Kommunalwahl 2020
14.02.2020 Land & Leute

AZ-Wahlforum in Füssen: Das sagen die Bürgermeister-Kandidaten zu den Urlauberströmen

Die Urlauberströme in Füssen beschäftigen viele Einheimische. Wie soll man mit ihnen umgehen? Um Tourismus und Entwicklung ging es unter anderem beim Wahlforum der Allgäuer Zeitung zur Kommunalwahl 2020 vor über 300 Zuhörern im Haus Hopfensee. Dabei stellten sich die Bürgermeisterkandidaten Christine Fröhlich (Freie Wähler), Erich Nieberle (SPD) und Maximilian Eichstetter (CSU) den Fragen der AZ-Redakteure Heinz Sturm und Dominik Riedle.

Massentourismus, zu viele Tagesgäste und Besucher aus Fernost – das stört einige Füssener in ihrer Stadt. Beim Wahlforum der Allgäuer Zeitung in Hopfen am See sprachen die AZ-Redakteure Heinz Sturm und Dominik Riedle deshalb ausführlich mit den Füssener Bürgermeisterkandidaten Christine Fröhlich (Freie Wähler), Erich Nieberle (SPD) und Maximilian Eichstetter (CSU) über dieses Thema.  


„Wir können die Schlösser nicht wegdividieren“, sagte Fröhlich. Um den Massentourismus zu steuern, müssten sich alle Gemeinden im südlichen Ostallgäu zusammentun und zum Beispiel die von Norden anreisenden Gäste bereits über Halblech gelotst werden. Auch einen Shuttel-Service für die Gäste nach Hohenschwangau kann sie sich verstellen.

Bildergalerie zum AZ-Wahlforum im Haus Hopfensee

Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert
Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert
Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert
Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert
Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert
Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert
Spannender Abend: Die Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten in Füssen lockte 300 Zuschauer ins Haus Hopfensee. Weitere Artikel finden Sie in der Füssener Wochenend-Ausgabe (15./16. Februar) der Allgäuer Zeitung am Benedikt Siegert

Nieberle setzt zum einen auf den neuen Citymanager, den die Stadt einstellen will. Denn es sei auch eine Beratung für die Beteiligten nötig, um die Touristenströme zu steuern. Viel könne man auch erreichen, wenn man es schaffe, dass die Gäste statt mit dem Auto mit dem Zug anreisen.
„Wir haben 2,5 Millionen Tagestouristen, die lassen knapp 80 Millionen Euro hier“, verwies Eichstetter auf die vielen Leute, die in der Region mit den Urlaubern Geld verdienen. In seinem Ansatz spiele das Busparkkonzept, das die CSU vor einiger Zeit im Stadtrat einreichte, eine entscheidende Rolle, um das Problem der Reisebusse in den Griff zu bekommen.

Geht es um den Tourismus, wird in Füssen auch bereits lange über die Zahl der Ferien- und Zweitwohnungen contra Wohnraum für Einheimische und eine Zweckentfremdungssatzung diskutiert. „Man muss hier unterscheiden zwischen gewerblichen und privaten Ferienwohnungen“, sagte Eichstetter. Bei den gewerblichen solle nicht mehr viel dazukommen. Anders sieht er das bei Privatleuten, die sich mit einer Ferienwohnung ein bisschen was dazuverdienen wollen. Auch sollen nicht die, die bereits vermieten, eingeschränkt werden. Eine Zweckentfremdungssatzung befürwortete er, betonte aber: „Wir müssen erst wissen, was genau drinsteht, bevor wir abstimmen.“
Eine solche Satzung haben laut Nieberle auch andere Touristenorte und da funktioniere sie. Für Füssen müsse man sie nicht neu erfinden. Wenn an jedem zweiten Haus die Rolladen unten seien und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum fehle, stelle das ein Problem dar. Die Satzung müsse deshalb ganz schnell beschlossen werden – auch um Sicherheit zu schaffen. Für bereits bestehende Ferienwohnungen will auch er einen Bestandsschutz..

„Wir haben im Stadtrat für eine Aufschiebung plädiert, weil wir das Ausmaß der Zweckentfremdungssatzung nicht kannten“, sagte Fröhlich. Es sei falsch, sie pauschal über ganz Füssen zu legen. Man müsse dann genau begründen, warum der eine eine Ferienwohnung haben darf und der andere nicht. Andere Gemeinden hätten schon etliche Rechtsstreitereien deswegen gehabt. Mit der Satzung kriege man außerdem die Zweitwohnungen nicht in den Griff.

Die Kommunalwahl 2020 findet am 15. März in Bayern statt. An diesem Tag wird sich auch entscheiden, wer in Füssen Nachfolger des scheidenden Bürgermeisters Paul Iacob (SPD) wird. 

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