Alarmierende Bilanz 2018
11.04.2019 Hier & Heute

Allgäuer Bergwachtler hatten mehr Einsätze als je zuvor

Bergwachtlehrgang Nebelhorn
Liebe Leute, bitte passt auf Euch auf und überschätzt Euch nicht, warnte ein Allgäuer Bergwachtler an dieser Stelle im vergangenen Jahr. Mit Recht, denn Monate später zeigt die traurige Bilanz: In unseren Alpen hatte die Bergwacht 2018 so viele Einsätze wie noch nie. Auch eine Folge, weil immer mehr Menschen dort unterwegs sind. 541 Ehrenamtliche helfen rund um die Uhr – an 365 Tagen im Jahr!

Die Bergwacht Allgäu musste im vergangenen Jahr so oft ausrücken wie nie zuvor. Das geht aus der Jahresstatistik der Organisation hervor. 2018 habe es deutlich mehr Sommereinsätze gegeben, sagte der Allgäuer Bergwacht-Chef Peter Eisenlauer bei der Jahresversammlung in Immenstadt. Das hänge vor allem mit dem guten Wetter zusammen – im Schönwetter-Jahr 2018 waren viel mehr Menschen als in einem Durchschnittssommer in den Bergen unterwegs. Zudem boomt das Bergsteigen in all seinen Spielformen im Sommer wie im Winter.

Bergrettung im Allgäu
> Ein Immenstädter ist Vorsitzender der Bergwacht Bayern: Otto Möslang (72) engagiert sich seit Jahrzehnten in der Organisation in unterschiedlichen Funktionen.
> Die Bergwacht Allgäu gliedert sich in 18 Bergrettungswachen mit jeweils eigenen Einsatzgebieten: Augsburg, Balderschwang, Füssen, Hindelang, Hinterstein, Immenstadt, Kaufbeuren, Kempten, Landsberg, Memmingen, Nesselwang, Neu-Ulm, Oberstaufen, Oberstdorf, Pfronten, Sonthofen, Unterjoch, Wertach.
> Spezialgruppen: Höhlenrettung, Canyoning, Hundestaffel, Kriseninterventionsteam, Technikgruppe.

Insgesamt 2.765 Einsätze haben die 541 Ehrenamtlichen im Vorjahr bewältigt. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es 2301. Mit aufwendigen Sommerrettungen sei die Organisation teilweise an die Belastungsgrenze gekommen, sagte Eisenlauer. Da seien die einzelnen Bergwachtler und ihre Familien genauso gefordert gewesen wie die Arbeitgeber.

Denn nur wenn ein Bergretter an einem Werktag den Arbeitsplatz verlassen kann, ist die Teilnahme an einem Rettungseinsatz möglich. Für kleinere Unternehmen ist es oft schwer, einen Bergwachtler für einen Einsatz freizustellen.

Der spektakuläre Lawineneinsatz in Balderschwang in diesem Winter habe einmal mehr gezeigt, wie bedeutend die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen ist, sagte Eisenlauer: „Die Kooperation ist wichtig und nur der Austausch bringt uns alle miteinander weiter.“

Sehr viele Rodelunfälle

Bei der Analyse der Winterunfälle steche die Zunahme der Unfälle mit Schlitten und Rodeln ins Auge, sagte Michel Gimbel, stellvertretender Regionalleiter: „Wir hatten wahnsinnig viele Rodelunfälle.“ Die Zahl stieg von 31 im Jahr 2016 auf 118 im vorigen Jahr. Hintergrund ist möglicherweise die zunehmende Zahl an Naturrodelbahnen. Außerdem erfreut sich Rodeln im gesamten Allgäu zunehmender Beliebtheit.

Lawine trifft Hotel in Balderschwang

Eine Lawine hat im Allgäuer Wintersportort Balderschwang das Hotel Hubertus getroffen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein und Schnee gelangte ins Innere. Unser Fotograf Ralf Lienert war am Montag vor Ort und zeigt Dir das Geschehen vor Ort in Bildern. Ralf Lienert
Eine Lawine hat im Allgäuer Wintersportort Balderschwang das Hotel Hubertus getroffen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein und Schnee gelangte ins Innere. Unser Fotograf Ralf Lienert war am Montag vor Ort und zeigt Dir das Geschehen vor Ort in Bildern. Ralf Lienert
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Bei den Sommersportarten sind die Unfälle beim Mountainbiken gegenüber dem Jahr 2014 um 115 Prozent auf 64 angestiegen. Ein Grund dafür könnte unter anderem der E-Bike-Boom sein, vermutet Gimbel.

Im selben Zeitraum haben auch die Unfälle beim klassischen Wandern und Bergsteigen zugenommen: um 35 Prozent. Am häufigsten gefordert waren auch 2018 die Oberstdorfer Bergretter. Sie hätten sogar bayernweit am meisten Einsätze, sagte Eisenlauer. Über die Ausbildungsarbeit der Organisation berichteten Nina Rädler und Michael Purucker. 141 Anwärter absolvieren derzeit die Sommer- und Winterkurse mit umfangreicher Sanitätsausbildung. Erst nach bestandener Prüfung können sie als Bergwachtmann oder -frau eingesetzt werden.

Tipps für Deine Bergtour 
 1. Plane Deine Tour sorgfältig. Kläre dabei folgende Fragen: Wie fit bist Du? Wie schwierig ist das Gelände? Wo machst Du Pausen?  
2. Achte auf die richtige Ausrüstung. Festes Schuhwerk, Wechselklamotten und Regenschutz gehören dazu.  
3. Packe Deinen Rucksack mit Bedacht. Achte auf ausreichend Essen und Trinken. Denk für Notfälle an Handy und Erste-Hilfe-Set! 
4. Berücksichtige die Wetterprognosen. Der Bergwetter-Service des Deutschen Alpenvereins ist eine gute Informationsquelle. Beachte Warnungen von lokalen Experten. 
5. Brich zeitig auf. Ein guter Start für eine Bergtour ist zwischen 7 und 8 Uhr. Wer mittags losläuft, riskiert in ein Nachmittagsgewitter zu kommen.   
6. Wähl im Notfall die 112. Die europaweit einheitliche Notrufnummer ist kostenlos aus allen Mobilfunknetzen zu erreichen. 
7. Achte auf Deine Koordinaten. Für die Helfer ist es im Notfall extrem wichtig, Deinen exakten Aufenthaltsort zu erfahren. Du kannst Dir vor der Tour dazu eine spezielle App aufs Handy laden. Zum Beispiel: Send my GPS location. Auch auf den neueren Wanderschildern findest Du Deine Koordinaten.

Zudem gibt es mehrere Spezialistentrupps: beispielsweise eine Notarzt-Gruppe und eine Abteilung Canyoning-Rettung. Die Digitalisierung hat auch das Bergrettungswesen erfasst: Um Wärmebild-Kameras, Drohnen und modernste Funktechnik kümmert sich eine eigene Gruppe von jungen Leuten.

Ganz ohne Digitaltechnik kommen die elf Hundeteams der Allgäuer Bergwacht aus. Hunde gibt es bei den Bergrettern im Allgäu seit 50 Jahren. Damals wie heute ist bei Lawinenunfällen und Vermisstensuchen auf die guten Nasen der Vierbeiner Verlass. 42 Tage seien die Teams im Vorjahr für die Bergwacht tätig gewesen, sagte Xaver Hartmann, Chef der Hundestaffel.

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