Besuch bei den Kleinsten
24.01.2019 Sport & Action

Allgäuer Handball-Minis: Darum wird Deutschland Weltmeister!

Jetzt bekommen unsere Handball-Riesen sogar Unterstützung von den Allerkleinsten! Die E-Jugend, Minis und Super-Minis (ab 3 Jahre) des TSV Kottern lassen beim allgaeu.life-Besuch keinen Zweifel daran: Deutschland wird Weltmeister! Im unserem Video sagen Dir die Allgäuer Nachwuchs-Handballer, warum das Halbfinale gegen Norwegen (Freitag, 20.30 Uhr, ARD) für sie eigentlich nur Formsache ist und wieso gerade alle nur Handball im Kopf haben.

Über neun Millionen TV-Zuschauer am Mittwoch beim letzten Hauptrundenspiel gegen Spanien (31:30), sogar über zehn Millionen zwei Tage zuvor beim Kracher gegen Kroatien (22:21). Deutschland ist im Handball-Fieber! Auch im Allgäu - sonst Wintersportregion Nummer eins - gibt es bei vielen derzeit nur ein Thema: Können es die Jungs von Bundestrainer Christian Prokop schaffen und sich am Sonntag nach 2007 wieder zum Weltmeister krönen?

Geht es nach den kleinen Handballern des TSV Kottern, steht die Antwort schon fest. Beim allgaeu.life-Trainingsbesuch in Kempten präsentieren sie sich nicht nur als eifrige Nachwuchssportler, sondern vor allem als riesige Deutschland-Fans. Etliche Kinder haben die deutschen Farben ins Gesicht gemalt. Die Eltern müssen in diesen Tagen außer den Sportschuhen auch Flagge und Deutschland-Girlande mit in die Sporthalle bringen.

Einhellige Meinung der Kemptener Handball-Kids: "Wir werden Weltmeister, weil Deutschland die besten Spieler hat!"

Ganz so optimistisch ist ihr Trainer Simon Bareth da nicht. Der 17-Jährige spielt selbst Handball in der B-Jugend der SG Kempten-Kottern und sagt: "Das Halbfinale gegen Norwegen packen sie. Aber im Finale ist dann Schluss." Simons Weltmeister-Tipp: "Dänemark, die sind einfach überragend."

Bei seinen Kids macht er sich mit dieser Meinung nicht sehr beliebt. Die fiebern mit ihren Vorbildern in Schwarz-Rot-Gold und träumen davon, auch irgendwann als großer Handballer vor zehntausenden Leuten zu spielen. Die Jüngsten beim TSV Kottern sind gerade mal drei Jahre alt. "Richtiges Handball-Training machen wir da noch nicht. Das sind eher Koordinations-Spiele oder Turnen mit Ball", erklärt Coach Simon. Doch früh übt sich, wer auch mal ein Handball-Riese werden will.

Spüren die Kemptener derzeit, dass die WM und die Erfolge der deutschen Mannschaft einen Boom auslösen? "Na ja, man wird überall darauf angesprochen. Selbst Leute, mit denen man lange keinen Kontakt hatte, schreiben auf WhatsApp und wollen etwas über die Regeln wissen", schüttelt Simon Bareth den Kopf. Mit seinen Mannschaftskameraden schaut er jedes Spiel auf einer großen Leinwand in der Sportsbar "Times" in Kempten.

Handball-"Public Viewing" wie beim großen Bruder Fußball derzeit im Allgäu!

Und danach? Wenn die WM vorüber ist und der schwarz-rot-goldene Traum (mit hoffentlich gutem Ausgang) zu Ende ist? "Nach ein paar Wochen werden die Zeitungen und Fernsehsender wieder nur über Fußball berichten", gibt sich Simon keinen Illusionen hin. An einen lange anhaltenden Boom glaubt er nicht. Zumindest haben die Kemptener Handballer derzeit keine Nachwuchssorgen. "Je jünger die Jahrgänge, desto besser: Bei der C-Jugend haben wir 30 Spieler, in der B-Jugend immerhin noch 20", verrät Simon. Erst ab der A-Jugend - wenn Abi, Studium oder Berufsausbildung in den Vordergrund rücken - wird es auch bei der SG Kempten-Kottern dünn.

Bis sie so weit kommen, haben die jüngsten Kemptener Handballer noch viel Zeit. Momentan interessiert sie eh nur eines: Dass Deutschlands Riesen bis Sonntag noch zweimal gewinnen. Die kleinen Daumen sind gedrückt.

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