diesem Hintergrund startete die Kirchengemeinde "Unser Frauen" in Memmingen zusammen mit Filmemacher Thomas Pfaus (Fischertag - Der Film) die Initiative "Kirche dahoiMM". Dabei werden die Memminger Senioren- und Pflegeheime zu Ostern mit Videos aus Memminger Kirchengemeinden - evangelisch wie katholisch - versorgt.

Neben einem Grußwort des Memminger Oberbürgermeisters Manfred Schilder werden Beiträge aus der Martinskirche (Dekan Christoph Schieder), St. Josef (Dekan Ludwig Waldmüller) und Dickenreishausen (Pfarrer Markus Müller), sowie der Ostergottesdienst aus der Frauenkirche Memmingen (Pfarrer Christian Kunzmann) vorgeführt.

Wie die Pfarreien und Gemeinden im Oberallgäu ihre Gläubigen einbinden und welche Angebote es dort gibt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 09. April, 20.25 Uhr: Innenminister Hermann hat juristische Zweifel am Verbot touristischer Aktivitäten im Ostallgäu

Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann äußert juristische Zweifel am Verbot aller touristischen Aktivitäten, das das Landratsamt Ostallgäu an Ostern für den südlichen Landkreis erlassen hat. "Ich habe leider der Polizei heute sagen müssen, dass wir diese Anordnung vom Ostallgäu nicht zur Grundlage polizeilichen Handelns machen können“, sagte Herrmann dem BR am Donnerstag. Wie berichtet, hatte das Landratsamt Wandern und andere Ausflugs-Aktivitäten am langen Osterwochenende für Auswärtige verboten.

Herrmann zweifelt nun aber an der juristischen Rechtmäßigkeit der Verordnung. Dies habe er dem Landratsamt mitgeteilt, das nach seinen Worten nun selbst schauen müsse, wie es damit umgehe. Heißt: Wer sich nicht an diese Allgemeinverfügung hält, könnte bei einer Polizeikontrolle unter Umständen ohne Bußgeld davonkommen.

Die Polizei werde im südlichen Ostallgäu dennoch wie überall anders kontrollieren, ob die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden. Herrmann empfiehlt daher dringend, die Regeln einzuhalten. Besonders an Wanderparkplätzen und Treffpunkten für beliebte Ausflugsziele liegt ein Schwerpunkt der Kontrollen, hatte die Polizei schon unter der Woche mitgeteilt. Auch die Bergwacht appelliert an alle, auf Wanderungen in den Alpen zu verzichten – Rettungskapazitäten würden derzeit dringend anderweitig gebraucht.

Donnerstag, 09. April, 19.30 Uhr: An Ostern Allgäuer Künstler und Bands kostenlos im Live-Stream erleben

Schöne Idee: Um Allgäuer Künstler in Corona-Not zu unterstützen und um für etwas Abwechslung zuhause über Ostern zu sorgen, veranstaltet der Energieversorger AÜW kostenlose Livestream-Konzerte. Von Samstag bis Ostermontag gibt es jeweils ab 19.30 Uhr Sängerin Leonie Leuchtenmüller (Sa.), Murat Parlak und Claus Barensteiner von den Soul Babies (So.) und "Die Wendejacken" (Mo.) im Stream zu sehen. 

Gleichzeitig können die Zuschauer im Internet für die Künstler aus dem Allgäu spenden, die wegen Corona etliche Auftritte absagen mussten. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

Donnerstag, 09. April, 17.40 Uhr: Reihentests in Kemptener Senioren-Heim

In der Seniorenbetreuung Altstadt Kempten (SBA) sind - aktuell - drei Bewohner positiv auf COVID-19 getestet worden. Davon ist wie berichtet ein Bewohner mit Vorerkrankungen nach Einlieferung ins Klinikum Kempten verstorben. Zudem ist eine Mitarbeiterin ebenfalls positiv getestet worden.

Nachdem alle Bewohnerinnen und Bewohner isoliert waren, wurden bei ihnen Reihentestungen durchgeführt. Am Donnerstag waren nun die Mitarbeiter der Einrichtung dran. Die Tests wurden zum Teil im Außenbereich der Seniorenbetreuung durchgeführt. Nun muss auf die Ergebnisse gewartet werden. Das THW unterstützte den Einsatz des Gesundheitsamts.

Donnerstag, 09. April, 16.30 Uhr: Merkel sieht Hoffnungsschimmer - Spahn nennt Osterwochenende "Weggabelung"

Kurz vor den Ostertagen sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel Fortschritte im Kampf gegen die Corona-Krise in Deutschland. Es gebe einen "Hoffnungsschimmer", sagte Merkel am Donnerstag nach Angaben von Teilnehmern in einer Videokonferenz der Bundestagsfraktion von CDU und CSU. Es sei bisher ganz gut gelungen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, wurde die Kanzlerin zitiert. Es dauere mittlerweile zum Beispiel länger, bis sich die Zahl der Infizierten verdopple.

Gesundheitsminister Jens Spahn nannte das anstehende Osterfest eine "Weggabelung", die über die Lockerung der strengen Regeln für Bürger und Wirtschaft entscheide.

"Bleiben wir auch übers Wochenende konsequent, wird die schrittweise Rückkehr zur Normalität wahrscheinlicher. Werden wir jetzt nachlässig, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verlängerung der Auflagen nötig wird", sagte Spahn. Die Einschnitte in den Alltag zeigten Wirkung. So gebe es bei fast 110.000 Infizierten mehr als 50.000 Gesundete. Die Zahl neu gemeldeter Infektionen flache ab.

Es gelte nun aber, diese ersten Erfolge nicht zu gefährden. Es müsse noch über Wochen und Monate etwa auf Festivals, Clubbesuche oder Volksfeste verzichtet werden. 

Merkel machte in der Fraktionssitzung den Angaben zufolge auch klar, dass die Bürger in Deutschland sich darauf einstellen müssten, mit der Corona-Pandemie zu leben.

Donnerstag, 09. April, 16.05 Uhr: Nicht genügend Schutzkleidung vorhanden - Blutspendetermin in Oberstaufen abgebrochen

Der Blutspendetermin des Roten Kreuzes am Donnerstag, 8. April, in Oberstaufen musste kurzfristig abgebrochen werden. Der Grund: Es war zu wenig Schutzkleidung vorhanden. „In Folge eines logistischen Fehlers und des daraus resultierenden Engpasses an Schutzkleidung konnte der Termin unter Einhaltung der gebotenen Sicherheitsvorkehrungen nicht zu Ende geführt werden“, sagt Alexander Schwägerl, Kreisgeschäftsführer der BRK Oberallgäu. Weil das Blutspende-Team kein erhöhtes Risiko eingehen wollte, habe es zu dieser drastischen Maßnahme gegriffen. Bei den erschienenen Spendern „möchten wir uns in aller Form für die entstandenen Umstände entschuldigen“, erklärt Schwägerl. (ab)

Donnerstag, 09. April, 15.30 Uhr: Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt im Live-Stream

Donnerstag, 09. April, 15.15 Uhr: Jetzt 31 Todesfälle und 1.117 Infektionen im Allgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Donnerstagnachmittag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region liegt die Zahl der an Covid-19-Erkrankten bei 1.117 Personen. Besonders viele Infektionen sind im Landkreis Ostallgäu aufgetreten. In der Stadt Memmingen dagegen gibt es inzwischen schon den fünften Tag in Folge keine erkannten Neuinfektionen.

31 Menschen im Allgäu starben infolge einer Corona-Infektion. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 69 Corona-Fälle, zwei Todesfälle.
Kempten: 66 Fälle, fünf Tote.
Memmingen: 40 Fälle, keine Toten.
Landkreis Lindau: 207 Fälle, vier Tote.
Oberallgäu: 147 Fälle, drei Tote.
Ostallgäu: 368 Fälle, 13 Tote.
Unterallgäu: 220 Fälle, vier Tote.

Donnerstag, 09. April, 13.45 Uhr: 42-Jähriger hat nach Corona-Party erneut Besuch in seiner Wohnung

Als die Polizei eine Wohnung in Kaufbeuren überprüfte, wollten die Beamten eigentlich nur herausfinden, ob der Bewohner gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen hat. Doch dann kam ihnen beim Öffnen der Tür eine Marihuana-Wolke entgegen. Die Polizisten durchsuchten daraufhin die Wohnung und entdeckten neben einer geringen Menge Cannabis mehrere Einhandmesser und ein verbotenes Springmesser. Wie sich herausstellte hatte der Wohnungsinhaber vergangene Woche eine Corona-Party gefeiert, die die Polizei auflösen musste. Jetzt hatte der 42-Jährige erneut unbefugten Besuch. Als sein Gast die Polizisten sah, suchte er das Weite. Da der Wohnungsbesitzer erneut gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hat, brummte ihm die Polizei ein noch höheres Bußgeld auf. Zudem wurde er wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz angezeigt.

Donnerstag, 09. April, 12.35 Uhr: Allgäuerin dreht Yoga-Video zum Mitmachen

Serena Ostheimer aus Kempten hat sich überlegt, wie sie anderen trotz der Ausgangsbeschränkungen vermitteln kann, wie man seinen Geist zur Ruhe kommen lassen kann. Und so kam der 27-Jährigen die Idee, ein Yoga-Video zu drehen. Das ließ sie zunächst nur ihrer Familie und Freunden zukommen. Mittlerweile ist der Kreis der Teilnehmer größer geworden. Wer auch in den eigenen vier Wänden mitmachen will, findet das Video hier.

Donnerstag, 09. April, 12.12 Uhr: Auch im Unterallgäu öffnen mehrere Wertstoffhöhe

In der Woche nach Ostern, von Dienstag, 14., bis Samstag, 18. April, öffnen weitere Wertstoffhöfe im Unterallgäu. Die Abfallwirtschaft des Landkreises bittet weiterhin, die Einrichtungen nur in dringenden Fällen aufzusuchen. Zu den regulären Zeiten mit den üblichen Abgabemöglichkeiten öffnen die Wertstoffhöfe in Babenhausen, Dirlewang, Heimertingen, Oberschönegg, Pfaffenhausen, Woringen und die Kompostanlage Hawangen. Ebenfalls öffnen die Wertstoffhöfe in Kirchheim, Markt Rettenbach, Memmingerberg und Sontheim - dort werden aber keine Gartenabfälle angenommen. Besondere Zeiten und Annahmebedingungen haben weiterhin die Wertstoffhöfe in Bad Wörishofen, Bad Grönenbach/Wolfertschwenden, Mindelheim, Türkheim und Ottobeuren. An allen Wertstoffhöfen wird mit Blockabfertigung gearbeitet.

Geschlossen bleiben vorerst: Buxheim (Wertstoffhof und Kompostanlage), Boos, Erkheim, Ettringen, Legau, Markt Wald, Stetten und Tussenhausen sowie die Bauschuttdeponie Breitenbrunn. An den Sammelstellen werden in erster Linie private Anlieferungen angenommen. Es dürfen nur wenige Menschen gleichzeitig in die Anlage. Gewerbliche Anlieferer sollen die Umladestation Breitenbrunn nutzen, um die Wertstoffhöfe zu entlasten. Für private Anlieferer ist die Umladestation noch geschlossen. Alle Öffnungszeiten der Unterallgäuer Wertstoffhöfe gibt es hier.

Donnerstag, 09. April, 12.10 Uhr: Mehrere Wertstoffhöhe im südlichen Oberallgäu öffnen ab Dienstag wieder

Ab kommender Woche soll sich die Situation in den Wertstoffhöfen entspannen. So öffnet der Werstoffhof in Sonthofen ab Dienstag, 14. April, zu den gewohnten Zeiten seine Tore: Montags bis freitags von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Außerdem öffnet der Wertstoffhof Fischen ab Mittwoch, 15. April: Montags, mittwochs und freitags von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr. Für die Entsorgung der Gelben Säcke steht das Kompostwerk OA-Süd (Am Roßbach 1 in Burgberg) zur Verfügung: Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Das teilte der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) mit.

Donnerstag, 09. April, 11.10 Uhr: Rotes Kreuz richtet Hotline für Einkaufshilfe in Kempten und im Oberallgäu ein

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) bietet ab sofort in der Stadt Kempten und im Landkreis Oberallgäu einen Einkaufsservice für Risikogruppen und Menschen in häuslicher Quarantäne an. Helfer beorgen anhand einer vorgegebenen Einkaufsliste die wichtigsten Dinge und bringen sie zu den Menschen nach Hause. Die Waren müssen bezahlt werden, die Lieferung ist kostenlos. Interessierte melden sich unter der Telefon-Hotline 0831/52292-799. Die Wärmestube des BRK in Kempten ist zurzeit nur für nachweislich bedürftige Menschen und nur von 12 bis 13 Uhr zur Essensausgabe geöffnet. Darüber hinaus bittet das BRK die Bevölkerung, die Notrufnummer 112 nur in Notfällen wie Feuer, Autounfall oder akuten gesundheitlichen Problemen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu wählen. Wer dennoch die 112 wählt, blockiere die Leitungen "für die Anrufer, die dringend schnelle Hilfe benötigen“, appelliert Ines Brutscher. Wenn die Arztpraxis geschlossen hat und gesundheitliche Beschwerden wie Fieber oder Schnupfen auftreten, die nicht bis zum nächsten Werktag warten können, sollen Betroffene die Rufnummer 116 117 wählen. Für Fragen zum Coronavirus steht die Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter 09131/6808-5101 zur Verfügung. 

Donnerstag, 09. April, 10.50 Uhr: Stadt Memmingen sagt weitere Großveranstaltungen ab

Die Stadt Memmingen sagt wegen der Corona-Pandemie Großveranstaltungen bis zum Sommer 2020 ab. Das heißt: Das Kulturfestival Memminger Meile, das im Juni/Juli geplant war, und das Memminger Kinderfest mit tausenden Zuschauern auf dem Marktplatz und während des Kinderfestumzugs am Straßenrand werden heuer nicht stattfinden. Zudem wird das Memminger Stadtfest abgesagt. „Die Entscheidung ist uns sehr, sehr schwer gefallen, doch die Absagen sind unausweichlich“, sagt Oberbürgermeister Manfred Schilder. Oberste Priorität habe es derzeit, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Die Memminger Meile zieht jährlich rund 10.000 Zuschauer an. Ab 25. Juni waren drei volle Veranstaltungswochen geplant, nun entfallen Ausstellungen, Workshops und ein vielfältiges Bühnenprogramm. „Ob und in welcher Form wenigstens Teile des Angebots auf den Herbst verlegt oder über das Jahr verteilt werden können, ist noch offen und hängt von der Entwicklung in den nächsten Monaten ab“, sagt Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer.

Donnerstag, 09. April, 10.20 Uhr: Hilfe für Schwangere im Unterallgäu auch in Corona-Zeiten

Die Schwangerenberatungsstelle am Landratsamt Unterallgäu steht werdenden Eltern weiterhin zur Seite. Rita Heidorn von der Beratungsstelle weist darauf hin, dass Schwangere sich jederzeit mit ihren Fragen melden können: montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr unter Telefon 08261/995-410, -411, -412 oder -650 sowie per E-Mail an: schwangerenberatung@lra.unterallgaeu.de. Weitere Informationen auf der Internetseite der Beratungsstelle.

Donnerstag, 09. April, 9.20 Uhr: Blutspenden trotz Corona: Fiebermessen und Mindestabstand - aber mehr Erstspender als sonst

Auch in Corona-Zeiten ist Blutspenden wichtig. Ein Ortstermin in Kempten zeigt: Zahlreiche Menschen wollen helfen, Angst spielt kaum eine Rolle. Unsere Reportage lesen Sie hier.

Donnerstag, 09. April, 9.03 Uhr: Wallenstein in Memmingen findet heuer nicht statt

Das Wallenstein-Fest in Memmingen ist heuer wegen der Corona-Krise abgesagt. Das bestätigte der Vorstand des veranstaltenden Fischertagsvereins auf Nachfrage der Allgäuer Zeitung. Eigentlich hätte das Historienspektakel mit rund 4000 Mitwirkenden vom 19. bis 26.Juli stattfinden sollen. Bei einer Umfrage unter anderem mit den Gruppenleitern sprach sich eine Mehrheit jedoch für eine Verschiebung der Veranstaltung  ins nächste Jahr aus,  die ansonsten alle vier Jahre über die Bühne geht. Doch nicht nur Wallenstein findet heuer nicht statt – wohl auch der traditionelle Fischertag sowie das Kinderfest werden wegen Corona abgesagt. Offiziell will sich der Fischertagsverein nach Rücksprache mit der Stadt Memmingen im Laufe des Gründonnerstags äußern.  (arz)

Donnerstag, 09. April, 8.15 Uhr: Robert-Koch-Institut veröffentlicht jetzt täglich die geschätzte Zahl der Genesenen

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht täglich online in seinem Covid-19-Dashboard die Zahl der Menschen, die nach einer Corona-Infektion wieder gesund sind - allerdings nur für Deutschland und die Bundesländer, nicht für die Landkreise. Dabei handelt es sich aber um eine geschätzte Zahl, sagte eine Sprecherin gegenüber unserer Redaktion. Demnach gab es bundesweit 49.926 Genesene (Mittwoch: 46.263) bei insgesamt 108.202 Corona-Infizierten. Das entspricht einem Anteil von etwa 46,1 Prozent. In Bayern gelten inzwischen wieder 10.138 ehemals Erkrankte (Mittwoch: 9.269) als gesund bei insgesamt 28.827 Fällen - ein Anteil von 35,2 Prozent. Wie die Corona-Zahlen erfasst werden, lesen Sie hier.

Donnerstag, 09. April, 7.50 Uhr: Worauf Ehrenamtliche beim Nähen von Masken achten müssen

Die Gerüchte über angebliche Abmahnungen von Helfern, die überall in der Region Behelfsmasken nähen, häufen sich. Der Kemptener Rechtsanwalt und Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae (FDP) erklärt im Interview, worauf Ehrenamtliche achten müssen.

Donnerstag, 09. April, 7.10 Uhr: Regenbogen als Hoffnungssymbol vor Bäcker- und Konditoreien

Vor den Brommler-Filialen in Memmingen und Kempten soll die Hoffnung greifbar gemacht werden: Als Osterbotschaft hat Geschäftsführer Christian Brommler vor den Bäcker- und Konditoreien jeweils ein Regenbogen und ein Kreuz aufgestellt. Die Menschen können laut Geschäftsführer Andreas Brommler ihre Sorgen auf Steine schreiben oder malen und diese dann unter den Regenbogen-Kreuzen ablegen. So sollen sie in der Krise die Gelegenheit haben, „bei Jesus ihre Lasten ganz realistisch ablegen zu können“. Die Steine stehen dabei als Symbol für Last und Sorge. Für viele sei ein bunter Regenbogen ein Zeichen der Hoffnung, sagt Brommler.

Donnerstag, 09. April, 7 Uhr: Testergebnisse könnten bald online abgefragt werden 

Das Kemptener Labor AllgäuLab versucht derzeiit mit einem Software-Anbieter, ein System zu entwickeln, über das die getesteten Personen ihre Ergebnisse anonymisiert und online abrufen können. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 09. April, 6.45 Uhr: Spahn stellt Lockerung der Beschränkungen in Aussicht

Einen guten Morgen aus der Online-Redaktion - wir starten heute mit einer aussichtsreichen Nachricht in den Tag: Das Corona-Virus wirbelt schon seit Wochen den Alltag vieler Menschen durcheinander: Ausgangsbeschränkungen, geschlossene Geschäfte und Absagen von Veranstaltungen. Aber wie lange geht das noch so weiter? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält eine erste Lockerung der Auflagen nach den Osterferien für möglich. Bei der Entwicklung der Infektionszahlen sei ein "positiver Trend" zu beobachten. Doch dieser müsse sich noch "verstetigen", sagte Spahn dem "Handelsblatt". Vorausgesetzt, die Bevölkerung halte sich auch über die Osterfeiertage an die Beschränkungen. Bis aber Großveranstaltungen wie Fußballspiele stattfinden, werde es noch längere Zeit dauern bis wieder Normalität einkehre. Unternehmern stellt der CDU-Politiker als Bedingung für eine Rückkehr in das Arbeitsleben, "dass man die Fabrik oder das Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann". Wer nachweisen könne, dass er in der Firma Hygiene- oder Abstandsregeln sicherstellt, könne leichter zurück in den Alltag.

Mittwoch, 08. April, 22.15 Uhr: Das ist am Mittwoch passiert

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Gründonnerstag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

Mittwoch, 08. April, 21.05 Uhr: Mitarbeiter der Wertachtal-Werkstätten wollen 10.000 Mund- und Nasen-Masken nähen

200 nicht-behinderte Mitarbeiter der Wertachtal-Werkstätten, einer Einrichtung der Lebenshilfe Ostallgäu, wollen 10.000 Mund- und Nasen-Masken nähen. Die Aktion geht auf die Initiative des Kaufbeurers Michael Heppner zurück, der lange in Tschechien lebte und hautnah mitbekam, wie „sehr die dort herrschende allgemeine Pflicht zum Tragen solcher Masken die Ausbreitung des Corona-Virus verhindert hat“.

Bei einer Einwohnerzahl von 10,5 Millionen Menschen seien bisher in Tschechien erst 70 Menschen gestorben. Die Masken sollen an Alten- und Pflegeheime, Firmen und auch Privatleute verteilt werden.

Mittwoch, 08. April, 20.35 Uhr: Corona-Todesfall in Kemptener Seniorenheim

Nächste traurige Nachricht aus einem Allgäuer Seniorenheim: Ein Bewohner der Seniorenbetreuung Altstadt Kempten (SBA), der sich mit Corona angesteckt hatte, ist nach Mitteilung der Stadt am Mittwoch im Krankenhaus gestorben. Er habe bereits Vorerkrankungen gehabt. Auch zwei andere Bewohner sowie eine Mitarbeiterin sind demnach infiziert. Sämtliche Bewohner wurden isoliert und getestet. Die Mitarbeiter sollen am Donnerstag getestet werden.

Mittwoch, 08. April, 20.25 Uhr: Landkreis Ostallgäu sucht dringend freiwillige Helfer für Betreuungs- und Pflege-Einrichtungen

Nach dem Drama in einer Pflege-Einrichtung in Waal will der Landkreis Ostallgäu über den Pflegepool Bayern weiteres Personal für Pflege- und Senioren-Heime rekrutieren. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern richtet derzeit einen solchen Pool an freiwilligen Helfern ein, auf die Einrichtungen im Bedarfsfall zugehen können.

Für diesen Pool melden (dazu hier klicken) können sich beispielsweise alle, die eine pflegerische oder pädagogische Ausbildung haben, aber aktuell nicht in diesem Bereich arbeiten. Außerdem alle, die bereits in der Betreuung oder Pflege tätig waren, die im privaten Umfeld Angehörige gepflegt haben oder die das Personal vor Ort durch Unterstützungstätigkeiten (Hauswirtschaft, Küche) entlasten können. 

Im Ostallgäu leben in 13 Seniorenheimen und vier Einrichtungen für Menschen mit Behinderung knapp 1.100 Menschen.

Mittwoch, 08. April, 20 Uhr: EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Mai

Der weitgehende Stopp der Einreisen in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor; die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

Mittwoch, 08. April, 18.30 Uhr: Drama in Waal: Schon sechs Tote im Senioren-Heim, auch Mitarbeiter stirbt an Covid-19-Infektion

Das Drama am Senioren- und Pflege-Heim Waal im Ostallgäu spitzt sich zu. Wie berichtet, grassiert in der Einrichtung das neuartige Coronavirus - 53 Menschen wurden positiv getestet. Am Donnerstag gab das Landratsamt bekannt, dass inzwischen sechs Menschen verstorben seien, fünf Bewohner im Alter von 47 bis 99 Jahren und ein Mitarbeiter. Alles dazu lesen Sie hier. 

Mittwoch, 08. April, 17.25 Uhr: Memminger Dekane rufen zum gemeinsamen "Home-Office"-Singen am Ostersonntag auf

Gemeinsam rufen die Memminger Dekane Claudia und Christoph Schieder und Ludwig Waldmüller zu einem Auferstehungs-Singen am Ostersonntag auf. Sie ermutigen alle Christinnen und Christen der Stadt, am Ostersonntag um 15 Uhr miteinander in den Wohnungen und Häusern das Lied "Christ ist erstanden" zu singen.

Zu Beginn der Aktion werden die beiden Dekane Christoph Schieder und Ludwig Waldmüller, die beide Trompete spielen, am Ostersonntag um 15 Uhr von den Kirchtürmen der beiden größten Memminger Kirchen einander das Lied zublasen – Dekan Schieder vom Martinstum, Dekan Waldmüller von einem der Türme von Sankt Josef.

Der Bläserchor von Sankt Martin habe eine Version des Liedes "im Home-Office" aufgenommen, heißt es in einer Mitteilung. Auch der Chordirektor von Sankt Josef, Maximilian Pöllner, habe das Lied auf der Jann-Orgel von Sankt Josef eingespielt. Von beiden musikalischen Aktionen gibt es Videos, die auf den Homepages der evangelischen wie der katholischen Gemeinden am Ostersonntag zu sehen sein werden. Die Gläubigen sollen dann zuhause zur Begleitung von Bläserchor oder Orgelspiel gemeinsam singen.

Mittwoch, 08. April, 16.20 Uhr: Für Auswärtige: Landratsamt Ostallgäu verbietet touristische Aktivitäten an Ostern im südlichen Landkreis

Gleich mehrfach musste die Bergwacht im Allgäu am vergangenen Wochenende ausrücken – darunter auch zu einem tödlicher Bergunglück im Raum Füssen/Schwangau. Für das Osterwochenende bis einschließlich Ostermontag hat das Landratsamt Ostallgäu jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen, die touristische Aktivitäten im südlichen Landkreis – wie beispielswiese Wandern – untersagt. Sie gilt für alle, die außerhalb des Landkreises Ostallgäu wohnen und kommt laut Landratsamt in folgenden Gemeindegebieten zur Anwendung: Rückholz, Seeg, Roßhaupten, Lechbruck am See, Nesselwang, Eisenberg, Hopferau, Rieden am Forggensee, Halblech, Schwangau, Pfronten und Füssen.

Ausgenommen seien nur Personen mit Wohnsitz im Landkreis oder in den benachbarten Gemeinden Oy-Mittelberg, Wertach, Bad Hindelang, Bernbeuren, Steingaden, Prem, Wildsteig und Bad Saulgrub. Hintergrund ist unter anderem das vorhergesagte schöne Wetter für die Osterfeiertage, so das Landratsamt. Dort befürchtet man, dass erneut Rettungskapazitäten gebunden würden, die im derzeitigen Kampf gegen das Coronavirus an anderer Stelle gebraucht werden.

Dazu heißt es: Mit dem Verbot soll die Möglichkeit, die Region als Wander- oder Freizeitziel zu besuchen, eingedämmt werden. Aber auch an die Ostallgäuer Bürgerinnen und Bürger wird appelliert, zu Hause zu bleiben und nur in der Umgebung des Wohnortes spazieren zu gehen. Im Klartext: Keine Ausflüge, keine Berg-Wanderungen. Die Polizei wird verstärkt kontrollieren.

Mittwoch, 08. April, 15.30 Uhr: Infektpraxen in Memmingen und Mindelheim nehmen Betrieb auf

Im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Memmingen nimmt am morgigen Donnerstag jeweils eine eigens eingerichtete Infektpraxis die Arbeit auf. Sie richtet sich an Patienten, die sich möglicherweise mit dem Virus infiziert haben. Damit soll verhindert werden, dass diese in die Hausarztpraxen kommen, das Personal anstecken und die Praxen dadurch schließen müssen.

Für den Landkreis ist die Infektpraxis im ehemaligen Riebelgebäude in der Reinpoldstraße 5 in Mindelheim untergebracht. In Memmingen ist sie in den ehemaligen Büroräumen des Maximilian-Kolbe-Hauses in der Donaustraße 1 zu finden.  

Mittwoch, 08. April, 14.45 Uhr:  Jetzt 30 Todesfälle und 1.060 Infektionen im Allgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Mittwochnachmittag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region liegt die Zahl der an Covid-19-Erkrankten bei 1.060 Personen. Besonders viele Infektionen sind im Landkreis Ostallgäu aufgetreten. Hier ist das Pflege- und Seniorenheim in Waal bei Buchloe ein besonderer Hotspot. Allein dort sind bislang 53 Erkrankungen bekannt.

30 Menschen im Allgäu starben infolge einer Corona-Infektion. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

Kaufbeuren: 66 Corona-Fälle, zwei Todesfälle.
Kempten: 60 Fälle, vier Tote.
Memmingen: 40 Fälle, keine Toten.
Landkreis Lindau: 201 Fälle, vier Tote.
Oberallgäu: 143 Fälle, drei Tote.
Ostallgäu: 339 Fälle, 13 Tote.
Unterallgäu: 211 Fälle, vier Tote.

Mittwoch, 08. April, 12.50 Uhr: Polizei löst Geburtstags-Partys in Kempten auf

Neun Menschen haben in der Nacht auf Mittwoch ausgiebig den Geburtstag eines Heranwachsenden in einem Schrebergarten Im Seggers in Kempten gefeiert - bis die Polizei eintraf. Die Beamten lösten die Feier auf und zeigten diee Partygäste wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. Wie auch sechs andere Menschen, die am Dienstagnachmittag am Weidacher Weg auf den Geburtstag eines Mannes angestoßen hatten. Die Polizei löste diese Feier ebenfalls auf.

Auch in Immenstadt gab es am Dienstagabend mehrere Verstöße. Ein 15-Jähriger, der mit einem 34-Jährigen an einer Bushaltestelle zusammen Bier trank, hatte erneut gegen das Gesetz verstoßen. Als er in Gewahrsam genommen wurde, wehrte er sich dagegen und verletzte einen Beamten am Daumen. Zudem beleidigte der Jugendliche die Polizisten.

Mittwoch, 08. April, 12.28 Uhr: FC Memmingen gibt Entwarnung

Nach Wochen der Ungewissheit gibt Armin Buchmann, Präsident des ranghöchsten Allgäuer Fußballclubs FC Memmingen, Entwarnung: Spielergehälter dürfen eingefroren werden, Sponsoren bleiben bei der Stange. Wie der Verein weiter durch die Corona-Krise kommen will, lesen Sie im Interview mit Armin Buchmann.

Mittwoch, 08. April, 12.10 Uhr: Offenbar keine Neuinfizierten seit Freitag in Memmingen

Anders als andere kreisfreien Städte und Landkreise gibt es in Memmingen seit mehreren Tagen keine Neuinfizierten mehr. Laut Statistik des Robert-Koch-Instituts sind in der Stadt seit Freitag 40 Corona-Fälle gemeldet. Bis gestern um Mitternacht sind offenbar keine neuen hinzugekommen. Warum es allerdings unterschiedliche Zahlen auch im Allgäu zu den Corona-Fällen gibt, lesen Sie hier.  

Mittwoch, 08. April, 11 Uhr: Wärmestube in Kempten weiterhin geöffnet

Nach wie vor geöffnet ist die Wärmestube vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) in Kempten. Bedürftige und Obdachlose bekommen weiterhin an sieben Tagen die Woche eine frisch gekochte Mahlzeit. Darüber hinaus kann man ein paar aufmunternde Worte mit den BRK-Helfern wechseln, die die Gäste teilweise seit Jahren ehrenamtlich bekochen und persönlich kennen. Das ist in der jetzigen Ausnahmesituation ganz besonders wichtig:  Viele Menschen brauchen gerade Kontakt und Zuspruch von einem Gegenüber, der sie kennt und um ihre Situation Bescheid weiß. Für viele ist dies der einzige Kontakt - nicht nur in Zeiten von Corona.

„Wir sind für euch da – solange wir können und dürfen“ ist deswegen auch der Slogan der Wärmestube. Das geschieht unter strenger Beachtung aller sinnvollen Schutzmaßnahmen. Beispielsweise wird das Essen im Freien ausgegeben und konsequent auf ausreichend Abstand geachtet. Zudem stellt die Dietmannsrieder Schreinerei Hartmann einen Schutz aus Plexiglas zur Verfügung.

Mittwoch, 08. April, 9.35 Uhr: Pfarreiengemeinschaft Memmingen verschiebt Erstkommunion und Firmung

Die ersten Pfarreien im Allgäu sagen die für Ende April und Anfang Mai geplanten Erstkommunionen und Firmungen erst mal ab: Die Pfarreiengemeinschaft Memmingen verschob diese Feiern auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr. Wann genau das sein wird, kann der katholische Dekan Ludwig Waldmüller noch nicht sagen. Der Pfarrer verschickte diese Nachricht bereits an die Erstkommunionkinder und Firmbewerber.

Mittwoch, 08. April, 9.30 Uhr: Malteser Memmingen und Kartei der Not bieten Hilfe an

Die Malteser und die Kartei der Not, das Leserhilfswerk der Allgäuer Zeitung, sind auch in der Corona-Krise weiterhin für Bedürftige und Hilfesuchende da. So würden die Angebote angepasst, sagt Gertrud Brenner, Leiterin der sozialen Dienste der Malteser in Memmingen. Das betrifft etwa die Auslieferung der Lebensmittelpakete für bedürftige Senioren mit Grundnahrungsmitteln, frischem Obst und Gemüse. "Gerade jetzt wird die Altersarmut besonders deutlich und es ist in dieser Zeit der sozialen Isolation besonders wichtig auch weiterhin die wirklich dringend benötigten Lebensmittelpakete zu liefern den Kontakt zu diesen Menschen zu halten", sagt Monika Baum, ehrenamtliche Helferin bei diesem Projekt.

Als weiteres Projekt bieten die Malteser die kostenlose Einkaufshilfe für Senioren an. Wer Hilfe benötigt, meldet sich unter Telefon 08331/9241720 von Montag bis Freitag von 9 bis 12 bei den Maltesern in Memmingen. 

Mittwoch, 08. April, 8.55 Uhr: Drei Tote in Pflegeheim in Waal

Die Lage im Senioren- und Pflegeheim in Waal (Kreis Ostallgäu) spitzt sich zu: Dort sind nach Angaben des Landratsamtes zwei weitere Bewohner an Covid-19 gestorben. Bereits vor einigen Tagen war ein Senior der Lungenkrankheit erlegen.

Ende März wurde bekannt, dass das Virus in das Heim eingeschleppt wurde. Damals hieß es noch, dass fünf Bewohner und neun Mitarbeiter infiziert seien. Inzwischen haben sich die Zahlen deutlich erhöht. Laut Landratsamt Ostallgäu sind jetzt 36 Bewohner und 17 Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt. Zudem gibt es nun drei Todesopfer zu beklagen. Laut Landratsamt hatten die Betroffenen an Vorerkrankungen gelitten. Der Landkreis Ostallgäu ist der Träger des Heims in Waal nahe Buchloe.

Ein neu bestellter Heimarzt sei nun für die medizinische Überwachung des Hauses zuständig, heißt es beim Landratsamt. Der Arzt entscheidet auch, ob Bewohner in eine Klinik verlegt werden müssen. Die Waaler Heimleitung hat die erkrankten Bewohner isoliert, die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne.

Die Pflege der Bewohner in Waal ist nach Angaben des Landratsamts durch das verbliebene Personal und Kräfte aus dem „Pflegepool Bayern“ gesichert. Insgesamt arbeiten 54 Menschen in dem Heim, die Zahl der Bewohner liegt bei 70. Das Senioren- und Pflegeheim in Waal habe, wie andere Einrichtungen auch, in den vergangenen Tagen Schutzausrüstung für die Pflegekräfte bekommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ostallgäuer Landratsamtes. Und das Haus werde auch „bei weiteren Lieferungen berücksichtigt“

Mittwoch, 08. April, 7.25 Uhr: Allgäuer Reisebüros haben Angst vor dem Ruin

Viele Allgäuer haben wegen der Corona-Krise ihre geplanten Urlaubsreisen storniert. Deswegen fürchten Reisebüros, dass ihnen rückwirkend die Provisionen gestrichen werden. Eine Inhaberin sagt: „Das wäre für 50 Prozent von uns der Ruin“. Wie dramatisch die Situation ist, lesen Sie hier.

Mittwoch, 08. April, 7.10 Uhr: Blutplasma könnte Schwerkranken das Leben retten

Wer eine Krankheit durchgemacht hat, bildet Antikörper gegen die Erreger und ist künftig immun. Die Abwehrkräfte anderer sollen jetzt schwerkranken Covid-19-Patienten in Deutschland helfen. Mehrere Kliniken suchen zurzeit genesene Corona-Patienten, die Blutplasma für eine Behandlung der Schwerkranken spenden. Das soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Krankheitsverlauf mildern und verkürzen. Das zeigen Erfahrungen aus China. Das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen wies allerdings darauf hin, dass weitere klinische Studien zur Wirksamkeit der Blutplasma-Therapie unerlässlich seien.

In China haben Forscher deren Wirkung jüngst an zehn Covid-19-Erkrankten untersucht. Die Ergebnisse veröffentlichten sie nun in der Online-Ausgabe des Fachjournals "Proceedings". Danach verbesserte sich der Zustand der Patienten innerhalb von drei Tagen nach der Transfusion. Die Ergebnisse zeigten, dass die Blutplasma-Therapie ein großes Behandlungspotenzial bei Covid-19-Patienten habe und gut vertragen werde, schrieben die Autoren. Das Universitätsklinikum Erlangen ist eigenen Angaben nach eine der ersten Einrichtungen in Deutschland, die eine Erlaubnis bekommen haben, das therapeutische Plasma herzustellen. Die Idee, Viruserkrankungen mit Antikörpern aus Blutplasma zu bekämpfen, ist nicht neu. Auch bei Sars 1, Mers und Ebola ist dieses Verfahren zum Einsatz gekommen.

Mittwoch, 08. April, 6.50 Uhr: Luftbrücke für Schutzmaterial aus China

Der Bund hat eine Luftbrücke für Transporte mit dringend benötigter Schutzausrüstung aus China nach Deutschland auf die Beine gestellt. Laut Bundesgesundheits-Ministerium ist man damit in der Lage, täglich eine Passagiermaschine der Lufthansa für 25 Tonnen Fracht nach Shanghai zu schicken. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Hinzu kommen weitere Transport-Optionen über das Verteidigungsministerium. Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, flexibel auf Warenströme zu reagieren. Am Dienstagabend waren außerdem acht Millionen Schutzmasken mit einem Frachtflugzeug aus China angekommen.

Mittwoch, 08. April, 6.30 Uhr: Fast 2.000 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden in den USA

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung - heute anfangs leider mit einer schlimmen Nachricht: 1.939 Menschen sind innerhalb von 24 Stunden in den USA an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das sind so viele Tote an einem Tag wie in keinem anderen Land der Welt. Insgesamt starben in den USA laut den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend über 12.900 Menschen in den USA an den Folgen des Corona-Virus.

Dienstag, 07. April, 22 Uhr: Das Wichtigste zur Corona-Situation im Allgäu im Überblick

Dienstag, 07. April, 20.45 Uhr: Oberstdorfer täuscht Corona-Erkankung vor 

Ein Mann aus Oberstdorf hat vorgetäuscht, an Corona erkrankt zu sein. Damit löste er einen Polizeieinsatz aus. Der 25-Jährige wollte auf diese Weise einer Kündigung seines Mietverhältnisses entgehen: Wegen der Quarantäne könne er seine Wohnung zwei Wochen lang nicht verlassen, argumentierte der Oberallgäuer. Doch der Mann flog auf.

Zuvor hatte der 25-Jährige der Polizei mehrmals einen Streit mit seinem Vermieter gemeldet. Dabei gab er auch an, positiv auf Covid-19 getestet worden zu sein. Die Beamten zogen Schutzkleidung an und fuhren nach Polizeiangaben zu der Wohnung des Mannes. Dort trafen sie ihn allerdings nicht an. Als er sich wiederholt meldete, fuhr erneut eine Streifenbesatzung in Schutzkleidung zu der Adresse. Diesmal war der Mann zuhause: Er könne wegen seiner Erkrankung die von seinem Vermieter gekündigte Wohnung nicht verlassen, sagte er.

Die Beamten glichen die Daten des Mannes mit dem Gesundheitsamt ab. Dort war der 25-Jährige nicht als Corona-Patient gemeldet. Gegen den Oberstdorfer wird jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da er Einsätze unter Schutzvorkehrungen ausgelöst hat.

Dienstag, 07. April, 19.15 Uhr: Tonnenweise Schutzmasken aus China: Buchloer Firma sorgt für Nachschub 

Knapp 700 Tonnen Masken, Kittel und Overalls aus China werden in den nächsten Wochen per Charterflug in Deutschland eintreffen. „Geplant sind insgesamt fünf Flüge. Das sind etwa 4.000 Paletten und entspricht knapp 130 Lkw-Zügen“, sagen Achim und Axel Theiler, Geschäftsführer des Buchloer Schutzbekleidungsherstellers Franz Mensch. „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um Nachschub nach Deutschland zu holen. Der große Notstand wird sich damit deutlich verbessern.“ Einen Teil der Ware erhält direkt die Bundesregierung. 

„Der Markt wird regelrecht leer gekauft. Zum Teil stornieren unsere Produzenten in China unsere Aufträge, weil die USA im großen Stil Produktionskapazitäten aufkaufen“, sagt Achim Theiler, der kürzlich mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen der Versorgung mit Schutzkleidung telefoniert hat. „Mein Ärger hat sich gelegt“, sagt Theiler, der die Behörden Anfang Februar auf einen Masken-Engpass hingewiesen und dann wochenlang nichts gehört hatte. Weil China ein ganz spezieller Markt sei, greife Minister Spahn nun auf die Erfahrung des Buchloer Unternehmens zurück.

Dienstag, 07. April, 18.30 Uhr: Corona-Karte für das Ostallgäu - Landkreis Oberallgäu verbietet Mottfeuer

Der Landkreis Ostallgäu hat auf seiner Website eine interaktive Karte mit aktuellen Zahlen zu Corona-Infektionen veröffentlicht. „Diese Karte ist sehr übersichtlich und schafft für jeden Bürger Transparenz zum Verlauf der Pandemie in der Region“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Karte finden Sie hier. Sie listet die registrierten Corona-Infektionsfälle je Gemeinde sowie die Fallzahl pro 1000 Einwohner auf.

Unterdessen hat der Landkreis Oberallgäu Mottfeuer per Allgemeinverfügung untersagt. Aufgrund der Corona-Pandemie seien alle Einsatzkräfte zu deren Bewältigung gebündelt, teilt das Landratsamt mit. Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Land-, Forst-, Almwirtschaft und gewerblichem Gartenbau nach der Bayerischen Pflanzen-Abfallverordnung ist deshalb verboten.

Die Pflege der Bewohner in Waal ist nach Angaben des Landratsamts durch das verbliebene Personal und Kräfte aus dem „Pflegepool Bayern“ gesichert. Insgesamt arbeiten 54 Menschen in dem Heim, die Zahl der Bewohner liegt bei 70. Das Senioren- und Pflegeheim in Waal habe, wie andere Einrichtungen auch, in den vergangenen Tagen Schutzausrüstung für die Pflegekräfte bekommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ostallgäuer Landratsamtes. Und das Haus werde auch „bei weiteren Lieferungen berücksichtigt“

Dienstag, 07. April, 16.33 Uhr: Oster-Gottesdienste des ernannten Augsburger Bischofs werden als Livestream übertragen

Gottesdienste mit Gläubigen in der Kirche sind derzeit wegen der Ausgangsbeschränkungen bekanntlich nicht möglich. Die Gottesdienste des ernannten Bischofs von Augsburg, Dr. Bertram Meier, während der Kar- und Ostertage werden deshalb  als Livestream im Internet und im TV übertragen. Das teilte das Bistum Augsburg mit. Die Zeiten:

  • Gründonnerstag, 9. April, 19.00 Uhr
  • Karfreitag, 10. April, 15.00 Uhr
  • Osternacht, 11. April, 21.00 Uhr
  • Ostersonntag, 12. April, 10.00 Uhr
  • Ostermontag, 13. April, 10.00 Uhr

Zu sehen sind die Übertragungen auf der Seite von katholisch1.tv, der Bistumshomepage sowie auf dem Facebook-Auftritt des Bistums zu den angegebenen Uhrzeiten live zu sehen. Bis auf die Messe am Gründonnerstag werden sie zudem alle auf den regionalen Fernsehsendern a.tv und Allgäu-TV live übertragen. Musikalisch gestaltet werden die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen von jeweils einem Organisten und einem Kantor – mit Ausnahme der Karfreitagsliturgie, bei der die Orgel stumm bleibt. 

Dienstag, 07. April, 15.25 Uhr: Söder erwartet Maskenpflicht und verlängerte Ausgangsbeschränkungen 

Was hat Bayerns Ministerpräsident Söder in der Pressekonferenz gesagt? Hier nochmal die Zusammenfassung:


  • Im Kampf gegen das Coronavirus müssen sich die Menschen in Bayern noch auf längere Schulschließungen, geschlossene Geschäfte und Restaurants und Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Es werde nach Ostern nicht einfach so weitergehen wie bisher, sagte Markus Söder. Man dürfe die Dinge nicht zu frühzeitig lockern, sondern müsse in Stufen vorgehen. "Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt."
  • Dabei nannte der CSU-Chef eine Maskenpflicht "hochwahrscheinlich": "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben." Überall dort, wo man Entwicklungen erlaube, brauche es Auflagen, Abstände, Desinfektionen - und mehr Masken. Das gelte nicht nur für Geschäfte, sondern etwa auch für den öffentlichen Nahverkehr.
  • Bei den Schulen müsse man "sehr klug überlegen und sehr sensibel damit umgehen". "Aus meiner Sicht ist klar: Wir wollen erreichen, dass diejenigen, die Abschlussklassen haben, eine Möglichkeit haben, diese zu bestehen", sagte Söder. "Das muss nicht automatisch durch den Schulunterricht erfolgen. Das kann auch in anderer Form sein." Und man müsse die Lehrpläne für das laufende Schuljahr anpassen.

Dienstag, 07. April, 14.45 Uhr: Tolle Geste: Christian Henze verpflegt THW-Helfer

Das Technische Hilfswerk in Kempten baut gerade eine Fieberambulanz in der bigBOX Allgäu auf und hilft bei der Probenannahme in der Ari-Kaserne. Der Kemptener TV-Koch Christian Henze hatte in der Allgäuer Zeitung über die Corona-Einsätze des THW gelesen und spendiert den 30 Ehrenamtlichen eine Woche lang Henze-Menüs. Unser Bild zeigt von links Christian Henze mit Philip Rother und Melanie Englisch.

Dienstag, 07. April, 13.20 Uhr: Pflegekräfte bekommen 500-Euro-Bonus

Bayerische Pflegekräfte bekommen die 500-Euro-Prämie. Das hat heute das bayerische Kabinett beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter bekannt gab. Er hatte bereits am Wochenende von den Plänen für die steuerfreie Zahlung berichtet. Sie ist für etwa 250.000 Pflegekräfte in den Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen gedacht. Unterm Strich kostet das den Freistaat gut 126 Millionen Euro, so Söder.

    Dienstag, 07. April, 12.55 Uhr: Pressekonferenz mit Markus Söder im Live-Stream

    Corona-Pandemie in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder tritt ab 13 Uhr erneut vor die Presse. Sein Statement verfolgen sie live hier:

    Dienstag, 07. April, 11.45 Uhr: Knapp 33.000 Infizierte in Deutschland wieder gesund

    Eine "erfreuliche Zahl" verkündete der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler: Inzwischen seien 33.000 Infizierte wieder genesen. Das entspricht fast einem Drittel der Zahl der Gesamtinfizierten (99.225). Dennoch müsse man "in den nächsten Tagen abwarten, ob sich ein Trend abzeichnet".

    Außerdem schwanke die Reproduktionszahl der Infektionen mit dem Coronavirus zwischen 1,2 und 1,5 - damit sei sie wieder etwas höher als vorige Woche. Wieler hatte am Freitag den Wert mit 1 beziffert. Soll heißen: Ein Infizierter steckt einen anderen Menschen mit dem Virus an.

    Eine Pandemie ist Virologen zufolge eingedämmt, wenn die Zahl auf unter 1 sinkt.

    Dienstag, 07. April, 11.30 Uhr: Klinikum Kempten - Eingang für Patienten und Rettungsdienste nur noch durch Sichtungszelt

    Ab sofort gelangen Rettungsdienste und Patienten nur noch über ein sogenanntes Sichtungszelt in die Notaufnahme am Klinikum Kempten. So sollen Corona-Infizierte von anderen Patienten getrennt werden, um die reguläre Versorgung aufrecht zu erhalten, erklärt Chefärztin Dr. Dagmar Strauß. Auch in den Verbundkliniken Immenstadt und Mindelheim werden Infizierte frühzeitig identifiziert und isoliert, bevor sie in die Notaufnahme gelangen.

    Bei den Erkrankten werden unter anderem Fieber gemessen und die Sauerstoffsättigung des Körpers ermittelt. Wer infiziert ist und stationär behandelt werden muss, kommt in einen gesonderten Bereich. Auch am Haupteingang des Kemptener Klinikums werde ein Screening mittels Fragebogen auf Covid-Risiko gemacht. „Niemand kommt mehr unkontrolliert ins Haus“, sagt Strauß.

    Dienstag, 07. April, 11.10 Uhr: Solidaritätsaktion für das Füssener Festspielhaus

    Die Corona-Krise hat auch das Festspielhaus in Füssen schwer erwischt: Die Ticketverkäufe brechen ein, die monatlichen Kosten müssen selbst geschultert werden, sagt Theaterleiter Benjamin Sahler. Ohne Unterstützung könne man das nur begrenzt durchhalten.

    Darum hat das Festspielhaus eine Solidaritätsaktion ins Leben gerufen: Besucher können Gutscheine mit Rabatt für Musicals kaufen, die nach der Krise über die Bühne gehen. Davon würden alle profitieren: Die Zuschauer erhielten vergünstigte Tickets, ohne sich schon jetzt für keine konkrete Vorstellung entscheiden zu müssen. Das Theater kann weiter Einnahmen generieren, um die Grundkosten des Hauses zu erwirtschaften.

    Die rabattierten Gutscheine für die Musicals Ludwig², Die Päpstin, Der Ring und Zeppelin gibt es hier.

    Dienstag, 07. April, 10.05 Uhr: Hilfsbereitschaft: Wie Obdachlose im Allgäu noch eine Unterkunft finden

    Corona trifft uns alle hart - aber was ist mit den Ärmsten der Armen im Allgäu? Obdach- und Wohnsitzlose, die unter Umständen nirgends mehr hinkönnen, weil Wärmestuben und Unterkünfte wegen der Infektionsgefahr geschlossen bleiben. Die gute Nachricht: Gemeinden, Verbände und viele ehrenamtlich Engagierte tun alles, damit im Allgäu niemand abgewiesen wird. Wie das klappen kann, lesen Sie hier.

    Dienstag, 07. April, 08.40 Uhr: RKI: Corona-Todesfälle wieder stärker gestiegen - keine Entwarnung

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstagmorgen insgesamt 99.225 Infektionsfälle in Deutschland bestätigt. Die Zahl der verstorbenen Patienten liegt nun bei 1.607 und stieg um 173 innerhalb eines Tages. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte am Dienstag: "Von einer Entspannung kann noch nicht ausgegangen werden." Es sei vor allem mit einem weiteren Anstieg der Todesfälle in Deutschland zu rechnen.

    Dienstag, 07. April, 08.25 Uhr: Welche Allgäuer Reha-Einrichtungen jetzt als Notfall-Kliniken umgestaltet werden

    Das Ziel ist klar: „Alle Kapazitäten maximal hochfahren“, sagt Gerhard Zipperlen. Es geht darum, auf möglichst viele Betten zurückgreifen zu können, wenn die Zahl der Corona-Patienten stark ansteigt. Der Kemptener Anästhesist Zipperlen spielt dabei eine Schlüsselrolle. Er wurde, wie kurz berichtet, zum Ärztlichen Leiter im Gebiet des Allgäuer Rettungszweckverbandes ernannt. Mehrere Reha-Kliniken in der Region sollen laut seines Konzepts im Notfall in Akutkrankenhäuser umgewandelt werden. Wie viele und welche das im Allgäu sind, lesen Sie hier.

    Dienstag, 07. April, 07.20 Uhr: Wann fällt die Entscheidung über die Allgäuer Festwoche 2020?

    Was dem Münchner das Oktoberfest, das ist dem Allgäuer die Festwoche in Kempten. Doch genau wie die Wiesn ist auch die Allgäuer Festwoche 2020 wegen Corona in ernsthafter Gefahr. Noch ist keine Entscheidung gefallen, ob die größte Messe samt Party in der Region heuer stattfinden kann. Wann dies spätestens sein soll, lesen Sie hier.

    Dienstag, 07. April, 06.35 Uhr: Allgäuer Krankenhäuser in der Corona-Pandemie: 900 Freiwillige melden sich beim Klinikverbund Allgäu

    Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. "Zurzeit sind wir im Allgäu kein Corona-Hotspot", sagt Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbunds Allgäu. Dennoch wollen und müssen die Krankenhäuser in Kempten, Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf, Ottobeuren und Mindelheim vorbereitet sein. Deshalb haben sie in den vergangenen Wochen freiwillige Helfer gesucht - und die Resonanz und Hilfsbereitschaft ist groß. 900 Menschen haben nach einem Aufruf reagiert und ihre Bereitschaft signalisiert, mögliche Personalengpässe aufzufangen.

    Davon haben 250 Personen einen medizinischen Hintergrund – darunter sind Ärzte und Pfleger im Ruhestand. „Wir prüfen gerade, wie wir die Menschen einsetzen können, und bilden einen Pool“, sagt Ruland. Die Kliniken benötigten nicht nur medizinisches Personal: Die Stationen müssten beliefert werden, außerdem brauche es auch Mitarbeiter bei der Essensausgabe. Dafür haben sich etwa Metzger gemeldet. Ruland will vorbereitet sein, sollte die Anzahl der Infizierten schnell ansteigen, die klinisch behandelt werden müssen: „Würden wir schlagartig viele Patienten bekommen, wäre unser derzeitig vorhandenes Personal überfordert."

    Montag, 6. April, 22.35 Uhr: Das Wichtigste des Tages im Überblick

    In Deutschland sind rund 100.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor. Besonders hohe Zahlen haben laut dpa Bayern mit mehr als 25.300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 444 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 20.700 Fällen und mindestens 302 Toten. Auch im Allgäu gibt es immer mehr Infizierte:

    Kommen Sie gut und vor allem gesund durch die Nacht. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch morgen ab 6.30 Uhr wieder für Sie da.

    Montag, 6. April, 21.40 Uhr:  Söder: Bestimmte Anti-Corona-Maßnahmen sicher noch für längere Zeit

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus noch länger andauernde Beschränkungen etwa in der Gastronomie in Aussicht gestellt. Zudem stimmte er die Menschen am Montagabend darauf ein, dass das Tragen von Masken in Zukunft immer mehr ausgeweitet werden dürfte. "Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu", sagte der CSU-Vorsitzende in der ARD.

    Über die Ankündigungen von Österreichs Bundeskanzler Kurz zur langsamen Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen sagte Söder: "Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das Modell eins zu eins taugt, denn es ist an einigen Stellen nicht sehr konsequent." In Deutschland sei man nun besser beraten, die Maßnahmen fortzusetzen und deren Wirkung abzuwarten.

    Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu.
    Markus Söder

    Montag, 6. April, 21.15 Uhr: Corona-Infektion: Britischer Premierminister auf Intensivstation

    Der Zustand des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson hat sich verschlechtert. Er sei auf eine Intensivstation gebracht worden, bestätigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Pesse-Agentur in London.

    Montag, 6. April, 20.35 Uhr: Testergebnisse aus Fachklinik bei Oberstdorf liegen vor

    In einer psychosomatischen Fachklinik bei Oberstdorf, in der es vergangene Woche zu einem Corona-Ausbruch gekommen war, sind acht von 129 Mitarbeitern positiv getestet worden. Sie sind zu Hause in Isolation. 110 hatten ein negatives Ergebnis. Bei elf Mitarbeitern stehe das Resultat noch aus, teilte das Oberallgäuer Landratsamt mit. Von den 43 Patienten sind sieben positiv, alle anderen negativ auf das Corona-Virus getestet worden. Keine dieser positiv getesteten Personen musste ins Krankenhaus. Alle Betroffenen sind vor Ort isoliert.

    Montag, 6. April, 19.05 Uhr: Steinmeier hält am Karsamstag Fernsehansprache zu Corona

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten. Die Ansprache werde in ARD und ZDF jeweils im Anschluss an die Hauptnachrichtensendungen am Abend ausgestrahlt. Es ist das erste Mal, dass ein Bundespräsident in dieser Form auf ein aktuelles Ereignis eingeht, normalerweise hält er solche Ansprachen nur jedes Jahr an Weihnachten. Steinmeier hat in den vergangenen Tagen mehrfach in Videobotschaften die Bürger zu Zusammenhalt und Geduld angesichts der verordneten Beschränkungen in der Corona-Krise aufgerufen.

    Montag, 6. April, 18.10 Uhr: Reifen dürfen trotz Ausgangsbeschränkungen in Werkstätten gewechsel werden

    Das Wetter ist gut, Frost und Schnee sind derzeit nicht vorhergesagt - deshalb wollen viele jetzt die Sommerreifen aufziehen. Aber darf ich zum Reifenwechsel in die Werkstatt fahren? Diese Frage wird am Corona-Bürgertelefon derzeit besonders häufig gestellt, berichtet das Landratsamt Unterallgäu. Die eindeutige Antwort: Ja, man darf. Laut bayerischem Innenministerium ist die Fahrt zu einer Kfz-Werkstatt grundsätzlich ein triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen. Der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen oder auch ein Reifenwechsel aus sicherheitsrelevanten Gründen (zum Beispiel, weil die Reifen abgefahren sind) ist erlaubt.

    Montag, 6. April, 16.55 Uhr: Merkel: Keine Lockerungen in Deutschland, Mundschutzpflicht nicht ausgeschlossen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Coronakrise als „größte Bewährungsprobe“ seit der Gründung der EU bezeichnet. Das sagte sie bei der Pressekonferenz am Nachmittag im Kanzleramt. „Wir leben weiter in der Pandemie“, betonte sie. Angesprochen auf mögliche Lockerungen sagte sie: „Die Bundesregierung wäre eine schlechte, wenn sie schon jetzt ein Datum für das Ende der Einschränkungen des nennen würde.“ An den Maßnahmen, die bis zum 19. beschlossen sind, werde sich nichts ändern.

    Bei der Pressekonferenz ging es auch um eine mögliche Maskenpflicht in Deutschland: Die Bundesregierung höre sich derzeit die Vorschläge aller Experten an. Wenn es eine Maskenpflicht gäbe, wäre auf jeden Fall auch die richtige Pflege dieser Masken (richtiges Waschen und Erhitzen, nicht zu langes tragen) zu beachten.

    Montag, 6. April, 16.10 Uhr: Pressekonferenz: Merkel äußert sich zu neuen Maßnahmen in der Corona-Krise

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt gleich eine Pressekonferenz zu den weiteren Maßnahmen der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Hier können Sie die Pressekonferenz live verfolgen.

    Montag, 6. April, 15.25 Uhr:  Jetzt 23 Todesfälle und 982 Infektionen im Allgäu

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Montagnachmittag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 937 auf 982. 23 Menschen im Allgäu starben infolge einer Corona-Infektion. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

    • Kaufbeuren: 61 Corona-Fälle, zwei Todesfälle.
    • Kempten: 58 Fälle, drei Tote.
    • Memmingen: 40 Fälle, keine Toten.
    • Landkreis Lindau: 190 Fälle, vier Tote.
    • Oberallgäu: 137 Fälle, drei Tote.
    • Ostallgäu: 312 Fälle, sieben Tote.
    • Unterallgäu: 184 Fälle, vier Tote.

    Die Zahl der Personen, die wieder gesund sind, ist nicht meldepflichtig und wird von den Behörden nicht ausgewiesen,

    Montag, 6. April, 14.45 Uhr: Trotz Lockerungen in Österreich: Freistaat bekräftigt Zeitplan

    Die bayerische Staatsregierung bleibt auch nach der angekündigten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich beim zwischen Bund und Ländern verabredeten Zeitplan: Erst am Dienstag nach Ostern (14. April) wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten. An diesem Zeitplan, auf den sich die Runde zuletzt verständigt hatte, ändere sich nichts, hieß es heute in Regierungskreisen.

    Bayern hatte seine umfangreichen Ausgangsbeschränkungen und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens zuletzt bis einschließlich 19. April verlängert. Ob und wann und für welche Bereiche die Fristen dann erneut nach hinten verschoben werden müssen, ist offen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat aber wiederholt betont, es sei nicht zu erwarten, dass ab dem 20. April plötzlich wieder alles so sein werde wie vorher.

    Montag, 06. April, 13.25 Uhr: ADAC warnt erstmals seit Jahren nicht vor Staus an Ostern

    Vollgestopfte Autobahnen im Allgäu an Ostern? Urlauber, die in Richtung Berge, Österreich oder Italien ziehen? Beides wird es dieses Jahr so gut wie nicht geben. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat der ADAC für das Osterwochenende keine Warnung vor langen Staus ausgegeben.

    ADAC-Präsident August Markl rechnet angesichts der Corona-Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen mit freien Autobahnen an Ostern. Lediglich am Gründonnerstag und Ostermontag erwartet der Automobilclub etwas vollere Straßen - dies liege an den Pendlern.

    Ebenfalls ungewöhnlich: Trotz der Feiertage müssen man mit Lastwagen auf den Autobahnen rechnen: Um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu sichern, wurde in allen Bundesländern das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw befristet aufgehoben.

    Montag, 06. April, 12.40 Uhr: Corona-Handy-App soll schon bald einsatzbereit sein

    Die geplante Handy-App zur Analyse der Corona-Infektionswege könnte schon "sehr bald" einsatzbereit sein. Das sagte Kanzleramtschef Helge Braun am Montagvormittag zu RTL/ntv. Die Corona-App solle bereits in den kommenden Tagen oder spätestens Wochen zur Verfügung stehen. Die Tracking-App, die laut Braun "dem EU-Datenschutz genügen muss", sei Teil der Exit-Strategie der Bundesregierung, um Beschränkungen nach den Osterferien schrittweise lockern zu können.

    Als elementare Teile der Exit-Strategie nannte Braun:

    • die verbesserte Kontaktverfolgung von Infizierten via App.
    • mehr Intensivbetten in den Kliniken und Krankenhäusern.
    • mehr Personal für die Gesundheitsämter.

    Montag, 06. April, 12.15 Uhr: Zweiwöchige Quarantäne für alle Rückkehrer nach Deutschland geplant

    Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnhafte Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen künftig zwei Wochen in Quarantäne. Das empfahl das sogenannte Corona-Krisenkabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Montag den Bundesländern.

    Für Pendler sowie Geschäftsreisende und Servicetechniker, die für wenige Tage beruflich ein- oder ausreisen müssen, werde keine Quarantäne angeordnet, heißt es in dem Beschluss weiter. Gleiches gelte für Personen, die beruflich grenzüberschreitend Menschen, Waren und Güter auf der Straße, auf der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren müssten sowie für Reisende im Transit auf dem Weg in das Land ihres ständigen Aufenthalts.

    Personen, die für einen mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt einreisen wollen, müssten nachweisen können, dass eine zweiwöchige Quarantäne sichergestellt sei oder gleichwertige betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung gelten. Damit soll Saisonarbeitern vor allem in der Landwirtschaft die Tätigkeit in Deutschland ermöglicht werden.

    Montag, 06. April, 11.20 Uhr: Österreich will Geschäfte nach Ostern schrittweise wieder öffnen

    In Sachen Ausgangsbeschränkungen und "Lockdown" orientierte sich Bayern in den vergangenen  Wochen meist an den österreichischen Nachbarn. Dort sollen kleinere Geschäfte bis 400 Quadratmeter Fläche und Bau- und Gartenmärkte ab dem 14. April wieder öffnen dürfen - unter strengen Sicherheitsvorgaben. Das verkündete der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag. Die Ausgangsbeschränkungen in Österreich werden dagegen bis Ende April verlängert.

    Ab 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure in Österreich wieder öffnen dürfen. Hotels und die Gastronomie sollen frühestens Mitte Mai folgen. Die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu. Veranstaltungen sollen bis Ende Juni nicht stattfinden. Zudem wird das Tragen eines Mundschutzes künftig in vielen Bereichen Pflicht.

    Montag, 06. April, 10.25 Uhr: Fällt auch das Münchner Oktoberfest 2020 Corona zum Opfer?

    Tausende Allgäuer pilgern Jahr für Jahr zum Oktoberfest in München. Doch wie bei den Volksfesten in der Region gilt auch hier: Noch ist unklar, ob die Wiesn 2020 überhaupt stattfinden kann. Die Verantwortlichen wollen für die Entscheidung jetzt Zeit gewinnen. Was eine Absage bedeuten würde, lesen Sie hier.

    Montag, 06. April, 09.45 Uhr: Beerdigungen: Allgäuer bietet virtuelle Trauerfeiern per Live-Stream und auf DVD an

    Das Veranstaltungsverbot in Bayern betrifft in der Corona-Krise auch Beerdigungen. Man mag sich kaum ausmalen, wie schlimm dies für Familie und Angehörige eines Verstobenen ist. In Memmingen beispielsweise sind zu Trauerfeiern und Bestattungen auf dem Waldfriedhof derzeit nur noch die engsten Verwandten zugelassen - maximal zehn Personen.

    Um in dieser schlimmen Zeit dennoch angemessen trauern zu können, hat ein ehemaliger Allgäuer Pfarrer ein besonderes Angebot ins Leben gerufen: Er bietet virtuelle Trauerfeiern an, bei denen Hinterbliebene online per Live-Stream Abschied nehmen können. Im Anschluss gibt es die Zeremonie auch auf DVD. Alles dazu lesen Sie hier.

    Montag, 06. April, 09.10 Uhr: So beantragen kriselnde Firmen Förderkredite

    Einnahmen, die teilweise komplett wegbrechen, und laufende Kosten, die bezahlt werden müssen: Die Corona-Krise bereitet vielen Unternehmern in der Region Kopfzerbrechen. Sie müssen vor allem darauf achten, dass ihre Firma flüssig, sprich zahlungsfähig bleibt. Unternehmen, die wegen der Coronakrise finanzielle Schwierigkeiten haben, können staatliche Förderkredite in Anspruch nehmen. Wie das funktioniert, erklären hier Experten der Sparkasse Allgäu.

    Montag, 06. April, 08.35 Uhr: Zwei weitere Menschen im Allgäu sterben nach Covid-19-Erkrankung

    Traurige Nachrichten erreichen unsere Redaktion am Montagmorgen aus dem Unterallgäu und der Stadt Kaufbeuren: Dort gibt es jeweils ein weiteres Todesopfer infolge der Corona-Pandemie zu beklagen. Die Zahl der Verstobenen im Zusammenhang mit Covid-19 steigt im Allgäu auf 23.

    Im Laufe des Tages erwartet wir aktualisierte Ziffern zu den Neu-Infektionen in den Allgäuer Landkreisen und Städten.

    Montag, 06. April, 07.43 Uhr: RKI: Zahl der Neuinfektionen in Deutschland weiter rückläufig

    Auch am vierten Tag in Folge ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland rückläufig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Montag weitere 3.677 bestätigte Fälle. Damit stieg die Zahl in der RKI-Statistik (abweichende Zahlen bei der Johns Hopkins Universität) auf insgesamt 95.391. Die Zahl der Toten stieg um 92 auf 1.434.

    Montag, 06. April, 07.15 Uhr: Wegen Corona: Mindelheimer Freibad bleibt das ganze Jahr geschlossen

    Der Frühling und die warmen Temperaturen in dieser Woche geben uns einen Vorgeschmack auf die Badesaison. In Mindelheim im Unterallgäu fällt die jedoch flach: Das Freibad Mindelheim bleibt dieses Jahr komplett geschlossen, teilt die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage mit.

    Man habe sich dazu entschieden, da nicht absehbar sei, "wie sich die Corona-Pandmie und die damit verbundenen Beschränkungen der Freizeitaktivitäten im Jahr 2020 entwickeln." Nun wolle man die ohnehin geplante Sanierung vorziehen. Die Bauarbeiten am Schwimmbad hätten ursprünglich im Herbst dieses Jahres starten sollen. 

    Badegäste, die schon eine Jahreskarte gekauft haben, können laut Stadtverwaltung entweder die Bäder in Bad Wörishofen und Türkheim besuchen oder "sich den Betrag gegen Rückgabe der Karte anteilig zurückerstatten zu lassen", heißt es weiter.

    Montag, 06. April, 06.35 Uhr: Bayerns Bischöfe in der Karwoche: "Wüstenzeit" oder "Ostern bleibt Ostern"?

    Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Auch wenn es sich für viele derzeit nicht so anfühlt: Der heutige Montag ist der erste offizielle Tag der Osterferien in Bayern - und der Start in die Karwoche. Wir steuern auf ein Osterfest zu, das heuer in vielerlei Hinsicht anders als gewohnt verlaufen wird. Auch Bayerns Bischöfe haben sich betroffen und traurig darüber gezeigt, das höchste christliche Fest in diesem Jahr nicht mit Gottesdiensten feiern zu können. "Wir feiern heuer eine Karwoche im Ernstfall", sagte der ernannte Augsburger Bischof Bertram Meier. "Es geht nicht um liturgisch schöne Riten, auf die wir leider verzichten müssen; es ist wirklich Wüstenzeit – nicht nur für Gläubige, sondern auch für Diakone, Priester und Bischöfe."

    Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, betonte in einer Video-Botschaft: "Ostern bleibt Ostern, auch wenn die Umstände in diesem Jahr sehr schwierig sind." Denn es gehe nicht um das Datum. "An Ostern bekennen wir: Jesus ist auferstanden", sagte Marx. "Das ist unsere Überzeugung, und die kann uns auch die jetzige Krise nicht wegnehmen."

    In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen und gesunden Wochenstart. Wir sind natürlich täglich für Sie da und informieren über die aktuelle Lage im Allgäu.

    Sonntag, 5. April, 21.45: Das Wichtigste des Tages zur Corona-Situation im Allgäu

    Gesperrte Grenzen, leere Spielplätze und Kontrollen: Sonntagsimpressionen aus dem Allgäu

    Geschlossen: die Grenzübergänge zwischen Tirol und dem Allgäu, hier der Übergang von Oberjoch ins Tannheimer Tal. Ralf Lienert
    Die Polizei zeigte Präsenz, wie hier am neuen Stadtpark in Kempten. Ralf Lienert
    Fast menschenleer: Die Fußgängerzone in Kempten. Ralf Lienert
    Wegen der Infektionsgefahr sind alle Spielplätze gesperrt. Der Anblick an einem sonnigen Sonntag mutet surreal an. Ralf Lienert
    Auch die Stadtbücherei ist bis auf Weiteres geschlossen. Ralf Lienert
    Wochenendausflug von zwei Radlern bei Nesselwang. Radfahren ist erlaubt, zumindest alleine oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt. Ralf Lienert

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Wir sind morgen ab etwa 6.30 Uhr wieder für Sie da. 

    Sonntag, 5. April, 19.39 Uhr: "Vereinzelt Verstöße": Polizei zieht Wochenend-Bilanz fürs Allgäu

    "Die meisten Leute hier sind vernünftig und nehmen Rücksicht auf andere – und vor allem auf die Risikogruppen“, sagt Dominic Geißler, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West. Doch nicht alle hielten sich übers Wochenende an den Appell, in der Corona-Krise zuhause zu bleiben. Welche teils kuriosen Fälle den Beamten zu schaffen machten, lesen Sie hier

    Sonntag, 5. April, 17.24 Uhr: Stadt Kempten bereitet zentrale Anlaufstelle für Infektpatienten vor

    Um im Notfall auf eine größere Zahl an Corona-Patienten vorbereitet zu sein, hat das Technische Hilfswerk gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe in der bigBOX Allgäu eine sogenannte „Fieberambulanz“ eingerichtet. Da es sich um eine rein vorbereitende Maßnahme handelt, ist noch kein Zeitpunkt der Inbetriebnahme bekannt.

    Sollte die Patientenzahl derart ansteigen, dass die hausärztliche Versorgung nicht mehr garantiert werden kann, wird diese Fieberambulanz mit zwölf Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche von allen niedergelassenen Ärzten betrieben werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Kempten.

    Sonntag, 5. April, 17.10 Uhr Uni Erlangen: Forscher machen Fortschritte bei Corona-Therapie

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt das Universitätsklinikum Erlangen auf die Transfusion von Blutplasma. Am Wochenende hat die Einrichtung die behördliche Zulassung für die Herstellung von therapeutischem Plasma erhalten, mit dem schwerkranke Covid-19-Patienten behandelt werden können sollen, wie Professor Holger Hackstein, Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin, mitteilte.

    In den vergangenen Tagen hatte die Uniklinik bereits ehemalige Covid-19-Patienten zu Blutplasmaspenden aufgerufen. Daraus soll der Wirkstoff gewonnen werden. Wer eine Covid-19-Erkrankung hinter sich hat, habe Antikörper entwickelt, erklärte Hackstein. Damit könne anderen Patienten geholfen werden. Die Resonanz auf den Spendenaufruf sei enorm gewesen.

    Sonntag, 5. April 16.20 Uhr: Unsere Bilder des Tages - ein Sonntag in der Coronakrise im Allgäu 

    Sonntag, 5. April, 15.05 Uhr:  Jetzt 23 Todesfälle und 937 Infektionen im Allgäu 

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Sonntag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 891 auf 937. Die Zahl der Todesopfer im Allgäu infolge einer Corona-Infektion stieg ebenfalls von 18 auf 23 Personen. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:
    • Kaufbeuren: 57 Corona-Fälle, 2 Todesfall.
    • Kempten: 51 Fälle, drei Tote.
    • Memmingen: 40 Fälle, keine Toten.
    • Landkreis Lindau: 188 Fälle, 4 Tote.
    • Oberallgäu: 121 Fälle, drei Tote.
    • Ostallgäu: 296 Fälle, sieben Tote.
    • Unterallgäu: 184 Fälle, vier Tote.

    Hinweis: Das Landratsamt Unterallgäu hat seine Zahlen am Abend aktualisiert, auch die Ziffer aus Kaufbeuren wurde angepasst.

    Sonntag, 5. April, 14.16 Uhr: Das "Chaplin" bereitet Obdachlosen in Kempten Freude  

    Amela und Mirza Tursic von der Pilsbar "Chaplin" in Kempten verteilten am Sonntagmittag Essen an  an Obdachlose und Bedürftige. "Die Menschen brauchen gerade in der Corona-Krise unsere Unterstützung", sagte Mirza Tursic.  80 Portionen Braten mit Nudeln oder Reis plus Orangen und Schokolade wurden unter den derzeit gängigen Schutzmaßnahmen vergeben. Der Gastronom, der seit 25 Jahren in Kempten aktiv ist, will die Aktion am kommenden Sonntag fortsetzen. 

    Sonntag, 5. April, 13.10 Uhr: Kanzleramtsminister: "Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns"  

    Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont, dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, "uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten", sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns." Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine "Verdoppelung alle drei Tage" gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig, sagte Braun dem Blatt. "Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage."

    Mit Blick auf wegen der Corona-Pandemie geschlossene Schulen sagte der Kanzleramtsminister, die Vorstellung, dass sich Kinder "auf dem Schulhof zu 100 Prozent nach unseren Abstandsvorschriften verhalten, ist nicht sehr realistisch". Kämen sie dann nach Hause, träfen sie vielleicht auf ihre Großeltern. "Dann können schnell Infektionsketten entstehen."

    Sonntag, 5. April, 12.24 Uhr:  Trotz Sperrung unterwegs: Mann stürzt am Pilgerschrofen tödlich ab  

    Ein 67-jähriger Mann ist am Pilgerschrofen tödlich abgestürzt. Der Bergsteiger war mit seinem Sohn (36) unterwegs, obwohl die alpinen Wege auf Schwangauer Flur wegen Corona derzeit gesperrt sind.  Die Bergsteiger wollten am Samstag vom Pilgerschrofen die Überschreitung der "zwölf Apostel" zum Säuling unternehmen. Wegen der rutschigen Bedingungen kehrten sie jedoch wieder in Richtung Pilgerschrofen um. Beim kurzen seilversicherten Aufstieg in Richtung Gipfel des Pilgerschrofen verlor der 67-Jährige plötzlich den Halt und stürzte 150 Meter über felsiges Gelände ab und zog sich  tödliche Verletzungen zu. Die Rettungskräfte appellieren zum wiederholten Mal an Wanderer, derzeit zuhause zu bleiben. 

    Sonntag, 5. April, 11.36 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit hält Beschränkungen in Bayern für sinnvoll 

     84,3 Prozent der Bayern sind der Meinung, dass die seit zwei Wochen geltenden Beschränkungen angemessen sind, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen. Nur 11,3 Prozent lehnten die Beschränkungen ab. Weitere Informationen lesen Sie hier

    Sonntag, 5. April, 10.45 Uhr: Erster Todesfall in Kaufbeuren bestätigt

    Die Stadt Kaufbeuren hat den ersten Corona-Todesfall vom Freitag in der kreisfreien Kommune bestätigt. Demnach sei "eine Person im fortgeschrittenen Alter, die neben schweren Vorerkrankungen auch mit dem Covid 19-Virus infiziert war gestorben." Die Person lebte bisher im Seniorenheim Am Gartenweg und war kurzfristig ins Krankenhaus eingeliefert worden, hießt es weiter. Nähere Angaben zur Person machte die Stadt nicht. 

    Sonntag, 5. April, 9.50 Uhr: Corona-Krise am Bodensee: Zwei Absperrungen halten Liebespaare an Grenze auf Distanz  

    Eine zweite Absperrung hält Paare an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz in Konstanz am Bodensee jetzt auf Abstand. Auf Schweizer Seite sei ein weiterer Zaun aufgestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Dort stehen nun zwei Drahtgitterzäune, wie man sie von Baustellenabsperrungen kennt - zwischen ihnen ist ein etwa zwei Meter breiter Abstand.

    An den vergangenen Tagen hatten sich viele Paare an der Grenze getroffen und über die provisorische Absperrung hinweg direkten Kontakt aufgenommen. Händchenhalten, Umarmungen und Küssen sind jetzt nicht mehr möglich. Wenn ein Partner in Deutschland wohnt und der andere in der Eidgenossenschaft, ist eine Fahrt zum Freund oder der Freundin derzeit ausgeschlossen.

    Besuchsreisen über die Grenze sind wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell nicht erlaubt. Zuvor war die grüne Grenze am Bodenseeufer normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

    Sonntag, 5. April, 9.05 Uhr: Bayern zahlt 500 Euro an Pflegekräfte

    Bayern zahlt einen Bonus von 500 Euro an alle Pflegekräfte im Freistaat. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder am Sonntag auf Facebook mit. Zudem habe man in allen Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen freies Essen und Getränke für die Mitarbeiter eingerichtet.

    Sonntag, 5. April, 8.10 Uhr: Trump stellt die USA auf "schreckliche Zeiten" ein

    US-Präsident Donald Trump stellt die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie auf "schreckliche Zeiten" ein. Es werde in den nächsten zwei Wochen "viele Tote geben, leider", sagte Trump im Weißen Haus. Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein, sagte Trump. Allein am Samstag kamen in den USA der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 1.000 Menschen infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben. Die Zahl der bekannten Infektionen überschritt die Marke von 300. 000. Damit sind die Vereinigten Staaten trauriger Spitzenreiter der weltweiten Corona-Statistik.

    Sonntag, 05. April, 7.32 Uhr: Tipp des Tages: Ostereier mit Bergmotiven bemalen 

    Auch wenn es noch so schwer fällt: Bergwandern ist in diesen Tagen auch im Allgäu tabu. Die Wanderparkplätze sind gesperrt, die Polizei zeigt an zahlreichen "Hotspots" Präsenz. Die Alläguer Gipfel können derzeit nur aus der Ferne bewundert werden - oder man holt sie sich in Form von kleinen Kunstwerke nach Hause. Unser Tagestipp stammt von Simone Zehnpfennig: Ostereier mit Allgäuer Bergmotiven bemalen. Hilft im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus - und steigert obendrein die Vorfreude auf jene Zeit, in der Bergtouren wieder uneingeschränkt möglich sind. Wie das Ganze geht, lesen Sie hier.

    Sonntag, 05. April, 7.15 Uhr Gottesdienst mit Augsburger Bischof im Livestream 

    Die Kirchen in Deutschland müssen auch eine Woche vor Ostern für Gottesdienste geschlossen bleiben. Doch im Netz gibt es verschiedene Livestream-Angebote für Gläubige. So auch bei allgaeu.tv und augsburg.tv, die heute ab 10 Uhr live die Gottesdienstfeier des Augsburger Bischofs Bertram Meier aus der Kapelle des Bischofshauses zeigen. 

    Sonntag, 05. April, 6.58 Uhr: Oberstdorfer Klinik setzt stationären Betrieb ab morgen aus

    Der stationäre Betrieb der Klinik in Oberstdorf wird ab Montag vorübergehend ausgesetzt. Damit soll mehr Platz für die Behandlung von Covid-19-Patienten geschaffen werden. Zuletzt lag die Auslastung der Klinik, an der schwerpunktmäßig geplante Eingriffe im Bereich Orthopädie vorgenommen werden, bei nur noch 12 Prozent. Die verbliebenen stationären Patienten werden bis Montag an die Kliniken Kempten und Immenstadt verlegt. Dort seien momentan noch ausreichen Behandlungskapazitäten vorhanden. Davon unabhängig bleibt die ambulante Notfallversorgung am Standort Oberstdorf weiterhin erhalten, teilt der Klinikverbund Allgäu mit. 

    Sonntag, 05. April, 6.15 Uhr: Auch wenn's heute besonders schwer fällt: Bleiben Sie daheim 

    Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung,

    für den heutigen Sonntag ist zwar wunderbares Aprilwetter angesagt. Doch einmal mehr gilt die vom bayerischen Innenministerium ausgegebene Devise: "Es wird dringend davon abgeraten, am Wochenende Ausflüge in die Berge zu unternehmen. Bitte denken Sie dabei auch an den Schutz unserer Einsatzkräfte, z.B. Polizei, Rettungskräfte, Bergwacht, Wasserwacht! Bleiben Sie daheim!"

    Das Coronavirus schränkt unseren Alltag weiter massiv ein. Die Nerven sind teils angespannt. Weltweit. Während Sie diesen Newblog lesen, wird in anderen Ländern auch die Berichterstattung teils über Corona teils massiv eingeschränkt. Die Regierung von Turkmenistan hat sogar das Wort „Coronavirus“ sogar verboten, meldet die Organisation "Reporter ohne Grenzen". Die staatlich überwachten Medien dürfen die Vokabel nicht verwenden, aus offiziellen Broschüren ist sie getilgt, Bürgern, die Schutzmasken tragen oder sich in der Öffentlichkeit über die Pandemie unterhalten, drohe die Festnahme. Auch andere autoritäre Regimes nutzen die Pandemie. Immer wieder erstaunlich, welche ungeahnten Folgen dieses winzige, fürs Auge unsichtbare Virus hat.  

    Samstag, 04. April, 21.55 Uhr: Das war am Samstag wichtig

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Sonntag wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

    Samstag, 04. April, 20.30 Uhr: Unsere Bilder des Tages - ein Allgäuer Frühlingssamstag in Corona-Zeiten

    Frühlingssamstag in Corona-Zeiten

    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Ralf Lienert
    Wochenmarkt Memmingen Corona
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Daniel Halder
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Daniel Halder
    Wochenmarkt Memmingen Corona 4
    Corona im Allgäu: Unsere Bilder des Tages kommen aus Pfronten, Kempten, Memmingen und dem südlichen Oberallgäu. Trotz bestem Wetter hielten sich viele Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, in den Bergen war nur wenig los. Daniel Halder

    Samstag, 04. April, 19.45 Uhr: Polizei zufrieden - wenig los im Allgäu - kaum Ausflugsverkehr in den Bergen, Motorradfahrer und Wanderer halten sich zurück

    Zufrieden zeigt sich die Polizei im Allgäu mit dem Verlauf des frühlingshaften Samstags: Die Menschen in der Region hätten sich überwiegend an die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise gehalten, heißt es bei der Einsatzzentrale in Kempten auf Nachfrage unserer Digital-Redaktion. "Wir haben schwerpunktmäßig an den Wanderparkplätzen im Allgäu kontrolliert. Die waren überwiegend leer", teilt ein Polizist mit. Über den Allgäuer Alpen sei zudem ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz gewesen - die Beamten an Bord hätten nur verhältnismäßig wenige Wanderer und Ausflügler entdeckt.

    Auch der Motorradverkehr im Allgäu hielt sich nach Angaben der Polizei in Grenzen - man habe mit mehr gerechnet, heißt es. Unser Fotograf Ralf Lienert beobachtete vereinzelt Biker und Fahrradfahrer auf der Jochpassstraße von Bad Hindelang nach Oberjoch - meist waren sie aber allein oder zu zweit unterwegs.

    "Allerdings gingen relativ viele Anrufe ein, in denen Menschen uns mögliche Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren gemeldet haben", heißt es von der Polizei abschließend. Die Beamten seien den Fällen nachgegangen - in den meisten Fällen habe sich der Verdacht aber als unbegründet erwiesen

    Samstag, 04. April, 18.20 Uhr: Sonthofer Kinobetreiber sorgen mit Corona-Botschaft für Lacher

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Diese Kinobetreiber in Sonthofen erklären den Allgäuern auf ihre Weise, weshalb es in der "Filmburg" derzeit keine aktuellen Filme zu sehen gibt. Unsere Leserin Karin Freuding hat uns den Schnappschuss zur Verfügung gestellt.

    Samstag, 04. April, 17.15 Uhr: Für Kinder: BUND Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) veröffentlicht online jeden Tag Tipps zum Naturerleben für Familien

    Die Ausgangsbeschränkungen durch das Coronavirus zwingen Kinder aktuell ihre Freizeit allein oder mit ihrer Familie zu verbringen. Aber der Frühling kommt und die schöne Allgäuer Natur erwacht zu neuem Leben. Das BUND Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu (NEZ) veröffentlicht daher ab sofort jeden Tag neue Tipps, Rätsel und Anleitungen für Kinder und Familien, um der Natur rund um das eigene Zuhause auf die Spur zu gehen.

    Auf der Webseite des NEZ (hier klicken) gibt es täglich neue Anregungen, die sich leicht allein und im nahen Umkreis nachmachen lassen, teilen die Verantwortlichen mit. Beispielsweise lernen Kindern ein Insektenhotel zu bauen, Frühlingsblüher aufzuspüren oder leckeres Bärlauchpesto selbst zu machen. Die Tipps richten sich laut NEZ hauptsächlich an Familien mit etwa 6 bis 12-jährigen Kindern, aber auch für Erwachsene soll es unter der Rubrik „Natürlich nachhaltig“ Anregungen geben: von der Gemüsekiste, einem fairen Lieferservice bis zu Tipps zur natürlichen Konservierung von Lebensmitteln. 

    Samstag, 04. April, 16.15 Uhr: Behörde meldet nun 891 Corona-Erkrankte im Allgäu - Zahl der Todesopfer steigt auf 18

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Samstag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 816 auf 891. Die Zahl der Todesopfer im Allgäu infolge einer Corona-Infektion stieg ebenfalls von 14 auf 18 Personen. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

    • Kaufbeuren: 52 Corona-Fälle, keine Toten.
    • Kempten: 51 Fälle, drei Tote.
    • Memmingen: 31 Fälle, keine Toten.
    • Landkreis Lindau: 176 Fälle, drei Tote.
    • Oberallgäu: 121 Fälle, drei Tote.
    • Ostallgäu: 280 Fälle, sechs Tote.
    • Unterallgäu: 180 Fälle, drei Tote.

    Hinweis: Die Zahlen aus dem Unterallgäu wurden am Samstagnachmittag vom Landratsamt aktualisiert.

    Samstag, 04. April, 15.55 Uhr: Motorradfahrer im Oberallgäu verstoßen gegen Ausgangsbeschränkungen - und gefährden dabei auch noch andere Verkehrsteilnehmer

    Viele Biker im Allgäu reizt dieser sonnige Samstagnachmittag zu einer der ersten Motorrad-Ausfahrten des Jahres. Doch die Polizei Schwaben Süd/West hat schon unter der Woche klargestellt: Motorrad-Spritztouren sind derzeit verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen. „Wegen des Verlassens der Wohnung aus nicht triftigem Grund“, erläutert Polizei-Pressesprecher Holger Stabik.

    Am Freitag wurde die Polizei in Burgberg/Oberallgäu auf zwei Motorradfahrer aufmerksam, die sich nicht an die aktuellen Spielregeln hielten. Doch nicht nur das: Auch ihre Kennzeichen entsprachen nicht den Vorgaben. Als die Beamten die Biker anhalten wollten, gaben diese Gas, düsten mit über 90 Stundenkilometern durch Burgberg und gefährdeten dabei auch noch andere Verkehrsteilnehmer. Ihre waghalsige Flucht wurde kurz darauf in einer Seitenstraße gestoppt.

    Bei der Kontrolle fand die Polizei heraus, dass einer der Männer mit 0,38 Promille Alkohol im Blut unterwegs war. Jetzt gibt's eine Triple-Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs, Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz.

    Samstag, 04. April, 15.20 Uhr: Pils-Bar Chaplin in Kempten verteilt am Sonntag Schweinebraten an Bedürftige und Obdachlose

    Tolle Aktion der Pils-Bar Chaplin in Kempten in schwierigen Zeiten: Dort sollen Bedürftige und Obdachlose am Sonntag kostenlos Essen bekommen. Auf dem Küchenplan des Chaplin - das wegen Corona derzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbietet - steht Schweinebraten mit Kartoffeln und Soße. Von 12 bis 15 Uhr kann das Essen am Sonntag im Sommergarten des Chaplin in Kempten abgeholt werden.

    Samstag, 04. April, 13.55 Uhr: Wochenmärkte im Allgäu am Samstag - gute Stimmung in Kaufbeuren-Neugablonz, Zurückhaltung in Memmingen

    "Mei. Es fällt jetzt halt ein bisschen schwerer, gute Stimmung zu verbreiten", sagt Karina vom Grasserhof lächelnd. Ein wenig Entertainment gehöre auf einem Markt schließlich dazu. Sonst aber geht auf dem Neugablonzer Wochenmarkt (fast) alle seinen gewohnten Gang. Nun ja – bis auf das mit dem Abstand: Die Schlange vor dem Verkaufsstand des Grasserhofs ragt viele Meter auf den Marktplatz. Nicht nur, weil die Kunden zahlreich sind, sondern weil alle vorbildlich Platz zum Vordermann halten.

    Mit einer provisorischen Absperrung aus Gemüsekisten und Holzplatten halten die Mitarbeiter des Grasserhofs die Kunden von den Waren fern. „Das Bio-Gemüse geht gerade wahnsinnig gut“, sagt Karina. „Die Menschen essen jetzt nicht mehr im Restaurant oder in der Kantine, sondern zuhause. Das merken wir deutlich.“ Die Allgäuer Wochenmärkte sieht Karina als Teil der Nahversorgung – gerade auch für ältere Kunden. Diese seien gerade besonders dankbar, auch unter freiem Himmel Einkaufen gehen zu können.

    Deutlich weniger los war dagegen am Samstagvormittag auf dem Wochenmarkt in Memmingen. Wie Händler und Kunden dort mit der Situation umgehen, lesen Sie hier.

    Samstag, 04. April, 11.35 Uhr: Patient stiehlt Desinfektionsmittel aus Klinik in Pfronten - bei Entlassung wartet Polizei auf ihn

    Zwei 1-Liter-Flaschen-Desinfektionsmittel hat am Donnerstagabend ein 49-jähriger Patient in der Klinik in Pfronten aus dem Vorratsraum entwendet. Pech für ihn: Er wurde dabei vom Krankenhauspersonal beobachtet - die Flaschen wurden ihm noch in der Klinik wieder abgenommen.

    Am Freitag, bei der Entlassung aus der Klinik, wurde der Patient von Polizeibeamten schon vor dem Krankenhaus erwartet. Wegen des Diebstahls wurde der Mann angezeigt. Der Wert der Flaschen beträgt rund 50 Euro, teilt die Polizei mit.

    Samstag, 04. April, 11 Uhr: Bekannter Allgäuer Pfarrer stirbt an Covid-19-Erkrankung

    Prominenter Corona-Todesfall im Allgäu: Der ehemalige Pfarrer von Oberstaufen (Oberallgäu) und Benningen (Unterallgäu), Johannes Netzer (76), ist am Freitag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilt die Diözese Augsburg auf ihrer Internetseite mit. Netzer wurde 76 Jahre alt. Alles dazu lesen Sie hier.

    Samstag, 04. April, 09.30 Uhr: Ausgangsbeschränkungen: Was ist erlaubt? Und was nicht? - Leser haben gefragt, hier antworten Experten

    Die Ausbreitung des Coronavirus soll verlangsamt werden. Ein Mittel dafür: Ausgangsbeschränkungen - die in Bayern bis zum 20. April gelten. Für die Menschen bedeutet das: daheim bleiben und das Haus nur mit triftigem Grund verlassen. Aber was ist ein triftiger Grund? Auf dem Friedhof das Grab herrichten? Die Großeltern an Ostern besuchen? Mit der Familie die Sonne im Schrebergarten genießen? Viele Menschen sind sich unsicher, was erlaubt ist und was nicht. Die Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung haben per Mail und auf Facebook zahlreiche Fragen dazu erreicht, die wir hier beantworten.

    Samstag, 04. April. 08.35 Uhr: #stayathome - Kaufbeurer Polizist mit Videoaufruf: Lasst uns an einem Strang ziehen

    Bleibt's dahoim - ja, es fällt schwer. Doch nicht nur für die Bürger im Allgäu ist die Situation ungewohnt. Auch die Allgäuer Polizei weist darauf hin, dass sie die strikten Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen am Wochenende nicht aus Jux und Tollerei durchführt. Von einem Polizisten aus Kaufbeuren stammt dieser Aufruf auf der Facebook-Seite des Polizeipräsidums Schwaben Süd/West: "Wir sind rund um die Uhr für Eure Sicherheit da. Bitte bleibt Ihr daheim..."

    Samstag, 04. April, 7.40 Uhr: Beginn der "etwas anderen" Osterferien - Wochenmärkte im Allgäu mit strengen Auflagen

    Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung: Wir starten in ein Wochenende, das in vieler Hinsicht anders als gewohnt verlaufen dürfte. Obwohl die Osterferien beginnen und tolles Ausflugswetter angesagt ist, lautet die Devise nach wie vor: Bitte bleiben Sie daheim. Politiker von Oberstdorf bis Flensburg appellierten vor dem Wochenende nochmals an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Die Polizei im Allgäu hat starke Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen angekündigt.

    Weiterhin erlaubt sind natürlich Lebensmitteleinkäufe - viele Wochenmärkte im Allgäu sind am Samstag geöffnet. Doch auch hier wurden die Regel nochmals angepasst: In Kempten etwa greifen seit Beginn der Sommersaison auf dem Hildegardplatz verschärfte Maßnahmen, die der Krisenstab der Stadt festgelegt hat. Um die Kunden und Händler zu schützen und Menschenmengen zu vermeiden, dürfen Imbissstände bis auf weiteres nicht mehr am Wochenmarkt teilnehmen. Außerdem wurden Stehtische und Sitzplätze allesamt entfernt, da Ware nur noch To-Go verkauft werden darf, heißt es in einer Mitteilung des Kemptener Messe- und Veranstaltungsbetriebs. Der Aufenthalt auf dem Wochenmarkt sei nur noch für die Dauer des Einkaufs gestattet.

    Wir haben für Sie auch heute den Blick darauf, wie sich die Situation im Allgäu entwickelt. Starten Sie gut und positiv in die dieses Wochenende!

    Freitag, 3. April, 21 Uhr: Das Wichtigste des Tages im Überblick: 

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Wir sind morgen ab etwa 7.30 Uhr wieder für Sie da. 

    Freitag, 3. April, 19 Uhr: Nothilfe-Programm gefordert 

    Die Corona-Krise und die dadurch ausgelöste Schließung von Hotels, Pensionen und Gaststätten wird viele Betriebe in Bedrängnis bringen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) beziffert die Umsatzeinbußen im Allgäuer Tourismus nach einer Mitgliederumfrage auf 1,2 Milliarden Euro.

    Der Verbund der Allgäu Top-Hotels fordert daher von der Politik ein „Nothilfe-Programm“. Der Oberallgäuer Brauereichef Niklas Zötler bittet die bayerische Staatsregierung in einem eindringlichen Video-Appell um wirksame Unterstützung für Hotellerie und Gastronomie. Andernfalls sei die „einzigartige Kultur-Landschaft“ in Gefahr.

    Der Brauereichef (34) aus Rettenberg bat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger per Video eindringlich darum, dass Kurzarbeitergeld schnell ausbezahlt wird und der Staat ein größeres Haftungsrisiko bei Bankdarlehen übernimmt. Dies sei für Hotellerie und Gastronomie, aber auch für Bäcker, Metzger oder Brauereien wichtig. Der Appell stieß im Netz auf große Resonanz – aus der Politik habe sich aber bislang niemand gemeldet.

    Freitag, 3. April, 17.30 Uhr: Allgäuer Schülerin (11) appelliert zum Wochenende: "Bleibt Zuhause und passt auf Euch auf" 

    Die Schule fällt wegen Corona nun schon seit drei Wochen aus. Die 11-jährige Schülerin Denisa Alexandrescu aus Kempten besucht die 6. Klasse und gibt uns einen Einblick, wie ihr Alltag in diesen Tagen aussieht und wie sich Corona auf ihr großes Hobby, das Modeln, auswirkt. Zu unserem Interview geht's hier

    Freitag, 3. April, 15.45 Uhr: Unterallgäuer Wertstoffhöfe öffnen für dringende Entsorgungen 

    Auch im Unterallgäu öffnen einzelne Wertstoffhöfe wieder. Vom kommenden Montag (6. April) bis zum Donnerstag (9. April) sollen Privatpersonen Verpackungen, Grüngut und Karton entsorgen können, schreibt der Landkreis Unterallgäu in einer Pressemitteilung. 

    „Dabei müssen die vorgeschriebenen Mindestabstände von 1,5 Metern eingehalten werden, weshalb es zu längeren Wartezeiten wegen Blockabfertigung kommen kann“, teilt Edgar Putz, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises, mit. Welcher Wertstoffhof im Unterallgäu wann geöffnet hat, erfahren Sie hier

    Auch die Wertstoffhöfe im Ostallgäu (Infos beim Landkreis) und im Ober- und Westallgäu (Infos hier) haben zum Teil geöffnet. 

    Freitag, 3. April, 14.38 Uhr: Im Allgäu wurden bisher erst wenige Bußgelder wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen verhängt

    Fast 900 Bußgeldverfahren hat das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West bisher eingeleitet, weil Menschen in der Region gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen haben. Die Kreisverwaltungsbehörden haben aber erst wenige Bußgeldbescheide verschickt. So stellte das Landratsamt Lindau bisher fünf Bescheide aus, im Oberallgäu wurden 14 Bescheide verschickt. und im Unterallgäu bisher noch keiner Zahlreiche weitere Verfahren sind jeodch in Bearbeitung. Wie das abläuft, erfahren Sie hier.

    Freitag, 3. April, 12.24 Uhr: Landkreis Unterallgäu verteilt tausende Masken, medizinische Schutzanzüge und Handschuhe

    Das Landratsamt Unterallgäu verteilt derzeit eine Lieferung medizinischer Ausrüstung an die Kliniken in Ottobeuren und Mindelheim sowie die Unterallgäuer Hausärzte und Fachärzte der Grundversorgung, also etwa an Zahnärzte mit Akut- und Schmerzbehandlung,  Gynäkologen und Pulmologen. Außerdem erhalten Senioren- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste eine erste Lieferung. Das teilte das Landratsamt mit. Konkret geht es um etwa 8560 Mund-Nase-Masken, 8195 FFP2-Masken sowie 1865 Schutzanzüge, 600 Pflegekittel und 35.000 Handschuhe  „Uns ist leider nur zu bewusst, dass dies nur ein Anfang und bei Weitem nicht genug ist“, sagt Landrat Hans-Joachim Weirather. „Wir tun unser Möglichstes, zusätzlich zu den zugesagten Lieferungen des Freistaats weiteres Material zu beschaffen.“ Sobald wieder medizinische Schutzausrüstung verfügbar sei, werde diese schnellstmöglich weitergegeben. Das zuständige Sachgebiet im Landratsamt habe den Bedarf bei den Einrichtungen abgefragt. Er übersteigt auch im Unterallgäu die verfügbare Zahl um ein Vielfaches. Der Bedarf  kann per Mail an psa-bedarf-corona@lra.unterallgaeu.de auch weiter gemeldet werden.

    Aktuell beschafft der Freistaat Bayern zentral Schutzmaterial. Nach einem festgelegten Schlüssel wird es beispielsweise an die Hilfsorganisationen, an Universitätskliniken und die Katastrophenschutzbehörden verteilt. Auch das Landratsamt als Katastrophenschutzbehörde im Unterallgäu hat eine solche Lieferung erhalten. Der Landkreis habe spezielle Stoffe zum Nähen von Schutzmasken zugeteilt bekommen. „Diesen Stoff werden wir einer Firma zur Verfügung stellen, die daraus Masken für die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Landkreis fertigt“, erklärt der Landrat. Denn: Damit die Schutzmasken in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verwendet werden dürfen, müssen sie verschiedenen Vorgaben entsprechen. „So leid es uns tut: Wir können diesen Stoff aus diesem Grund derzeit nicht den vielen ehrenamtlichen Näherinnen im Unterallgäu zur Verfügung stellen“, bedauert Weirather.

    Freitag, 3. April, 11.30 Uhr:  Innenminister Herrmann zu Ausgangsbeschränkungen: "Bleiben Sie zuhause"

    Morgen beginnen die Osterferien, in den kommenden Tagen ist gutes Wetter vorhergesagt: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann appelliert in einer Pressekonferenz, in den kommenden Tagen möglichst zuhause zu bleiben - auch wenn es schwer falle. Wenn man sich im Freien aufhalte, solle man sich an die Vorgaben halten (keine Ansammlung von Menschen, Abstand einhalten, Verlassen der Wohnung nur aus triftigem Grund). Herrmann kündigte zudem vermehrt Kontrollen an und betonte, dass Verstöße konsequent sanktioniert werden. "Die Minderheit, die meint, sich nicht an Regeln halten zu müssen, muss u.a. mit Geldbußen rechnen."

    Freitag, 3. April, 10.44 Uhr: Bundesregierung spricht mit Lufthansa über Beteiligung

    Die deutsche Bundesregierung führt mit der Lufthansa Gesprächen über eine Beteiligung des Staates an dem Unternehmen. Die Gespräche seien auf einem "guten Weg", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Wegen der Pandemie bietet der Konzern nur noch etwa fünf Prozent seiner sonstigen Verkehrsleistung an. Lufthansa hatte angekündigt, rund zwei Drittel der Angestellten in Kurzarbeit schicken zu wollen.

    Freitag, 3. April, 9.38 Uhr: Diözese Augsburg stellt Hilfsfonds über zehn Millionen Euro auf

    Das Bistum Augsburg hat mit sofortiger Wirkung einen Hilfsfonds mit einem Volumen von zehn Millionen Euro für Pfarrgemeinden und kirchliche Einrichtungen aufgestellt. Ziel sei es, "insbesondere bei laufenden Vorhaben kurzfristige Liquidität zu garantieren", teilt die Diözese mit. Dies könne in Form von Sonderzuschüssen, langfristiger zinsloser Darlehen oder auch durch die Gewährung von Sicherheiten Dritten gegenüber erfolgen.

    „Wir wollen damit gerade jetzt schnelle unbürokratische Hilfe leisten. Die momentane Situation hat für uns alle noch völlig unkalkulierbare Folgen. Ganz sicher werden wir in diesem Jahr mit deutlich geringeren Einnahmen aus der Kirchensteuer zu rechnen haben“, prognostiziert der bischöfliche Finanzdirektor Jérôme-Oliver Quella. Außerdem sei es durch das Kontaktverbot und die anderen Corona-Vorgaben viel schwerer als sonst, zusätzliche Mittel bei privaten und öffentlichen Geldgebern einzuwerben. Das treffe gerade die Kirchenstiftungen in besonderem Maße.

    Das Geld stammt aus Rücklagen des Bistums. Der Hilsfonds kann bei entsprechend hoher Nachfrage um zehn Prozent aufgestockt werden. Benannt ist er nach der frühchristlichen Märtyrerin Stephana. Sie gelte als Patronin des Geldes, werde aber auch als Fürsprecherin gegen Seuchen verehrt, erklärt Quella. Man habe sich bewusst für deren griechischen Namen entschieden. Der deutsche Name der Heiligen lautet "Corona".

    Freitag, 3. April, 8.06 Uhr: Therapeuten, Behörden, Zulassungsstellen: Wer hat noch geöffnet?

    In Zeiten der Corona-Krise tauchen viele Fragen auf: Welche Behörden haben denn noch geöffnet? Wie sieht es mit Fachärzten und Therapeuten aus? Meistens gilt: Nur in unaufschiebbaren und dringenden Fällen ist der persönliche Kontakt möglich. Und ein Anruf bei der jeweiligen Stelle hilft oft weiter.

    Was konkret bei den einzelnen Branchen gilt, erfahren Sie hier.

    Freitag, 3. April, 7.00 Uhr: Erstmals mehr als 20.000 Menschen in Bayern erkrankt

    Bayern bleibt das Bundesland mit den meisten Covid-19-Infektionen. Laut Robert Koch-Institut gab es am Freitag erstmals mehr als 20.000 Fälle im Freistaat. 20.237 Menschen sind demnach erkrankt, 1741 mehr als am Vortag. Deutschlandweit haben sich  fast 80.000 Menschen infiziert (+6174). Erstmals verzeichnete auch das RKI mehr als 1000 Corona-Tote im Land. Hochrechnungen der John Hopkins University hatten diesen Wert bereits früher erreicht.

    Freitag, 3. April, 6.20 Uhr: Memminger Unternehmen Magnet-Schultz bleibt trotz Kurzarbeit optimistisch

    Guten Morgen aus den Digitalteam der Allgäuer Zeitung!

    Wir starten den Tag mit einer Meldung aus Memmingen. Dort hat das Unternehmen Magnet-Schultz, einer der größten Arbeitgeber in der Stadt, massiv Kurzarbeit angemeldet. An den beiden Standorten in Memmingen und Memmingerberg sind 1600 der insgesamt 1900 Mitarbeiter seit 1. April davon betroffen. Firmenchef Dr. Albert W. Schultz bleibt dennoch optimistisch. Das Unternehmen sei zum Glück breit aufgstellt und nicht nur Zulieferer für einen Industriezweig. Zwar treffen die Produktionsstopps in der Automobilindustrie Magnet-Schultz schwer - "die macht schon etwa 50 Prozent unseres Umsatzes aus", sagt Schultz. Der noch kleine Bereich der Medizintechnik gehe dafür "durch die Decke". Die Firma stellt unter anderem Pneumatik-Ventile für Beatmungsgeräte her.

    Wieso bei Magnet-Schultz auch Führungskräfte, darunter Albert W. Schultz selbst, in der Krise auf Teile ihres Gehalts verzichten, lesen Sie hier.

    Donnerstag, 02. April, 22.30 Uhr: Das war heute wichtig

    Corona: Geschlossene Läden und Cafés im Allgäu

    AZ-Fotochef Ralf Lienert mit Eindrücken von verwaisten Allgäuer Läden und Restaurants. Ralf Lienert
    AZ-Fotochef Ralf Lienert mit Eindrücken von verwaisten Allgäuer Läden und Restaurants. Ralf Lienert
    AZ-Fotochef Ralf Lienert mit Eindrücken von verwaisten Allgäuer Läden und Restaurants. Ralf Lienert
    AZ-Fotochef Ralf Lienert mit Eindrücken von verwaisten Allgäuer Läden und Restaurants. Ralf Lienert
    AZ-Fotochef Ralf Lienert mit Eindrücken von verwaisten Allgäuer Läden und Restaurants. Ralf Lienert

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Freitag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

    Donnerstag, 02. April, 21.55 Uhr: Über 1.000 Tote in Deutschland - weltweit über 1 Million Infizierte - Kritik an Verteilungsschlüssel für medizinische Schutzkleidung

    Es sind schlimme Zahlen: Die Ziffer der Corona-Todesfälle in Deutschland ist seit dem heutigen Donnerstag erstmals vierstellig. 1.074 Personen seien infolge einer Sars-CoV-2-Infektion hierzulande bereits gestorben, so die Statistik der Johns Hopkins University (Stand: Donnerstag, 21.35 Uhr). Weltweit seien nun über 1 Million Menschen infiziert.

    Ebenfalls bedrückend: Inzwischen haben sich in Deutschland nach Informationen von NDR, WDR und SZ mehr als 2.300 Klinik-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) auf Anfrage mit. Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch höher.

    Zumindest ist in Bayern der Nachschub an dringend benötigter Schutzkleidung für Mediziner und Pflegekräfte angelaufen. Das bestellte Material liegt in einem großen, geheimen Zentrallager im Raum München. Die Abholung der Desinfektionsmittel, Schutzkittel, Mundschutze und Einmalhandschuhe in die Landkreise und kreisfreien Städte hat das THW übernommen. Regelmäßig rollen THW-Lastwagen aus dem Allgäu derzeit Richtung Landeshauptstadt. In den Allgäuer Landkreisen und Gemeinden wird das Material dann an Krankenhäuser, Arztpraxen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und das Gesundheitsamt verteilt. Die Zuteilung für die Kommunen richtet sich nach der Einwohnerzahl. 

    Deshalb gibt es beispielsweise aus Memmingen die Klage, dass das zentral geregelte Kontingent nicht ausreiche. „Die Berechnung nach der Einwohnerzahl wird unserem Bedarf bei weitem nicht gerecht. Wir versorgen im Klinikum Memmingen deutlich mehr Menschen als nur die Einwohner Memmingens“, kritisiert Oberbürgermeister Manfred Schilder den vom bayerischen Innenministerium festgelegten Berechnungsschlüssel.

    Entsprechend einer Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums ist das Klinikum Memmingen Schwerpunkt-Krankenhaus für Covid-19-Infektionen für die Region Donau-Iller, die die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg, Unterallgäu und die Stadt Memmingen umfasst.

    Donnerstag, 02. April, 21.05 Uhr: So geht Einkaufen 2.0 in Zeiten von Corona

    Andreas Schneider aus Pfronten bringt begehrte Ware sicher nach Hause. Ganz sicher! Klar, natürlich ist das Bild gestellt. Andreas Schneider geht technisch so hochgerüstet nicht einkaufen. Vielmehr, so schreibt er uns, möchte er mit seinem Foto die Hamsterkäufe im allgemeinen und beim Toilettenpapier im besonderen auf den Arm nehmen. Immerhin: Bei seiner Transportmethode sind Kontakt-Vermeidung und sogar Kontakt-Verbot gewiss vollständig gewährleistet.

    Donnerstag, 02. April, 20 Uhr: Polizei im Allgäu legt Bilanz der Corona-Kontrollen vor

    Seit 21. März kontrolliert die Allgäuer Polizei, ob die Ausgangsbeschränkungen wegen Corona in der Region eingehalten werden. Jetzt gibt es eine Zwischenbilanz - mit beeindruckenden Zahlen. Wie häufig kontrolliert wurde und ob dabei oft Bußgelder verhängt werden mussten, lesen Sie hier.

    Donnerstag, 02. April, 19.40 Uhr: Insgesamt 29 Corona-Erkrankte im Senioren- und Pflegeheim Waal/Ostallgäu

    Insgesamt 29 Menschen – 15 Mitarbeiter und 14 Bewohner des Senioren- und Pflegeheimes im Ostallgäuer Waal – sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dieses Ergebnis hat die Heimleitung am Donnerstag bekannt gegeben. Wie berichtet, hatten sich diese Woche in dem Waaler Heim fünf Bewohner und neun Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Ein Altenheim-Bewohner war daraufhin gestorben.

    Die Corona-Viren waren vermutlich von Unbekannten in das Senioren- und Pflegeheim eingeschleppt worden. In solchen Einrichtung ist die Gefahr besonders groß, dass sich alte und kranke Menschen infizieren. Die Heimleitung setzt nun den vorhandenen Notfallplan um und isoliert die weiteren positiven getesteten Bewohner innerhalb der Einrichtung. Nach Auskunft der Heimleitung geht es den erkrankten Bewohnern den Umständen entsprechend gut. Die positiv getesteten Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die Pflege der erkrankten und gesunden Bewohner sei gewährleistet.

    Donnerstag, 02. April, 19.30 Uhr: Kliniken im Landkreis Lindau/Westallgäu suchen freiwillige Helfer

    "Unterstützen Sie uns! Gemeinsam gegen Corona", ist ein Appell der Asklepios Klinik Lindau und der Rotkreuzklinik Lindenberg überschrieben. Mit diesem Aufruf suchen die beiden Kliniken im Landkreis Lindau und im Westallgäu freiwillige Helfer. Gedacht ist vor allem an Ärzte, Pflegekräfte und Medizinstudenten. In beiden Kliniken werden Covid-19 Patienten versorgt. Noch sind es vereinzelte Fälle, doch der Landkreis und die Krankenhäuser wollen vorbereitet sein. (wa, pem)

    • Asklepios Klinik: Sie sucht Pflegekräfte, Ärzte oder Medizinstudenten. Wer Interesse hat, kann seine Kontaktdaten mailen an: m.ulmer@asklepios.com
    • Rotkreuzklinik Lindenberg: Auch sie sucht Helfer auf freiwilliger Basis mit einem beruflichen Hintergrund in der Pflege oder Medizin. "Unsere Klinik ist in mehreren Bereichen über Ihren Einsatz dankbar. Unabhängig davon, ob Sie einen medizinischen oder pflegerischen Beruf erlernt haben – wir können derzeit jede zusätzliche helfende Hand gut gebrauchen", so die Klinikleitung. Der Kontakt läuft per E-mail an: elvira.karg@swmbrk.de (Pflegebereichsleitung) oder: rk-lindenberg@swmbrk.de (Personalabteilung).

    Donnerstag, 02. April, 18.20 Uhr: Dritter Corona-Todesfall (84) im Unterallgäu - insgesamt 14 Verstorbene im Allgäu

    Traurige Nachrichten aus dem Unterallgäu: Das Landratsamt in Mindelheim meldet den dritten Todesfall im Landkreis infolge des neuartigen Coronavirus. Eine 84-jährige Person ist gestorben - nähere Informationen teilt die Behörde nicht mit. Im gesamten Allgäu steigt die Zahl der Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung damit auf 14.

    Donnerstag, 02. April, 18.05 Uhr: Tolle Aktion: Musiker spielt vor Senioren- und Pflegeheim in Kempten gegen die Corona-Tristesse

    Ein Angehöriger hat Senioren im Betreuten Wohnen in Kempten ein Open-Air-Konzert gegen die Corona-Einsamkeit spendiert! Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Donnerstag auf vielen Balkonen der "Casa Philia" in Kempten zur Musik des Haldenwanger Alleinunterhalters Alfons Kennerknecht getanzt. Wie es Bewohnern und Pflegekräften in der Corona-Krise geht, lesen Sie hier.

    Corona: Das Allgäu im Stillstand

    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert
    Ralf Lienert, Fotochef der Allgäuer Zeitung, zeigt in unserer Galerie ein Land im Stillstand. Zu Beginn der zweiten Woche der Ausgangsbeschränkungen in Bayern sind Plätze und Straßen im Allgäu verwaist. Hier seine Rundreise von Kempten über die A7, B19 bis nach Oberstdorf. Ralf Lienert

    Donnerstag, 02. April, 16.50: Ein buntes Blumen-"DANKE" für Memminger Klinik-Mitarbeiter

    Schöne Idee der Mitarbeiter der Memminger Stadtgärtnerei: Mit 400 Frühlingsblühern haben sie im Patientengarten des Klinikums Memmingen einen bunten Blumengruß für die Krankenhaus-Mitarbeiter hinterlassen. Die staunten nicht schlecht, als ihnen beim Blick aus dem Fenster am Donnerstag ein großes "DANKE" entgegen leuchtete.

    Oberbürgermeister Manfred Schilder (l., im Bild mit Arzt Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer) bedankte sich bei den Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums: "Sie leisten herausragende Arbeit, und wir sind froh, dass wir Sie haben!" Die Blumen können von der Belegschaft anschließend mit nach Hause genommen werden.

    Donnerstag, 02. April, 16.30 Uhr: Mehrere Menschen mit Symptomen: Corona-Ausbruch in Spezialklinik im südlichen Oberallgäu

    Auch einer Spezialklinik im südlichen Landkreis Oberallgäu ist es zu einem Ausbruch des Corona-Virus gekommen. Das teilt das Landratsamt Oberallgäu mit. Nähere Informationen dazu gibt es noch nicht. Offenbar gibt es mehrere Betroffene mit Covid-19-typischen Symptomen vor Ort.

    Die Klinikleitung habe sie in Zusammenarbeit mit den Behörden bereits isoliert. Derzeit würden Patienten und Mitarbeiter ermittelt, die mit den Betroffenen in Kontakt standen. Sie sollen getestet werden - mit den Ergebnissen sei Anfang der kommenden Woche zu rechnen, heißt es.

    Donnerstag, 02. April, 15.10 Uhr: Mitarbeiterin von Wohnpflege-Gruppe im Unterallgäu positiv getestet

    Pflege- und Altenheime bleiben ein Brennpunkt in der Corona-Krise - hier schauen alle mit großer Sorge und Sorgfalt darauf, dass sich die Menschen dort nicht anstecken. Eine Mitarbeiterin der Wohnpflege-Gruppe bei Regens Wagner in Lautrach wurde nun aber positiv auf Covid-19 getestet. Das teilte die Stiftung am Donnerstagnachmittag mit. Die betroffene Mitarbeiterin befinde sich seither in Quarantäne. Sie zeige nur leichte Symptome.

    Die Einrichtung in Lautrach im Unterallgäu habe alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden und Bewohner eingeleitet. So wurden laut Mitteilung alle Kontaktpersonen in der Wohnpflege-Gruppe ermittelt und dem Gesundheitsamt gemeldet. Auch sie befänden sich nun in häuslicher Isolation und werden getestet. Die Bewohner, die mit der erkrankten Mitarbeiterin Kontakt hatten, werden derzeit im Zentrum isoliert betreut, heißt es abschließend.

    Donnerstag, 02. April, 14.55 Uhr: Behörde meldet nun 721 Corona-Erkrankte im Allgäu

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Donnerstag aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 638 auf 721. 14 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung sind gestorben. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

    • Kaufbeuren: 41 Corona-Fälle, keine Toten.
    • Kempten: 44 Fälle, zwei Tote.
    • Memmingen: 31 Fälle, keine Toten.
    • Landkreis Lindau: 142 Fälle, ein Toter.
    • Oberallgäu: 106 Fälle, drei Tote.
    • Ostallgäu: 203 Fälle, fünf Tote.
    • Unterallgäu: 154 Fälle, drei Tote.

    Hinweis: Die Zahlen aus dem Unterallgäu wurden am Donnerstagabend vom Landratsamt aktualisiert.

    Donnerstag, 2. April, 11.23 Uhr: In deutschen Krankenhäusern stehen vergleichsweise viele Intensivbetten

    Gute Nachrichten vom Statistischen Bundesamt: Deutschland hat im internationalen Vergleich eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten. Demnach kommen 33,9 Intensivbetten auf 100.000 Einwohner - "wobei die Kapazitäten weiter ausgebaut werden", teilt das Bundesamt mit. Auch Österreich (28,9 Intensivbetten je 100.000 Personen) und die Vereinigten Staaten (25,8) weisen eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer sind die Kapazitäten in den gegenwärtig besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100.000 Einwohnern.

    Donnerstag, 2. April, 10.45 Uhr: Bayerns Zoos rechnen mit hohen Finanzeinbußen

    Es sind beliebte Ausflugsziele in den Osterferien: Die Zoos in Augsburg und München. In den Tiergärten bleiben wegen der Corona-Krise aber die Besucher aus. Das bringt die Einrichtungen in finanzielle Nöte. "Die Auswirkungen sind enorm", sagt Barbara Jantschke, Direktorin des Zoos in Augsburg. Sie rechnet mit bis 700.000 Euro an Einbußen durch die Schließung bis zum 19. April. Aus eigener Kraft werde der Zoo den Ausfall an Einnahmen nicht ausgleichen können. Der Tierpark Hellabrunn rechnet sogar mit Einbußen von zwei Millionen Euro.

    Selbst für die Tiere sei es ungewohnt ruhig. Einen Lagerkoller bekämen sie zwar nicht, jedoch benötigten sie deutlich mehr Ansprache durch die Tierpfleger, berichtet sagt Rasem Baban, Direktor im Tierpark Hellabrunn in München. Wenn er seine tägliche Runde durch den Tierpark drehe, guckten die Tiere verdutzt. «Sie freuen sich, wenn ein Besucher da ist.» Das sei für sie eine Bereicherung.

    Die Zoos veröffentlichen jetzt im Internet Fotos und Videos von den Tieren. Hier finden Sie Fotos und Videos vom Zoo Augsburg, hier vom Tierpark Hellabrunn,

    Donnerstag, 2. April, 10.05 Uhr: Wie läuft Homeschooling im Allgäu?

    Noch sind keine Ferien: Obwohl Schüler und Lehrer wegen der Coronakrise zuhause sind, geht der Unterricht weiter. Nicht im Klassenzimmer, sondern digital. Die Schüler sitzen zuhause vor Laptops oder Tablets, die Lehrer sprechen in Kamera und Mikrofon. Das funktioniert für alle sehr gut, heißt es von verschiedenen Schulen im Oberallgäu. Welche Erfahrungen Schüler und Lehrer gerade sammeln und auf welche Technik sie setzen, lesen Sie hier.

    Donnerstag, 2. April, 8.35 Uhr: Robert Koch-Institut: Fast 2000 neue Corona-Fälle in Bayern an einem Tag

    Bayern ist weiterhin das Bundesland mit den meisten Corona-Fällen. Nach neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts sind Stand Donnerstagmorgen im Freistaat 18.496 Menschen an dem Virus erkrankt. Das sind 1999 mehr als am Tag zuvor - auch das ist der höchste Wert unter den Bundesländern. Insgesamt haben sich bisher 73.522 Deutsche mit dem Coronavirus infiziert, 872 davon sind gestorben.

    Donnerstag, 2. April, 8.05 Uhr: Gestrandete Deutsche können Neuseeland verlassen

    So viele Deutsche wie nirgendwo sonst sitzen derzeit in Neuseeland fest. Insgesamt 12.000 Menschen warten dort auf einen Rückflug nach Deutschland. Die Regierung des Landes hatte die Rückholflüge des Auswärtigen Amts jedoch überrachend gestoppt. Nun kündigte sie  einen Plan an, der die "sichere und geordnete Ausreise" der Gestrandeten ab Freitag ermöglichten soll.

    Donnerstag, 2. April, 6.48 Uhr: Handwerkskammerpräsident Rauch: "Spüre wieder mehr Wertschätzung für Arbeit"

    Es ist einer der wenigen positiven Aspekte der Corona-Krise: "Die Menschen sehen jetzt übrigens sehr deutlich, wie wertvoll es ist, wenn Handel und Handwerk vor Ort funktionieren. Ich spüre jetzt wieder viel mehr Wertschätzung für eine Arbeit, die man noch vor kurzem als selbstverständlich angesehen hat", sagt Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer Schwaben im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung

    Für die Mitgliedsbetriebe der Kammer sei die Corona-Krise natürlich eine große Herausforderung: 2200 Friseur und Kosmetikbetriebe in Schwaben mussten ihren Betrieb laut Rauch komplett einstellen. Fotografen und Caterer bekommen kaum Aufträge , der Messebau liege komplett lahm und in der Baubranche fehle Material.  Die Auszahlung Corona-Soforthilfen von Bund und Freistaat klappt laut Rauch "ganz gut".  Das komplette Interview finden Sie hier.

    Donnerstag, 2. April, 6.08 Uhr: Agrarministerin Klöckner bittet Bürger, bei der Ernte zu helfen

    Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung!

    Wegen den Einreisebeschränkungen durch die Corona-Krise fehlen in der Landwirtschaft ausländische Saisonarbeiter. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appellierte deshalb an die Bürger, bei der Ernte zu helfen. „Es werden Helfer gebraucht“, sagte die CDU-Politikerin der Redaktion der Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung.  Auf die gemeinsame Kampagne von Maschinenring und Ministerium hin haben sich laut Klöckner bisher mehr als 42.000 Menschen auf der Vermittlungsplattform www.daslandhilft.de gemeldet.  Gebraucht werden aber 300.000 Erntehelfer.

    Die Bundesregierung habe für die Erntehilfe unter anderem Hinzuverdienstgrenzen erweitert. Das Robert Koch-Institut soll laut Klöckner zudem Leitlinien für die Unterbringung und Hygiene der Erntearbeiter entwickeln, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten.

    Mittwoch, 01. April, 22.15 Uhr: Das war heute wichtig

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Donnerstag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

    Mittwoch, 01. April, 21.45 Uhr: So organisieren die Kirchen im Allgäu Beerdigungen, Hochzeiten und Messen

    Die Kirchen im Allgäu sind in der Corona-Krise besonders gefordert – Beerdigungen, Hochzeiten und Messen müssen neu organisiert werden. "Die Situation ist gerade bei Beerdigungen sehr dramatisch", sagt Dekan Thomas Hatosch von der Pfarrei St. Afra im Ostallgäuer Eggenthal. Nur 15 Menschen, der engste Familienkreis, dürfen an der Beisetzung aufgrund der Corona-Krise teilnehmen. Wie die Gemeinden damit umgehen und welche Angebote sie jetzt den Gläubigen im Allgäu machen, lesen Sie hier.

    Mittwoch, 01. April, 20.30 Uhr: Die wichtigsten Söder-Aussagen - Restaurants und Läden bleiben geschlossen - die Bilder dazu aus dem Allgäu

    Nach der Schaltkonferenz der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel gab Ministerpräsident Markus Söder bekannt, dass alle Bundesländer die strikten Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen bis mindestens 19. April aufrechterhalten werden. Die Kernaussagen:

    • Große Einigkeit, die Maßnahmen überall bis Ende der Osterferien durchzuziehen.
    • Keine Exit-Debatten - wichtig ist jetzt, Geduld zu haben.
    • Nach Ostern neue Beratungen, wie es weiter geht.
    • Das Datum 19. April heißt nicht, dass danach alles wieder so wird wie zuvor.
    • Maßnahmen beginnen in Bayern aber langsam zu wirken.
    • Große Sorge um Alten- und Pflegeheime - keine Neuaufnahmen in Heime mehr
    • Nach wie vor großer Engpass bei Lieferung und Produktion von Atemschutzmasken
    • private Schutzmaskenpflicht soll zunächst nicht kommen.

    Die Bilder der geschlossenen Restaurants und Läden im Allgäu vom Dienstag:

    Mittwoch, 01. April, 20.05 Uhr: Kein Klopapier - Allgäuer verwenden falsches Material und sorgen für verstopfte Leitungen

    Wohl auch eine Folge der Corona-Krise: Die Oberallgäuer verwenden laut dem Abwasserverband Obere Iller beim Toilettengang zu viel falsches Material. Der Grund: Wer kein Klopapier bekommt, nutzt unter anderem Kosmetik- und Papiertaschentücher. Diese lösen sich aber lange nicht auf. Zu viel davon verstopft die Pumpwerke der Leitungen. Dies lasse sich dann nur in Handarbeit beseitigen.

    Für alle, die am Toilettenpapier-Regal wieder leer ausgegangen sind, empfehlen wir deshalb nochmals unsere Geschichte der ideenreichen Allgäuer Familie, die uns zeigt, wie man Klopapier zuhause selbst herstellen kann.

    Mittwoch, 01. April, 18.55 Uhr: Künftig bis zu 13.000 Corona-Tests täglich in Bayern 

    Bayern hat laut bayerischer Staatsregierung die Testkapazitäten im Kampf gegen die Corona-Pandemie massiv ausgebaut. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte am Mittwoch, dass die bayernweite Testkapazität auf etwa 13.000 Corona-Tests pro Tag steigen könne. Ziel sei es, schnell Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen und so weitere Infektionen einzudämmen.

    Von den 13.000 Tests würden rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) entfallen. Die Laborkapazitäten sollen gezielt eingesetzt werden. Laut Huml sollten vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege bevorzugt getestet werden.

    Nach Angaben des LGL gab es in Bayern bereits mehr als 110.000 Corona-Testungen. Davon seien rund 8,7 Prozent positiv gewesen.

    Mittwoch, 01. April, 18.05 Uhr: Mund-Nasen-Schutz und Atem-Masken selbst basteln - Anleitung: So geht das

    Atem-Masken oder Mund-Nasen-Schutze sind derzeit auch im Allgäu Mangelware. Viele Einrichtungen sind aber dringend auf sie angewiesen. allgaeu.life und die Allgäuer Zeitung erreichten viele Hilfsgesuche von Pflege-Einrichtungen, Lebenshilfe oder Altenheimen mit der Bitte: Spendet oder bastelt uns Masken zum Schutz unserer Mitarbeiter und Patienten/Bewohner vor Corona! Hier zeigen wir in einer großen Grafik, wie man einfach zuhause selbst Schutzmasken basteln und nähen kann. Für sich, seine Familie und die vielen Helfer im Allgäu.

    Mittwoch, 01. April, 17.15 Uhr: Strikte Kontaktbeschränkungen in ganz Deutschland bis mindestens 19. April

    Wie in Bayern müssen sich die Menschen auch in den anderen Bundesländern über Ostern auf strikte Kontaktbeschränkungen einstellen. Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktregeln wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger "bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren", heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. 

    Die Bürger werden demnach mit Blick auf Ostern und die in den Ländern anstehenden Osterferien aufgefordert, "generell auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten zu verzichten". Dies gelte auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge, heißt es in dem Papier weiter.

    Die entsprechenden Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten. In fast allen Bundesländern enden an diesem Tag die Osterferien der Schüler. Ob es danach Lockerungen geben könne, sei vollkommen offen, wurde aus Teilnehmerkreisen betont. Für Bayern gelten entsprechende Beschlüsse bereits seit der vergangenen Woche.

    Mittwoch, 01. April, 15.55 Uhr: Pressestatement Ministerpräsident Markus Söder im Live-Stream

    Ab 16.30 Uhr informiert der bayerische Ministerpräsident Markus Söder über die Ergebnisse der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder. Die Pressekonferenz (sie hätte ursprünglich um 16 Uhr beginnen sollen) gibt es hier live im Stream:

    Mittwoch, 01. April, 15 Uhr: Behörde meldet nun 638 Corona-Erkrankte im Allgäu

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auch am Mittwoch aktuelle Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. In der Region stieg die Zahl der an Covid-19-Erkrankten von 606 auf 638. Es bleibt bei 13 Todesopfern. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

    • Kaufbeuren: 32 Corona-Fälle, keine Toten.
    • Kempten: 43 Fälle, zwei Tote.
    • Memmingen: 29 Fälle, keine Toten.
    • Landkreis Lindau: 131 Fälle, ein Toter.
    • Oberallgäu: 99 Fälle, drei Tote.
    • Ostallgäu: 171 Fälle, fünf Tote.
    • Unterallgäu: 133 Fälle, zwei Tote.

    Mittwoch, 1. April, 12.48 Uhr: Bayern zahlt Klinikmitarbeitern einen Verpflegungszuschuss

    6,50 Euro Verpflegungszuschuss pro Tag zahlt der Freistaat Bayern den Mitarbeiter der Krankenhäuser, Universitäts- und Reha-Kliniken sowie Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Die Einrichtungen können die Anträge dafür ab heute per Mail an das Landesamt für Finanzen unter unter verpflegung-personal@lff.bayern.de stellen. Den Zuschuss gibt es für Ärzte und Pfeger, aber auch für Verwaltungspersonal und andere Berufsgruppen wie Ergotherapeuten und Reinigungspersonal.

    "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern leisten täglich großartige Arbeit. Sie sind die, die Erkrankte versorgen, die Hoffnung hochhalten und sich bei ihrer Arbeit selbst der Gefahr einer Ansteckung aussetzen", sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker. Der Verpflegungszuschuss sei ein Zeichen der Dankbarkeit für diesen Einsatz.

    Mittwoch, 1. April, 10.42 Uhr: Einzelhandel verzeichnet großes Plus

    Wegen der Coronakrise haben die deutschen Einzelhändler im Februar deutlich mehr Waren umgesetzt als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Vor allem Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren gingen vermehrt über die Ladentheken. In diesem Bereich setzten die Einzelhändler real (preisbereinigt) 7,8 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 10,6 Prozent mehr um als im Februar 2019 - der allerdings auch einen Verkaufstag weniger hatte.

    Der Umsatz von Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten lag real 8,3 Prozent und nominal 11,1 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Das seien deutlich höhere Veränderungsraten als in den vergangenen fünf Jahren, teilt das Bundesamt mit. 

    Einen recht deutlichen Einfluss der aufziehenden Krisensituation zeigt laut Bundesamt auch der Umsatzanstieg der Apotheken beziehungsweise des Einzelhandels mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten um real 6,6 und nominal 7,8 Prozent.

    Mittwoch, 1. April, 10.02 Uhr: 67.366 Menschen in Deutschland erkrankt

    Das Robert Koch-Institut hat die Fallzahlen für Deutschland aktualisiert. Demnach sind mittlerweile 67.366 Menschen an dem Virus erkrankt. Am meisten Neuerkrankungen im Vergleich zum Vortag gab es in Bayern mit 1.687 auf insgesamt 16.497. In Deutschland sind laut RKI bisher 732 Frauen und Männer an dem Virus gestorben.

    Mittwoch, 1. April, 9.04 Uhr: Mutmacherlied von Allgäuer Autor Robert Domes

    Verrückte Zeiten brauchen kreative Antworten: Das dachte sich Autor Robert Domes („Nebel im August“) aus Irsee (Ostallgäu) und hat mit seiner Frau Simone Schatz (Schauspielerin und Yogalehrerin) ein Mutmacherlied in der Corona-Krise aufgenommen. „We stand up when we fall“ heißt der Song, der jetzt auf Youtube veröffentlicht wurde.

    Ursprünglich hatte Domes das Lied zu seiner Hochzeit vor fünf Jahren geschrieben – „weil wir immer aufstehen, wenn wir hinfallen. Und weil wir gelernt haben, dass Liebe alles ist, was zählt“, sagt er. Da diese Botschaft gerade jetzt in der Corona-Krise auch so wichtig ist, hat er das Lied nochmal etwas umgetextet. „Es soll für alle sein, die jetzt ratlos, hilflos, ängstlich, sorgenvoll und überfordert sind. Es soll ihnen – und uns allen – Mut machen und Hoffnung geben: Wir werden wieder aufstehen. Liebe ist alles was zählt“, schreibt der Autor. 

    Mittwoch, 1. April, 7.11 Uhr: Weißes Haus befürchtet bis zu 240.000 Tote in den USA

    Die USA sind derzeit das Land mit den meisten bestätigten Corona-Fällen. US-Präsident Donald Trump hat seine Landsleute nun auf schwere Zeiten eingestellt. Das Weiße Haus befürchtet nach einer Prognose zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA durch das Coronavirus - trotz Maßnahmen zur Eindämmung. Laut Johns Hopkins Universität gibt es in dem Land bereits 189.600 Erkrankte und etwas mehr als 400 Tote durch das Virus.

    Mittwoch, 1. April, 6.44 Uhr: 3.700 Allgäuer Unternehmen melden Kurzarbeit an

    Etwa 3.700 Betriebe im bayerischen Teil des Allgäus haben wegen der Corona-Krise Kurzarbeit beantragt. Das teilte Maria Amtmann, die Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, mit. Zum Vergleich: Während der Finanz- und Wirtschaftskrise hatten auf dem Höhepunkt im Mai 2009 fast 500 Betriebe im Allgäu für knapp 15.000 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld aus konjunkturellen Gründen erhalten. Wieso sich diese Ereignisse noch nicht in der Statstik wiederfinden und die Zahl der Arbeitslosen im Allgäu zuletzt sogar unter die Marke von 10.000 Menschen gefallen ist, lesen Sie hier

    Mittwoch, 1. April, 6.06 Uhr: Rotes Kreuz bietet Einkaufsservice in Kempten und dem Oberallgäu an

    Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung!

    Beginnen wir den Tag mit einer guten Nachricht für alle, die in Kempten und dem Oberallgäu wegen des Coronavirus in häuslicher Quarantäne sind und ihre Wohnungen nicht verlassen können und wollen, da sie zur Risikogruppe gehören: Der Kreisverband Kempten/Oberallgäu des Roten Kreuzes bietet für diese Menschen nun einen Einkaufsservice an. Anhand einer vorgegebenen Einkaufsliste besorgen die Helfer die wichtigsten Dinge und bringen sie zu den Frauen und Männern nach Hause. Die Waren müssen bezahlt werden, die Lieferung erfolgt kostenlos. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0831/52292-799 melden. Wer in diesen schwierigen Zeiten selbst helfen will oder Hilfe braucht, ist zudem auf der Facebook-Seite Alle fürs Allgäu richtig.

    Die Mitglieder des Roten Kreuzes halten Angebote wie Wärmestube, Übernachtungsstelle, Hausnotruf, Fahrdienst, Menüservice, Blutspende-Aktionen und natürlich den Rettungsdienst auch in der Corona-Krise am Leben. Dabei kommt es allerdings zu Einschränkungen. So erfolgt die Essensausgabe in der Kemptener Wärmestube nur noch täglich zwischen 12 und 13 Uhr an der Tür. Komplett geschlossen haben die Tafelläden. Ersatzweise hat das BRK einen Lieferservice für Notfälle eingerichtet. In der Übernachtungsstelle steht nur noch ein Schlafplatz pro Zimmer zur Verfügung.

    Damit die Mitglieder des Hilfsdienstes all diese Angebote auch in Zukunft stemmen können, bittet die stellvertretende BRK-Pressesprecherin Ines Brutscher darum, dem Rettungsdienst immer mitzuteilen, wenn man selbst an Corona erkrankt ist, in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu einem Infizierten hatte. "Dann legen unsere Mitarbeiter Schutzkleidung an. Niemand möchte sich vorstellen, was passiert, wenn der Großteil der Rettungsdienstler selbst erkranken würde", sagt sie.

    Dienstag, 31. März, 22.05 Uhr: Das ist am Dienstag passiert

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Mittwoch ab ca. 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

    Dienstag, 31. März, 20.55 Uhr: Allgäuer Brauereien mit massiven Einbußen in der Corona-Krise - so reagiert man in Meckatz und Kaufbeuren

    Die Allgäuer und bayerischen Brauereien spüren die Auswirkungen der Corona-Krise mit voller Wucht. Seit Anfang März sei der Export von Bayerischem Bier aufgrund der nationalen Abschottungsmaßnahmen nahezu zusammengebrochen, teilt der Bayerische Brauerbund mit. Weil Volksfeste und Feierlichkeiten bis in den Sommer hinein verboten sind, sei vor allem mittelständischen Brauereien ein weiteren Absatzschwerpunkt weggebrochen. Und drittens: "Existenzbedrohend" sei die Schließung der Gastronomie für mindestens drei weitere Wochen in Bayern: Einerseits hätten gerade kleinere Brauereien oft eigene Gastronomiebetriebe, andererseits würden die Brauereien um ihre Wirte bangen.

    Was also tun? Einen möglichen Lösungsansatz liefert Michael Weiß, Chef der Meckatzer Brauerei aus dem Westallgäu. Er greift seinen Wirten mit einen Solidaritätspakt unter die Arme. Wie der genau aussieht, erklärt er hier im Interview.

    Um Kurzarbeit für die Mitarbeiter kommt man in Meckatz aber ebensowenig herum wie bei der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Auch dort gilt dies ab dem morgigen 1. April - zum ersten Mal in der ABK-Geschichte, wie einer der Geschäftsführer, Gottfried Csauth, erklärt:

    Dienstag, 31. März, 20.10 Uhr: In Kambodscha gestrandete Allgäuerinnen wieder zurück in der Heimat

    Die sechs in Phnom Penh gestrandeten Allgäuerinnen sind mit einem Sonderflugzeug des Auswärtigen Amtes zurück nach Deutschland gebracht worden. Alles dazu lesen Sie hier.

    Dienstag, 31. März, 19.45 Uhr: Flughafen Memmingen - Allgäu Airport schließt zwei Wochen für regulären Betrieb

    Der Memminger Flughafen wird ab 5. April zwei Wochen lang für den regulären Flugbetrieb geschlossen. Starts und Landungen können dann nur noch nach vorheriger Anmeldung stattfinden. Auch das Terminalgebäude wird in dieser Zeit geschlossen sein.

    Wegen der Corona-Krise sind die Passagierzahlen am Airport zuletzt drastisch gesunken. „Im März mussten wir einen Rückgang um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid. Bei den Starts und Landungen liegt das Minus bei 33 Prozent.

    Da die meisten Fluggesellschaften ihre Maschinen am Boden lassen, kommt nun auch der Linienflugverkehr zum Erliegen. Ab 5. April können Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge, Organtransporte oder Flüge von Businessjets nur stattfinden, wenn sie vorher angemeldet wurden.

    Wie Airport-Chef Ralf Schmidt die Lage einschätzt und ob Corona schon die Existenz des Flughafens Memmingen gefährdert, lesen Sie hier.

    Dienstag, 31. März, 19.05 Uhr: Bildergalerie - Allgäu im Stillstand: Eine Corona-Rundreise durchs Land

    Woche 2 der Ausgangsbeschränkungen in Bayern und im Allgäu. Unser Fotograf Ralf Lienert zeigt, was im Gäu los ist - oder besser: nicht los ist.

    Dienstag, 31. März, 18.10 Uhr: Rotes Kreuz bittet: Geht weiter Blutspenden - trotz Corona! 

    Gleich zu Beginn der Corona-Krise appellierte das Bayerische Rote Kreuz (BRK), auch in der aktuellen Situation zum Blutspenden zu gehen. Denn: Es gab spürbare Rückgänge beim Blutspendeaufkommen, die dank einer großen Welle der Solidarität kompensiert werden konnten. Zwar könne man aktuell den täglichen Bedarf an benötigten Blutkonserven decken, doch die Lage sei dynamisch. Deshalb bittet das BRK: Geht weiterhin zum Blutspenden - trotz Corona!

    Blutspendetermine würden nicht unter die Ausgangsbeschränkungen oder das Veranstaltungsverbot fallen. Es bestünde dabei keine erhöhte Ansteckungsgefahr. "Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Helfer. Wer gesund und fit ist, kann und sollte auf die kommenden Wochen verteilt Blut spenden", heißt es. 

    Alle Termine und Orte zum Blutspenden im Allgäu kann man hier herausfinden.

    Ein großer Teil der Blutpräparate werde beispielsweise im Rahmen der Krebstherapie benötigt. Hinzu kämen weitere, akute Eingriffe wie beispielsweise Transplantationen und die Versorgung Verunfallter, die auch in der derzeitigen Situation keinen Aufschub dulden, so das BRK abschließend.

    Dienstag, 31. März, 16.30 Uhr: Behörde meldet insgesamt 13 Corona-Tote im Allgäu

    13 Tote, 606 Erkrankte: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auch am Dienstag neue Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

    • Kaufbeuren: 32 Corona-Fälle, keine Toten.
    • Kempten: 42 Fälle, zwei Tote.
    • Memmingen: 29 Fälle, keine Toten.
    • Landkreis Lindau: 128 Fälle, ein Toter.
    • Oberallgäu: 96 Fälle, drei Tote.
    • Ostallgäu: 156 Fälle, fünf Tote.
    • Unterallgäu: 123 Fälle, zwei Tote.

    Dienstag, 31. März, 15.50 Uhr: Corona-Soforthilfen beantragen: Wie geht das, wo kann ich es tun und wie viel Geld gibt's vom Staat?

    Selbstständige und Unternehmer können die Corona-Soforthilfen von Bund und Freistaat nun online beantragen. Ein entsprechendes Formular kann auf der Seite des bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgefüllt und abgeschickt werden.

    Eine Übersicht, wie viel Geld Unternehmen dort beantragen können und was sie dabei beachten müssen, finden Sie hier.

    Dienstag, 31. März, 15.20 Uhr: Jahrmarkt und Händlermarkt in Kempten fallen aus

    Wie der Kempten Messe- & Veranstaltungsbetrieb mitteilt, fallen rund um Himmelfahrt der Händlermarkt (20. bis 22. Mai) und der Jahrmarkt auf dem Königsplatz (15. bis 24. Mai) aufgrund der Corona-Krise aus. Das hat die Stadt Kempten in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden beschlossen.

    Dienstag, 31. März, 13.02 Uhr: Söder: Bayern-Fonds mit 60 Milliarden Euro soll Firmen und Arbeitsplätze retten

    Ministerpräsident Markus Söder hat weitere Unterstützungen für die bayerische Wirtschaft angekündigt. “Das Motto ist: Überbrücken, überleben und dann wieder voll durchstarten”, sagte er auf einer Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Dienstagmittag. Konkret kündigte Söder neben Soforthilfen und Steuerstundungen an, den Bayern-Fonds auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Dieser Rettungsschirm sei nun offiziell beschlossen worden. Das Geld soll für Beteiligungen (20 Milliarden) und Bürgschaften (40 Milliarden) genutzt werden.

    Beteiligungen gibt es laut Söder für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern und mit 50 Millionen Euro Umsatz durch den Bund, bei Firmen ab 50 Mitarbeitern und zehn Millionen Euro Umsatz durch den Freistaat. Söder und Scholz betonten, dass die Maßnahmen von Bund und Freistaat eng verzahnt seien.

    Dienstag, 31. März, 10.23 Uhr: Landrat Weirather setzt Dr. Max Kaplan als Versorgungsarzt im Unterallgäu ein

    Er soll alle notwendigen Maßnahmen treffen, um die ärztliche Grundversorgung und die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung im Katastrophenfall aufrecht zu erhalten. Die Rede ist von einem Versorgungsarzt. Am Montag kündigte Ministerpräsident Markus Söder an, dass es einen solchen künftig in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns geben wird. Im Unterallgäu hat Landrat Hans-Joachim Weirather nun Dr. Max Kaplan aus Pfaffenhausen dazu ernannt. Das teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit. Der Mediziner arbeitet eng mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises zusammen und hat einen Arbeitsplatz im Landratsamt bekommen.

    Um die niedergelassenen Ärzte in der Corona-Krise zu entlasten, soll in den kommenden Tagen mit Kaplans Hilfe eine Infektpraxis in Mindelheim eingerichtet werden. Außerdem sollen die Unterallgäuer Arztpraxen mit einem ersten Paket an Schutzanzügen und Atemschutzmasken versorgt werden. „Die erste Aufgabe ist, die Versorgung unserer Patienten auch in Pandemiezeiten sicherzustellen“, betont der neue Versorgungsarzt.

    Max Kaplan arbeitete bis zum Jahr 2015 drei Jahrzehnte als Hausarzt in Pfaffenhausen und war 15 Jahre als Notarzt tätig. Zudem war er viele Jahre Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Memmingen-Mindelheim und Präsident der Bayerischen Landesärztekammer sowie Vizepräsident der Bundesärztekammer.

    Dienstag, 31. März, 9.12 Uhr: Pandemie könnte im Juni ihren Höhepunkt in Deutschland erreichen

    Deutschland könnte im Juni den Höhepunkt der Corona-Pandemie erleben, wenn die derzeit bestehenden Maßnahmen nach Ostern aufgehoben werden. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Hamburg, die den Verlauf der Krankheitswelle modelliert haben. Demnach wären Anfang Juni etwa 1,3 Millionen Deutsche an dem neuartigen Virus erkrankt. Anschließend würden die Fallzahlen sinken und im August gegen Null gehen.

    Die Berechnungen der Wissenschaftler ergaben zudem: Falls die Regierung die Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte bis Mitte Juni verlängert, verschieben sich Höhepunkt und Ende der Pandemie um etwa einen Monat nach hinten. Anfang Juli wären dann etwa 1,2 Millionen Menschen erkrankt. Grundlage für die Berechnung waren Daten des Robert-Koch-Instituts.

    In einem weiteren Modell berechneten die Forscher den Verlauf in Deutschland anhand der Daten aus der chinesischen Provinz Hubei. Diese Fallzahlen seien jedoch mit starker Unsicherheit behaftet, sagte Prof. Dr. Klaus Wälde von der Universität Mainz. Nach diesem Modell wird der Höhepunkt der Pandemie in Deutschland sowohl bei einer Aufhebung als auch einer Verlängerung der Kontaktverbote mit rund 200.000 beziehungsweise 120.000 gleichzeitig Erkrankten im Mai erreicht werden. "Auch das Zutreffen dieses optimistischen Szenarios würde unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stellen", sagte Wälde.

    Dienstag, 31. März, 8.39 Uhr: Söder fordert nationale Notfallproduktion von Schutzmasken

    Ministerpräsident Markus Söder hat eine "nationale Notfallproduktion" von Schutzmasken gefordert. Man brauche dringend hochwertige Masken für das Personal in Krankenhäusern, Altersheimen und Arztpraxen, sagte er am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. Deshalb müsse die deutsche Wirtschaft jetzt auf eine "nationale Notfallproduktion" umstellen.

    Eine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten - wie sie in Österreich voraussichtlich ab Mittwoch gilt - ist laut Söder bisher nicht geplant. Zunächst sei es wichtig, über die Beschaffung von Masken zu reden - und nicht über eine Pflicht, sagte Söder.

    Dienstag, 31. März, 6.38 Uhr: Drei Mutmacher-Nachrichten aus dem Allgäu 

    Das Coronavirus beschäftigt uns alle. Doch inmitten der Sorge gibt es immer wieder Lichtblicke. Auch im Allgäu. Wir haben drei positive Meldungen zusammengetragen: 


    • Dank an Menschen in Pflegeberufen: Die Leistungen von Mitarbeitern in Kliniken und Pflegeheimen werden in diesen Tagen besonders anerkannt. So motivieren beispielsweise Eishockey-Fans  in Memmingen und in Kaufbeuren mit Dankes-Plakaten vor den jeweiligen Kliniken das Pflegepersonal. Aktionen, die eine breite Zustimmung finden. 

    • Klinikverbund Allgäu sieht sich "sehr gut" aufgestellt:  Das sagt Professor Dr. Christian Schumann, Lungenfacharzt und Chef der Pneumologie in Kempten und in Immenstadt. Wie er seine optimistische Einschätzung begründet, lesen Sie hier.   

    • Solidarität mit Allgäuer Musikern: Musiker trifft das Auftrittsverbot besonders hart. Ihnen entgehen teils fest eingeplante Einnahmen. Um ihnen zu helfen, hat Musik-Fan Sebastian Kern eine besondere Aktion gestartet. Er erstellte eine Playlist mit Sound aus dem Allgäu für Spotify und iTurnes zusammen. Wie Sie mit einem einfachen Klick Musiker aus der Region unterstützen können, lesen Sie hier. 

    Dienstag, 31. März, 6.12 Uhr: Trump will Einreisestopp für Menschen aus Europa verlängern

    Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung

    Die USA wollen den Einreisestopp für Menschen aus Europa verlängern. Das sagte Präsident Donald Trump. Bisher war dieser auf einen Monat begrenzt und sollte Mitte April auslaufen. Bis wann der Einreisestopp nun verlängert wird, blieb unklar. Nach Zahlen der John Hopkins Universität gibt es in den USA mittlerweile doppelt so viele Erkrankungen wie in China. Stand Montagmorgen haben sich demnach 164.274 Amerikaner mit dem Virus infiziert. 3.164 Menschen sind bisher daran gestorben.

    Montag, 30. März, 22 Uhr: Das ist am Montag passiert

    Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch am Dienstag ab 6.30 Uhr wieder für Sie da. Kommen Sie gut und gesund durch die Nacht!

    Montag, 30. März, 20.10 Uhr: 14 Infizierte in Ostallgäuer Senioren- und Pflegeheim

    Im Senioren- und Pflegeheim Waal im Ostallgäu sind fünf Bewohner und neun Mitarbeiter am neuartigen Coronavirus erkrankt. Das teilt das Landratsamt in Marktoberdorf mit.

    Die Heimleitung habe in enger Absprache mit dem Landkreis Ostallgäu als Träger der Einrichtung und dem Gesundheitsamt den Notfallplan umgesetzt und die erkrankten Bewohner isoliert. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die weiteren Bewohner und Mitarbeiter werden nun umgehend getestet.

    Die Pflege der Bewohner ist mit dem verbleibenden Personal sichergestellt, die Erkrankten werden über eine Schleuse durch Pflegepersonal in Schutzausrüstung versorgt.

    Montag, 30. März, 18.30 Uhr: Kemptener Jazzfrühling 2020 abgesagt - nächstes Festival findet 2021 statt

    Der Kemptener Jazzfrühling wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Der Kleinkunstverein „Klecks“ hat das neuntägige Festival von 25. April bis 3. Mai gestern absagen müssen, da die Stadt die Genehmigung verweigert. „Aufgrund der schnellen weltweiten Verbreitung des Coronavirus kann zum aktuellen Zeitpunkt über die Entwicklung der Krankheit bis zum Beginn Ihrer Veranstaltung noch keine verbindliche Prognose getroffen werden“, teilte das Ordnungsamt dem Verein mit. Mit der Verlängerung des Veranstaltungsverbots über den 19. April hinaus sei zu rechnen.

    Eine Verschiebung des Jazzfrühlings wird es nicht geben, teilt Andreas Schütz vom Organisationsteam mit. Das sei aus finanziellen und logistischen Gründen nicht möglich. Das Festival werde deshalb erst wieder im Frühling 2021 stattfinden. Dann sollen auch viele der Bands, die jetzt hätten spielen sollen, auftreten.

    Der „Klecks“ bedauert die Absage des Jazzfrühlings, hält die Entscheidung der Stadt aber für richtig. „Ein Festival in der Größenordnung könnte im Moment nicht stattfinden.“ Bereits gekaufte Karten werden ausnahmslos zurückgenommen, teilt der Veranstalter mit. (kpm)

    Montag, 30. März, 17.35 Uhr: Große Resonanz von Unternehmen auf Spendenaufruf wegen Schutzausrüstung

    Am Freitag baten die Stadt Memmingen, das Klinikum Memmingen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben die heimische Wirtschaft eindringlich darum, vorrätige Schutzausrüstungen zu spenden. In nur drei Tagen haben sich nun rund 50 Unternehmen und Betriebe gemeldet. „Die Resonanz ist großartig. Jede einzelne Atemschutzmaske, jeder Schutzkittel und jedes Paar Einmalhandschuhe zählen! Wir danken den Unternehmerinnen und Unternehmern von ganzem Herzen“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder in einer Mitteilung.

    Die Schutzausrüstungen werden für das Klinikum Memmingen, für Senioren- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und das örtliche Gesundheitsamt benötigt. Firmen, die etwas spenden möchten, können sich an das Amt für Brand- und Katastrophenschutz Memmingen wenden per E-Mail an sandra.schneider@memmingen.de oder unter der Telefonnummer 08331/ 850-390. 

    Montag, 30. März, 16.40 Uhr: Senior spuckt in Warenregal - Corona-Test negativ

    Ein Vorfall, über den wir hier am Wochenende berichteten, machte viele sprachlos: In einem Supermarkt in Bodolz im Landkreis Lindau will eine Frau beobachtet haben, wie ein Senior in ein Warenregal spuckte. Die Polizei wurde verständigt, der Markt musste aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen den restlichen Tag schließen. Bei dem Mann wurde ein Test angeordnet, dessen Ergebnis nun vorliegt: Er ist nicht infiziert. Hintergründe über die Motive des Mannes gibt es noch nicht.

    Montag, 30. März, 15.55 Uhr: Aiwanger: Bayern stockt Soforthilfen auf - Online-Antragsformular geplant.

    Unternehmer können ab Dienstagnachmittag (31. März) die Corona-Soforthilfen von Bund und Freistaat online beantragen. Das gab das bayerische Wirtschaftsministerium nun bekannt. Demnach erhalten "Soloselbständige, Freiberufler und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu zehn Beschäftigten" Geld vom Bund, falls sie durch die Corona-Krise ihre Rechnungen nicht bezahlen können.

    Firmen mit mehr als zehn Mitarbeitern hilft der Freistaat aus - und das mit mehr Geld als bisher geplant. Maximal 30.000 Euro erhalten Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, bisher lag der Höchstbetrag bei 15.000 Euro. Unternehmen bis 250 Mitarbeiter erhalten statt 30.000 nun bis zu 50.000 Euro. 

    Sowohl die Soforthilfen des Bundes, als auch auf die des Freistaats sollen Unternehmer ab Dienstagnachmittag auf der Website des bayerischen Wirtschaftsministeriums online beantragen können. Das Ministerium weißt darauf hin, dass die Soforthilfen eine Überbrückung für kleinere Betriebe und Freiberufler ist, die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzielle Notlage geraten sind. Wer das Geld beantragt, ohne diese Voraussetzungen zu erfüllen, betrüge und riskiere damit eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Gefängnis.

    Montag, 30. März, 14.33 Uhr: Mittlerweile zehn Corona-Tote im Allgäu

    Zehn Tote, 576 Erkrankte: Das Landesamt für Gesundheit hat neue Zahlen zur Corona-Infektion in den Allgäuer Landkreisen und Städten veröffentlicht. Demnach wurden 51 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet. Im Ostallgäu starb ein Mensch an der Krankheit. Die Zahlen der Landkreise und Städte im Überblick:

    • Kaufbeuren: 31 Corona-Fälle (einer mehr als am Vortag), keine Toten.
    • Kempten: 40 Fälle (+3), zwei Tote.
    • Landkreis Lindau: 120 Fälle (+18), ein Toter.
    • Memmingen: 27 Fälle (+1), keine Toten.
    • Oberallgäu: 90 Fälle (+4), ein Toter.
    • Ostallgäu: 149 (+16), vier Tote (+1).
    • Unterallgäu: 119 (+9), zwei Tote.

    Montag, 30. März, 13.05 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Bayern verlängert 

    Die Ausgangsbeschränkungen im Freistaat werden bis zum 19. April verlängert. Das hat der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder angekündigt. "Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst", sagt der bei einer Pressekonfernz in der Staatskanzlei. Es sei "keine Zeit für den vorzeitigen Exit. Wir verlängern die Maßnahmen bis zum 19. April. Es gibt keine Verschärfung." 133 Todesfälle gibt es in Bayern nach aktuellem Stand. "Jeder davon tut unglaublich weh", sagte Söder.

    Laut Söder zeigen die Maßnahmen bereits leichte Erfolge. “Die Kurve der Infektionen flacht etwas ab”, sagte er. Vorher habe sich die Zahl der Erkrankten etwa alle 2,8 Tage verdoppelt, nun nur noch etwa alle fünf Tage. “Wir hätten ohne die Maßnahmen 5.000 Fälle mehr” , sagte Söder.

    Parallel dazu werde das Gesundheitssystem “mit Hochdruck weiter hochgefahren”, sagte Söder. Das geschehe etwa durch insgesamt 26 Hilfskrankenhäuser. Dabei handele es sich vor allem um ehemalige Krankenhäuser, die bei Bedarf reaktiviert werden. In jedem Landkreis gibt es außerdem künftig einen Versorgungsarzt, der Ansprechpartner für die dortigen Praxen und Ärzte ist.

    Montag, 30. März, 11.54 Uhr: Wirtschaftsweisen: Deutsche Volkswirtschaft wird deutlich schrumpfen

    Deutschland rutscht im ersten Halbjahr 2020 wohl in eine Rezession. Zu diesem Ergebnis kommt ein Sondergutachten, das die sogenannten Wirtschaftsweisen vergangene Woche der Bundesregierung vorgelegt und nun veröffentlicht haben. Die Experten haben darin drei Szenarien festgelegt. Diese unterscheiden sich darin, wie lange und in welchem Ausmaß die Beschränkungen anhalten. “In allen drei Szenarien beendet die Ausbreitung des Coronavirus die sich abzeichnende konjunkturelle Erholung abrupt”, heißt es in dem Gutachten.

    Im Basisszenario, laut den Wirtschaftsweisen das aktuell wahrscheinlichste der drei, sinkt das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 2,8 Prozent. Im Jahr darauf wachse das BIP wieder um 3,7 Prozent. Wenn die Maßnahmen allerdings den Sommer über andauern, rechnen die Wirtschaftsweisen mit einem Einbruch um 5,4 oder 4,5 Prozent. Je nachdem, wie schnell sich die Wirtschaft wieder erholt.

    Montag, 30. März, 9.32 Uhr: Ein Viertel aller Industrieunternehmen erwartet Kurzarbeit

    Mehr als ein Viertel der deutschen Industrieunternehmen rechnet damit, in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit beantragen zu müssen. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts hervor. Demnach erwarten insgesamt 25,6 Prozent der Firmen Kurzarbeit. Das ist der höchste Stand seit 2010. Besonders betroffen sind demnach die Branchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33) und Elektro (32). Die meisten Firmen antworteten bis Mitte März auf die Umfrage des Instituts. Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie sei in diesen Zahlen damit noch nicht berücksichtigt, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Konjunkturumfrage. Kaum Kurzarbeit erwarten die Chemie- (14 Prozent) und die Ernährungsindustrie (6).

    Montag, 30. März, 8.43 Uhr: Kommentar: Politik darf sich nicht nur mit Virus beschäftigen 

    Ja, die Corona-Krise bestimmt derzeit das politische Leben in Deutschland. Plenarsitzungen des Bundestags fallen aus, Regierung und Ministerien haben ihre Arbeitskraft heruntergefahren. Die Krankheit darf aber nicht das einzige Thema sein, warnt Stefan Lange von der Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung in einem Kommentar. “Kann in der Innenpolitik ein Thema wie die Wasserstoffstrategie wegen Corona warten?”, fragt er etwa. Eine Wasserstoffwirtschaft könnte schließlich für bis zu einer halben Million neuer Arbeitskräfte sorgen - was angesichts der zu erwartenden Konjunkturdelle ein erfreulicher Zuwachs wäre, schreibt Lange. Den ganzen Kommentar lesen Sie hier.

    Montag, 30. März, 7.40 Uhr: Facebook-Nutzer diskutieren über Vorgehen der Polizei

    Die Polizei im Allgäu ermittelt gegen dutzende Spaziergänger, Autofahrer und Wanderer. Wie gestern berichtet, wurden beispielsweise Feiern und Partys beendet oder, wie am Tegelberg, zwei Wanderer kontrolliert, die, so wörtlich, "nachweislich nicht in einer häuslichen Gemeinschaft leben und am Tegelberg wandern waren." Gegen sie wird nach Angaben ermittelt. Auch in anderen Allgäuer Orten griff die Polizei rigoros durch. Über das Vorgehen wird auf der Facebook-Seite von allgaeu.life  nun eifrig diskutiert. So schreibt beispielsweise Susann:

    "Ist schon ziemlich unlogisch... ich darf mit meinen Kollegen den ganzen Tag arbeiten... aber mit einem einzelnen Kollegen mit Sicherheitsabstand 1,5 m NICHT spazierengen."

    Andere fragen sich nach der Verhältnismäßigkeit einzelner Kontrollen und weisen darauf hin, dass im Allgäu am Wochenende teils Wochenmärkte mit behördlicher Genehmigug statt fanden. Die Freiheit im Land durch die Kontrollen bedroht sieht Nutzer Oli: 

    "Wir befinden uns auf dem besten Weg zur DDR 2.0."

    Andere nehmen es mit Humor. Florian zieht einen Vergleich mit dem legendären US-Gefängnis Altcatraz:

    "Allgäu-traz: Der Härteste Offene Vollzug Im Alpenvorland".

    Von zahlreichen Usern wird dagegen der Ernst der Lage betont.

    "Wenn zuhause bleiben, dann richtig", findet Ursel.

    Teils wird das strikte Vorgehen der Polizei auch begrüßt. Margot schreibt:

    "Ich finde es gut, saftige Strafen bei den Vergehen zu verhängen. Es ist doch wohl das Mindeste, den Anweisungen zu folgen." 

         

    Montag, 30. März, 6.48 Uhr: Experte warnt vor "überschießenden Handlungen"

    Der Epidemie-Experte Gerard Krause warnt davor, mit extremen Abwehrmaßnahmen der Gesellschaft insgesamt zu schaden. "Man muss aufpassen, dass man aus Ohnmacht vor dieser Situation nicht überschießende Handlungen vornimmt, die möglicherweise mehr Schaden anrichten können als die Infektion selbst", sagt der Abteilungsleiter Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung dem ZDF. "Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschränkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung", erklärt Krause.

    Montag, 30. März, 6.25 Uhr: Trump erwartet mindestens 100.000 Corona-Tote in den USA

    Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

    die Corona-Krise hält die Welt auch zum Wochenbeginn in Atem. In den Vereinigten Staaten sind die Sorgen derzeit besonders groß. US-Präsident Donald Trump rechnet damit, dass mindestens 100.000 Amerikaner ihr Leben durch das neuartige Coronavirus verlieren werden. Diese Hochrechnung gab er bei  einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses bekannt. Er sprach von einer "furchtbaren Zahl." Zugleich kündigte er eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen an. Die bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur "sozialen Distanzierung" gelten nun bis zum 30. April.

    << Hier geht es zu Teil 1 unseres News-Blogs zur Corona-Krise im Allgäu (bis 8. März).  >>

    << Alle Entwicklungen von 9. bis 15. März lesen Sie hier, in Teil 2, des Newsblogs zur Corona-Krise. >>

    << Alle Entwicklungen von 16. bis 22. März lesen Sie hier, in Teil 3, des Newsblogs zur Corona-Krise. >>


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