Perfekte Verkleidung
14.02.2019 Hier & Heute

Allgäuer Fasching: Diesen Clown gibt's garantiert kein zweites Mal!

Wie cool ist das denn?! Ein maßgefertigtes Faschingskostüm. Von Hand geschneidert. Das es nur einmal gibt - nur für Dich! Über einen solchen "Jackpot" darf sich Sabine Friedl aus Niederrieden im Unterallgäu freuen. Bei einer Verlosung der Allgäuer Zeitung hat sie gewonnen. Ihr Preis: ein schickes maßgeschneidertes Clownkostüm der Allgäuer Meisterschneiderin Renate Nägele. Wie das Unikat entstanden ist und weshalb es unbedingt ein Clown sein musste, verraten wir hier.

„Das ist ja super schön“, sagt Sabine Friedl aus Niederrieden, als sie zum ersten Mal ihr fertiges Clownkostüm sieht. Die 49-jährige Unterallgäuerin ist nach der Anprobe begeistert: „So edel habe ich mir das gar nicht vorgestellt. Wahnsinn.“ Friedl hat das Kostüm bei einem Gewinnspiel der Allgäuer Zeitung gewonnen. Das Besondere: Es ist ein Einzelstück. Renate Nägele, Obermeisterin der Unterallgäuer Schneiderinnung, hat das Kostüm entworfen und maßgeschneidert.

„Eine Woche habe ich dafür gebraucht“, sagt Nägele, die eigentlich keine Faschingskostüme, sondern vor allem Brautkleider schneidert. Nachdem sie bei Sabine Friedl Maß genommen hatte, entschied sich Nägele für einen Schnitt und kaufte den Stoff. „Da die Gewinnerin dunkle Haare hat, wollte ich einen hellen Clown machen“, sagt Nägele. Als Erstes war die Hose fertig: „Da wollte ich etwas Besonderes und hatte die Idee, zwei große Taschen anzunähen.“ Dort kann Friedl Bonbons und Konfetti reinstecken. „Das wäre doch nett, wenn die Taschen bis unten vollgestopft sind“, sagt Nägele. 

So ist das coole Kostüm entstanden

Renate Nägele näht ein Clownkostüm
Renate Nägele hat eine Woche an dem maßgeschneiderten Kostüm gearbeitet. Matthias Becker
Renate Nägele näht ein Clownkostüm
Nägele schneidert eigentlich keine Faschingskostüme, sondern vor allem Hochzeitskleider. Matthias Becker
Renate Nägele näht ein Clownkostüm
In die Jacke hat Nägele ein Futter eingenäht, damit es auf den Faschingsumzügen nicht so kalt wird. Matthias Becker
Sabine Friedl verkleidet sich am liebsten als Clown, weil man dann "so lustig sein und einfach Spaß haben kann". Ralf Lienert

Das Aufwendigste sei die Jacke gewesen, erzählt die Schneidermeisterin aus dem Unterallgäuer Schwaighausen: „Da habe ich ein Futter eingenäht, damit sie es auf einem Faschingsumzug ein bisschen wärmer hat.“ Nägele schneidert seit 40 Jahren und hat „das Maßschneiderhandwerk von der Pike auf gelernt.“ Wichtig sind ihr auch die Details, wie beispielsweise die großen Knöpfe. Die gehören für Nägele einfach zu einem Clownkostüm dazu. Um solche Knöpfe zu bekommen, ist sie extra ins 25 Kilometer entfernte Mindelheim gefahren. Dabei habe sie Glück gehabt, dass die Farben so gut miteinander harmonieren.

Gewinnerin Sabine Friedl möchte das maßgeschneiderte Kostüm am liebsten gar nicht mehr ausziehen. Ich fühle mich total wohl, das wird die nächsten Wochen viel getragen“, freut sich die 49-Jährige. Sie ist ein großer Faschingsfan und war schon als kleines Mädchen auf vielen Kinderbällen unterwegs. Am liebsten gehe sie als Clown, erzählt die dreifache Mutter: „Damit kann man so lustig sein und einfach Spaß haben.“ Für ihren Mann habe sie auch ein Clownkostüm – das sei aber eine ganz einfache Ausführung.

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